Würdet ihr Baumwolle essen?

Bisher sind Baumwollsamen giftig für Menschen. Forscher arbeiten an einer Sorte, aus der sich Milch, Aufstriche und Eiweißpulver machen lassen.

Es geht voran, langsam. Schon seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, Baumwolle ohne den Giftstoff Gossypol zu entwickeln, der die Pflanze vor kleinen Tieren schützt, aber auch für Menschen ungenießbar macht. Seit einigen Jahren gibt es nun eine Baumwollsorte, die gentechnisch so verändert wurde, dass die Samen viel weniger Gossypol enthalten, anderen Pflanzenteilen aber noch genug bleibt, um sich zu schützen. Und vor einigen Monaten hat das Landwirtschaftsministerium der USA sein Okay gegeben, um solche Baumwollpflanzen kommerziell anzubauen.

Wozu das alles? Die beteiligten Forscher versprechen sich vom Anbau essbarer Baumwolle eine gute Proteinquelle für die wachsende Weltbevölkerung. Ähnlich wie aus Soja, Kichererbsen oder Erbsen sollen sich aus den Baumwollensamen etwa Milch, Eiweißpulver, eine Art gehackte Nüsse und Aufstriche machen lassen, die ähnlich wie Hummus schmecken. So könne man die zur Kleidungsherstellung angebaute Baumwolle zusätzlich auch zur Ernährung nutzen. Unmittelbar bevor steht das allerdings wohl nicht, denn dafür müsste die genveränderte Baumwolle erst einmal im großen Stil angebaut werden.

Gibt es jetzt schon: Milchalternativen aus anderen Pflanzen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Was ist Speziesismus?

Kompliziertes Wort, einfache Erklärung: Warum es wichtig ist, dass wir das Prinzip Speziesismus verstehen.

Wer sich in veganen Kreisen herumtreibt, hat den Begriff vielleicht schon mal gehört: Speziesismus. Damit ist der menschliche Glaube daran gemeint, dass bestimmte Spezies anderen überlegen sind. Diese Vorstellung zeigt sich auf zwei Arten: Erstens denken Menschen, dass sie selbst wichtiger sind als alle anderen Tiere. Und zweitens denken sie, dass es okay, Tiere je nach ihrem Zweck für den Menschen zu unterscheiden, also zum Beispiel einige von ihnen als „Nutztiere“ zu sehen und andere nicht.

Deshalb hängt der Speziesismus auch eng mit dem Karnismus zusammen, also dem Glaubenssystem, das dafür sorgt, dass wir beispielsweise Schweine essen, Hunde aber nicht. Das Absurde am Speziesismus ist jedenfalls, dass er keine sinnvolle Begründung hat. Schweine etwa sind sehr schlaue und liebe Tiere, und es gibt keinen Grund, sie zu essen, während man das bei Hunden total unmöglich finden würde. Und woher nehmen sich Menschen das Recht, Tiere schlecht zu behandeln, nur weil sie sich selbst für klüger halten? Wir legen schließlich sonst auch Wert auf ethische Prinzipien und Gerechtigkeit und essen nicht direkt jeden, der ein paar IQ-Punkte weniger hat als wir. Speziesismus ergibt also ziemlich wenig Sinn.

Zum Weiterlesen: Warum der Mensch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht.