Bachelor 2020: Warum wir den Ausstieg von Jenny Schneider feiern

Die tätowierte Veganerin Jenny S. hat es beim Bachelor nicht mehr ausgehalten. Im Interview verrät sie uns, was jetzt statt Sebastian bei ihr ansteht.

© TVNOW / Arya Shirazi

„Mit ihm wird das nichts. Und deswegen gehe ich nach Hause.“ Mit dieser klaren Begründung verabschiedete sich Jenny S. von den anderen Jennys in der Bachelor-Villa 2020. Die Freiburgerin wollte nicht auf die nächste Nacht der Rosen warten, sondern entschloss sich, freiwillig aus der aktuellen Staffel von „Der Bachelor“ auszusteigen – eine sehr gute Entscheidung.

Denn wenn sich etwas falsch anfühlt, dann ist es nur konsequent, auch etwas dagegen zu unternehmen. Statt für den Fame dazubleiben, ist Jenny Schneider ihren eigenen Weg gegangen – raus aus der Show und zurück in ein Leben, in dem sie auch sonst auf ihren eigenen Kopf hört. Ihr „Vegan“-Tattoo zum Beispiel ist nicht einfach nur Deko, wie sie uns im Interview verraten hat: „Ich lebe, seitdem ich 10 Jahre alt bin, vegetarisch, und seit drei Jahren vegan. Irgendwann habe ich mich mal genau über die Milchindustrie informiert und gleich gewusst: Das war es. Die Milch gehört dem Baby, sonst niemandem.“

© TVNOW / Arya Shirazi

In der Villa sei ihre Ernährung gar kein Thema gewesen, sagt Jenny, auch wenn sie als Veganerin auf jeden Fall in der Unterzahl war. Als gelernte Wimpernstylistin spricht sie sich außerdem klar für tierfreundliche Kosmetik aus – „Es muss vegan und tierversuchsfrei sein!“ – und kann den Nerzwimpern, die immer noch viele ihrer Kolleginnen verwenden, gar nichts abgewinnen: „Dazu kann man nichts mehr sagen. Furchtbar, dass Menschen egal ist, wie viel Leid dahintersteckt und sie es für ihre ‚Schönheit‘ ignorieren.“

Mittlerweile arbeitet Jenny übrigens in einem Tattoo-Studio, verbringt ihre Freizeit mit Hund und Katze und bleibt bei der Suche nach einem neuen Partner konsequent. Ob sie auf Dauer jemanden daten könnte, der sich keine Gedanken um seine Ernährung macht? „Wenn er sich absolut keine Gedanken macht, nein. Wenn Hoffnung besteht, dass er an dem veganen Leben Interesse hat, eventuell schon. Aber wenn er absolut ausschließt, vegan zu leben, kann das nichts werden. Das ist für mich ja keine Modeerscheinung, sondern eine Lebenseinstellung.“ Schöner kann man es nicht sagen!

Wie ist das eigentlich mit Tinte und Tierliebe? Wir haben alle Infos zu veganen Tattoos für euch.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Bei KFC gibt es jetzt den Kentucky Fried Vegan Burger

Wenn das mal keine guten Neuigkeiten sind: Zum ersten Mal bietet KFC Deutschland einen rein veganen Burger an – den Kentucky Fried Vegan Burger.

Über 17 Jahre lang haben wir über die Tierquälerei bei KFC aufgeklärt. Haben Recherchevideos veröffentlicht, in denen zu sehen ist, wie Hühner unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Haben vor KFC-Filialen demonstriert und Rechtsprozesse geführt.

Erst vor Kurzem hat KFC damit angefangen, vegane Fleisch-Alternativen in verschiedenen Ländern zu testen. Es gab einen veganen Chicken-Burger in Vietnam und Großbritannien sowie vegane Chicken Wings in den USA. Nun beginnt auch in Deutschland eine Testphase: Zwischen dem 17. Januar und dem 10. Februar könnt ihr den Kentucky Fried Vegan Burger (auch KFV Burger genannt) in der KFC-Filiale am Alexanderplatz in Berlin probieren. Sollte dieser Test gut laufen, wird der vegane Burger deutschlandweit in allen Filialen aufgenommen. Unter dem Namen KFV sollen dann noch weitere vegane Produkte dazukommen.

Was steckt im Kentucky Fried Vegan Burger?

KFC und die Marke Quorn haben anderthalb Jahre herumgetüftelt, um das Patty des Kentucky Fried Vegan Burgers zu entwickeln. Heraus kam ein goldgelb frittiertes Quorn Filet® aus nährstoffreichem Mycoprotein. (Das Protein wird durch Fermentation einer natürlichen Pilzkultur gewonnen.) Klingt etwas ungewöhnlich, schmeckt aber einfach nur gigantisch, wie unsere Testesser in Berlin bestätigen konnten: Das Filet ist sehr saftig, hat eine perfekte Konsistenz und wird umhüllt von einer knusprig-würzigen Panade. Da es in der Pommes-Fritteuse frittiert wird, kommt es nicht in Kontakt mit den Produkten aus Fleisch. Vegane Mayo und Eisbergsalat runden den KFV Burger ab. Wer möchte, bekommt noch eine Tomatenscheibe oben drauf.

Immer mehr vegane Burger bei Fast-Food-Ketten

Ist es nicht großartig, dass selbst Ketten wie McDonald’s, Burger King und nun auch KFC vegane Burger anbieten, die ihren fleischigen Konkurrenten in nichts nachstehen? Auf diese Weise kommen auch Nicht-Veganer mit veganen Produkten in Berührung und erkennen hoffentlich, wie einfach es Veganer heutzutage haben und wie unglaublich lecker pflanzliche Produkte schmecken können.