Bitte trinkt keinen Kaffee, den Schleichkatzen ausgekackt haben

Kann man sich nicht ausdenken: Kopi Luwak ist Kaffee aus dem Magen von Schleichkatzen. Und Tierquälerei.

© PETA Asia

Fleckenmusangs sind kleine Raubtiere, die zu den Schleichkatzen gehören, und vor allem in Asien und Afrika leben. Neben Insekten, Würmern und Nüssen ernähren sie sich auch von Kaffeefrüchten – und das nutzen die Menschen aus. Die Musangs verdauen nämlich nur das Fruchtfleisch der Kaffeefrüchte und scheidet die Bohne wieder aus. Diese im Magen der Musangs fermentierten Kaffeebohnen gelten unter dem Namen Kopi Luwak als Delikatesse und werden für mehrere hundert Euro pro Kilo gehandelt.

Um mit Kopi Luwak Geschäfte zu machen, lohnt es sich für die Händler nicht, in Freiheit lebenden Schleichkatzen hinterherzulaufen und ihre Hinterlassenschaften aufzusammeln. Deshalb fangen sie die Tiere ein, sperren sie in kleine Käfige und füttern sie ausschließlich mit Kaffeefrüchten, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Kopi Luwak einsammeln zu können.

Wie eine Videorecherche von PETA Asia schon vor ein paar Jahren gezeigt hat, sorgen die einseitige Ernährung und das Eingesperrtsein bei den Musangs für Nährstoffmangel, gesundheitliche Probleme und Stress. Selbst Tiere, die nach Jahren wieder freigelassen werden, weil sie nicht mehr genug Kopi Luwak „produzieren“, sind oft so krank und geschwächt, dass sie nicht mehr lange überleben.

Kopi Luwak wird oft falsch als „Wildlese“ etikettiert, auch wenn er von eingesperrten Schleichkatzen stammt. Die Käufer wissen oft nicht, welche Tierquälerei sie damit unterstützen.

Deshalb: Kauft bitte keinen Kopi Luwak. Bittet eure Freunde und Familie, keinen Kopi Luwak zu kaufen. Nicht im Urlaub, nicht zum Ausprobieren, nicht zum Spaß. Dahinter steckt ziemlich sicher Tierquälerei.

Keine Sorge, Kaffee geht auch ohne Tiere. Diese veganen Kaffeegetränke für unterwegs sind nicht nur ohne Schleichkatzen, sondern ganz ohne Tierprodukte hergestellt.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Macht mit beim Welttag zur Abschaffung der Fischerei!

Am 30. März 2019 steigt wieder der Welttag zur Abschaffung der Fischerei. Das könnt ihr tun, um zu helfen.

Was war noch mal das Problem mit der Fischerei? Ach ja, dass sie jedes Jahr weltweit 970 bis 2.700 Milliarden Fische tötet. Sobald man einen Fisch aus dem Wasser zieht, zeigt er deutliche Zeichen von Schmerz und Stress. Er zappelt, windet sich und schnappt nach Luft. Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt seine Schwimmblase, der Magen quillt ihm aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während er langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt. Oft werden Fische auch noch lebend und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und ausgenommen. Mal ganz abgesehen von den Tausenden Meeresschildkröten, Delfinen und Vögeln, die in den Fischereinetzen ums Leben kommen.

Damit das endlich aufhört, haben 32 Organisationen weltweit die Kampagne „Ein neuer Blick auf Fische“ ins Leben gerufen, die am 30. März den Welttag zur Abschaffung der Fischerei organisiert. Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, dass Fische und andere Meereslebewesen Individuen sind, die in vieler Hinsicht so schlau sind wie Hunde und ein Schmerzempfinden haben, auch wenn Menschen ihnen das oft nicht ansehen können. Am Welttag zur Abschaffung der Fischerei kann jeder etwas für die Rettung der Fische tun.

Und so macht ihr mit:

  • Organisiert Veranstaltungen. Das kann eine kleine Flyeraktion sein oder ein Vortrag an eurer Schule. Werdet kreativ!
  • Teilt online Artikel und Videos zum Thema. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel unsere Infoseite zum Thema Fisch oder auch unser Liste mit veganen Fischalternativen.
  • Engagiert euch in der Kampagne. Gerade für Deutschland werden noch Übersetzer und freiwillige Helfer gesucht. Kontakt: [email protected].

Ihr wollt euch auch zu anderen Themen für Tierrechte engagieren? Kommt ins Streetteam!