Der Bergmannfuchs: Berliner Instagram-Star wird PETA-Botschafter

Der berühmteste Fuchs Berlins ist nun Influencer für die PETA-Kampagne gegen die Fuchsjagd. Jetzt lesen!

Füchse gehören mittlerweile zum Berliner Stadtbild dazu – doch ein Fuchs sorgt seit Monaten besonders für Aufmerksamkeit: Der Bergmannfuchs. [1] Mit Tausenden Followern auf Instagram und verschiedenen regionalen Presseberichten ist der Bergmannfuchs der wohl bekannteste Vierbeiner seiner Art in der Hauptstadt. Jetzt wird der Rotfuchs zusätzlich Botschafter einer Kampagne gegen die Jagd auf Füchse.

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Immer mehr Füchse zieht es in die deutschen Metropolen; in Berlin leben etwa 1.700 von ihnen. [2] Einer davon ist der Bergmannfuchs, der in den sozialen Medien zu unerwarteter Berühmtheit gelangte. Als Instagram-Star der etwas anderen Art wird der Bergmannfuchs zum Influencer für die Fuchsjagd-stoppen-Kampagne von PETA Deutschland. Wir fordern, dass zunächst Berlin als erstes Bundesland die Fuchsjagd verbietet und davon ausgehend die Jagd auf Füchse bundesweit verboten wird. Berlins tierischer Influencer zeigt nämlich: Eine friedliche Koexistenz von Füchsen und Menschen in der Stadt ist möglich.

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Der Bergmannfuchs als Botschafter für PETA zeigt: Jagd ist nicht notwendig

Seit einiger Zeit nennt der Fuchs die Bergmannstraße in Kreuzberg sein Zuhause: Am Tag und in der Nacht erkundet er die Gegend, beobachtet das Geschehen, schaut neugierig in Hauseingänge und entspannt sich gelegentlich faul in der Mittagssonne. [3] Seit Mai 2020 fotografiert ihn ein Anwohner regelmäßig für Instagram. Als das Tier im Sommer jede Nacht unter seinem Balkon saß, hat der Fotograf sich entschlossen, die Fotos zu veröffentlichen. [4] Fotogen posiert der Fuchs auf der Straße, auf Bürgersteigen und Hauseingängen. Der Bergmannfuchs zeigt – entgegen den Behauptungen vieler Jäger –, dass die Tiere auch ohne die Jagd friedlich neben uns Menschen leben können, ohne dass die Fuchspopulation außer Kontrolle gerät.

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So groß die Verlockung auch ist, die Füchse in der Stadt mit Snacks anzulocken und zu streicheln: Füchse sind keine Kuscheltiere, sondern Wildtiere, die sich ihre Nahrung selbst beschaffen können. Wer also in der Bergmannstraße unterwegs ist, kann zwar mit etwas Glück den Berliner Influencer erspähen, bewundern und Fotos von ihm machen – ihn zu streicheln oder zu füttern, ist keine gute Idee.

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In Deutschland werden jede Jagdsaison über 420.000 Füchse von Jägern getötet. Wenn ihr euch gegen die Jagd einsetzen wollt, könnt ihr euch kostenlos das PETA ZWEI-Demopaket gegen Jäger holen.

[1] Instagram @derbergmannfuchs, https://www.instagram.com/derbergmannfuchs/, (eingesehen am 02.12.2020)
[2] Jahberg, Heike (2020): Wie gefährlich sind die Füchse in Berlin?, https://www.tagesspiegel.de/berlin/die-tiere-kommen-den-menschen-ganz-nahe-wie-gefaehrlich-sind-die-fuechse-in-berlin/26309562.html, (eingesehen am 02.12.2020)
[3] Bischoff, Katrin (2020): Bergmann-Fuchs ist Berlins neuer Instagram-Star, https://www.berliner-kurier.de/kiez/kreuzberg-bergmann-fuchs-ist-berlins-neuer-instagram-star-li.95665, (eingesehen am 02.12.2020)
[4] B.Z. (2020): Der „Bergmannfuchs“ ist der berühmteste Fuchs Berlins,  https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/der-berfgmannfuchs-ist-der-beruehmteste-fuchs-berlins, (eingesehen am 02.12.2020)

Unterhaltung

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Tierquälerei bei Late Night Berlin: Klaas benutzt Echse für „Gag“

Tiere sind keine Geschenke! Trotzdem „verschenkt“ Klaas zur Unterhaltung bei Late Night Berlin eine Echse. Jetzt lesen!

