Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht

Wie praktisch, dass Schafe sich sowieso gern epilieren, Kühe sich ganz von allein häuten und es Katzen überhaupt nicht wehtut, wenn man ihnen das Fell mitsamt der Haut vom Körper zieht. Nicht? Dann sollten wir über Klamotten sprechen.

Es scheint oft, als wären Leder, Pelz und Wolle das kleinere Problem, solange Menschen Tiere essen. Als würden die paar Lederschuhe, das bisschen Besatz am Kragen des Wintermantels und der eine gestrickte Pulli nichts ausmachen, wenn man schon auf Schnitzel und Wurst verzichtet. Wer genau wiegt das eigentlich auf? Wer sagt, dass es in Ordnung ist, eine Kuh einzusperren, zu verstümmeln, sie ohne Betäubung zu töten und ihr die Haut vom Körper zu schneiden, solange man den danach nicht isst? Wer entscheidet, dass Schafe, denen das Fleisch mit der Wolle vom Rücken geschnitten wird, und für Pelz zu Tode geprügelte Hunde und Katzen tragbarer sind als Pflanzen und Synthetik? Kleidung setzt immer ein Statement. Die Frage ist nur, welches.

Ihr wollt gleich tiefer in das Thema einsteigen?

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Was jeder über Klamotten wissen sollte
Jedes Jahr schlachtet die Lederindustrie mehr als 1 Milliarde Tiere
In Deutschland wird fast jede zehnte Kuh nicht richtig betäubt, bevor ihr die Kehle aufgeschnitten wird.
Birkin Bags werden auch aus Baby-Krokodilen gemacht

Die Reptilien sind oft noch keine 3 Jahr alt, wenn sie mit Messern aufgeschlitzt werden, um ihnen anschließend die Haut abzuziehen.

Ugg Boots sind Haut und Haar getöteter Schafe.
Gänse werden oft bei lebendigem Leibe gerupft

Weltweit werden Millionen Gänsen bei lebendigem Leib die Federn aus der empfindlichen Haut gerissen. In der EU ist der Lebendrupf von Gänsen eigentlich verboten. Doch Ausnahmeregelungen und fehlende Kontrollen sorgen dafür, dass immer noch vielen Tieren für die Daunengewinnung die Federn bei lebendigem Leibe herausgerissen werden – meist mehrere Male.

Leder ist giftig

Fast jedes sechste Lederprodukt ist mit dem krebserregenden Chrom VI belastet. Gerbereiabwässer enthalten außerdem riesige Mengen anderer Chemikalien und Schadstoffe wie Chrom-Salze, Kalkschlamm, Sulfide, Säuren, Blei, Zyanid und Formaldehyd. Mit diesen Giften kommen nicht nur die Menschen in den Gerbereien und diejenigen, die das Leder später tragen, in Kontakt, sondern sie reichern sich auch im Grundwasser an. Vor allem in der direkten Nähe von Gerbereien erkranken die Menschen deshalb viel häufiger als Krebs als anderswo.

Pelz ist oft falsch etikettiert

Allein am Label lässt sich nicht immer erkennen, ob zum Beispiel der Besatz an einer Kapuze oder an Stiefeln aus echtem oder falschen Pelz ist und von welchem Tier er stammt. Tatsächlich wird Pelz so billig produziert, dass es sich für die Hersteller oft lohnt, in statt Kunstpelz auch an günstige Kleidungsstücke zu nähen. Auch wenn es sich laut Etikett um Kunstpelz handelt, kann dahinter in Wirklichkeit echter Pelz von Nerzen, Füchsen, Katzen oder Hunden stecken.

So kann man echten Pelz von Kunstpelz unterscheiden

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Angora-Wolle stammt von Kaninchen

Den Angorakaninchen werden auf Käfigfarmen in China, von denen 90 Prozent der Angorawolle stammt, bei lebendigem Leib das Fell aus der Haut gerissen. Dabei schreien die Kaninchen vor Schmerzen.

Das Veganstart-Programm – Vegan werden leicht gemacht mit PETA

Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Veganstart-Programm versorgt euch 30 Tage lang mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen per Mail mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

Leder

Was jeder über die Lederindustrie wissen sollte
Anders als viele Menschen denken, ist Leder kein Abfallprodukt, sondern das wirtschaftlich wichtigste Nebenprodukt der Fleischindustrie. Es macht bis zu 50 Prozent des Gesamtwertes der Rindernebenprodukte aus. Auch die Häute von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet.

Pelz

Was jeder über die Pelzindustrie wissen sollte
Millionen Nerze, Füchse, Marderhunde, Waschbären, Kaninchen, Hunde und Katzen werden jährlich für Mäntel, Kapuzenkragen,Bommelmützen und unnötigen Accessoiresgetötet. Die Tiere verbringen ihr Leben in winzigen verdreckten Käfigen, bevor sie schließlich zu Tode geprügelt, vergast oder durch analen Stromschlag getötet werden. Vielen wird noch bei lebendigem Leib das Fell vom Körper gerissen.

Wolle

Was jeder über die Wollindustrie wissen sollte
Viele Menschen denken, Schafe zu scheren, würde den Tieren helfen, weil sie sonst unter zu viel Wolle leiden. Das stimmt nicht. Ohne die Einmischung des Menschen würde den Schafen gar nicht erst so viel Wolle wachsen. Sondern nur so viel, wie sie benötigen, um sich vor extremer Witterung zu schützen.

Daunen

Was jeder über die Daunenindustrie wissen sollte
Zwar ist es in der EU verboten, Gänsen bei lebendigem Leibe die Federn aus ihrer empfindlichen Haut zu reißen, dennoch gehört Lebendrupf in vielen Betrieben zur Standardpraxis– gesetzliche Ausnahmeregelungen und fehlende Kontrollen machen es möglich. Für die Tiere bedeutet diese Praktik großen Stress und extreme Schmerzen. Klaffende Wunden oder Knochenbrüche sind durch die grobe Behandlung nicht selten. Die Profitgier der Daunenindustrie sorgt dafür, dass die Tiere diese Tortur bis zu vier Mal im Jahr über sich ergehen lassen müssen.

Seide

Was jeder über die Seidenindustrie wissen sollte
Für die Produktion von Seide werden weltweit jedes Jahr fast drei Billionen Tiere getötet. Um an den feinen Faden der Seidenspinner zu gelangen, werden die Raupen lebendig gekocht, sobald sie sich verpuppt haben. Die Tiere winden sich und kämpfen verzweifelt gegen den Tod an, wenn sie in heißem Wasser oder Dampf gekocht werden.