Late Night Berlin / Youtube

Immer wieder setzt sich Klaas Heufer-Umlauf für gesellschaftskritische Themen ein, wie zum Beispiel in einem fünfzehnminütigen Clip zu Frauenrechten oder indem er auf die teils unwürdigen Lebensumstände geflüchteter Menschen aufmerksam macht. Doch nun täuscht er in seiner Show Late Night Berlin vor laufender Kamera vor, seinem Kumpel eine lebende Echse zum Geburtstag zu schenken. Dass er damit das Tier zu Unterhaltungszwecken missbraucht, ist nicht nur eine glatte Enttäuschung für Tierfreunde, sondern verbreitet eine ganz falsche Message.

Wir von PETA ZWEI sagen: Och, nee, Klaas! Tiere sind weder Geschenke noch dazu da, für unsere Unterhaltung missbraucht zu werden!

Klaas „schenkt“ Schmitti zum Geburtstag eine lebende Echse

Für die Show Late Night Berlin haben Klaas und sein TV-Produzent Jakob Lundt ihrem Kollegen Thomas Schmitt eine lebendige Echse zum Geburtstag „geschenkt“. Klaas, Jakob und Thomas betreiben gemeinsam den Podcast Baywatch Berlin, Thomas Schmitt ist hier Creative Director. Immer wieder haben seine Kollegen ihm in diesem Rahmen angedichtet, exotische Tiere zu besitzen. Tatsächlich hält „Schmitti“, wie seine Kollegen ihn nennen, jedoch nur Katzen, möchte auf gar keinen Fall exotische Tiere bei sich zu Hause halten und findet das „Geschenk“ entsprechend daneben.

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Trotzdem missbrauchen Klaas und sein Team als „Gag“ vermutlich eine Teju-Echse, die in Südamerika ansässig ist, für einen zweiteiligen Videobeitrag mit insgesamt 40 Minuten Länge. Während des gesamten Beitrags sind Klaas, Jakob und Schmitti mit der Echse zu sehen. Sowohl auf der Straße als auch im Auto sowie im Innen- und Außengeländes eines Brandenburgers Dinosaurier Parks, den die Filmcrew für den Beitrag besucht. Dabei ist „Fantastico“, wie Klaas die Echse tauft, nahezu durchgehend auf dem Arm eines Protagonisten zu sehen.

Im ersten Teil wird die Echse zwischenzeitlich in eine Plastikbox gesetzt, ehe sie wieder hochgenommen und getragen wird. Offensichtlich fand der Dreh zu kalten Außentemperaturen statt, denn alle Beteiligten trugen dicke Winterjacken. Zu Beginn des Videos spricht Klaas ein, dass die Echse kein echtes Geschenk sei und sich der Tiertrainer permanent, aber nicht sichtbar in der Nähe aufhielte. Später im Dinosaurierpark stellt das Trio mit der Echse Szenen aus Jurassic Park nach.

Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten

Immer wieder missbraucht die Film- und Musikindustrie Wildtiere und Exoten. Im Fall von Fantastico riskieren Klaas und sein Team gesundheitliche Schäden für das Tier: Echsen wie der Teju sind auf ein warmes Temperaturgefälle zwischen 20 bis 40°C bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90 Prozent angewiesen. [1, 2] Das gilt für die Sommerzeit. Echsen überwintern zwar und fahren ihre Körpertemperatur und damit auch ihren Stoffwechsel herunter. [3] Es ist aber selbsterklärend, dass man die Tiere in dieser Zeit nicht stören und sie in Ruhe lassen sollte. Allein der Blick eines Menschen kann ein exotisches Tier in Todesangst versetzen, da die Wildtiere den Umgang mit Menschen nicht gewohnt sind. Eine Echse oder andere Tiere für eine Show auszubeuten, ist für das Tier immer mit Stress verbunden – und als Geschenke eignen sich fühlende Lebewesen sowieso nicht.

Ihr denkt darüber nach, euch eine Schlange, Schildkröte oder Echse zu holen?

Lasst das bitte! Wir erklären euch, warum exotische Tiere nichts bei euch zu Hause verloren haben. Wenn euch TV-Produktionen auffallen, für die Tiere eingesetzt werden, könnt ihr außerdem den Fernsehsender direkt anschreiben und sagen, dass ihr den Einsatz echter Tiere für Unterhaltungszwecke daneben findet.

[1] Zootier Lexikon: Schwarzweisser Teju, https://www.zootier-lexikon.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=2452:schwarzweisser-teju-tupinambis, (eingesehen am 08.12.2020)

[2] Bundestierärztekammer e.V. (31.10.2014): Echsen wie Bartagame und Leopardgecko brauchen Winterpause, https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/archiv/27/2014/winterpause-fuer-kleine-drachen/1160, (eingesehen am 08.12.2020)

[3] Reptiliendoktor: Lebenselixier Wärme, https://www.reptiliendoktor.com/artikel/lebenselixier-waerme/, (eingesehen am 08.12.2020)