Was bitte sind Blutfarmen?

Wie Pferde auf Blutfarmen zu Tode gequält werden und was jeder von uns dagegen tun kann.

Was sind Blutfarmen?

Blutfarmen sind südamerikanische Pferdefarmen, auf denen schwangere Pferde gehalten werden. Man nimmt ihnen dort Blut ab, um an das Hormon PMSG (Pregnant Mare’s Serum Gonadotropin) zu kommen. PMSG wird Sauen in der Schweinezucht verabreicht, damit sie ihre Ferkel gleichzeitig bekommen und so die Zucht leichter planbar und damit wirtschaftlicher wird. PSMG kann auch dafür sorgen, dass Sauen mehr Ferkel bekommen, und die Pubertät verkürzen, sodass junge Sauen früher besamt werden können.

Was ist so schlimm daran?

Schwangere Tiere einzusperren und ihnen immer wieder Blut abzunehmen ist schon schlimm genug. Aber Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie brutal es auf Blutfarmen wirklich zugeht. Freilebende Pferde werden gefangen, eingesperrt und geschlagen. Arbeiter nehmen ihnen ein- bis zweimal pro Woche bis zu zehn Liter Blut ab – dabei hat ein Pferd insgesamt nur etwa 45 Liter Blut. Ungefähr 30 Prozent der Pferde sterben daran. Die überlebenden dürfen ihre Babys nicht bekommen. Wenn sie nicht schon im Mutterleib sterben, werden sie brutal abgetötet, indem Arbeiter zum Beispiel die Gebärmutter von Hand einritzen. Tiere, die nicht mehr schwanger werden, landen im Schlachthof.

Was hat das mit uns zu tun?

Das PMSG, das die Blutfarmen den Pferden abnehmen, landet auch in der deutschen Schweinezucht. 2019 veröffentlichte der Deutsche Bundestag Zahlen zum Verbrauch des Hormons in Deutschland. Danach sind vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2016 rund 4 Millionen Einzeldosen PMSG eingesetzt worden. Vom 1. Februar 2016 bis zum 31. Januar 2019 sind es vermutlich ungefähr 6,4 Millionen Einzeldosen. Das Hormon stammt aus den Niederlanden, Island, Argentinien und Uruguay, also unter anderem aus genau den Ländern, aus denen die schlimmen Zustände auf den Blutfarmen bekannt sind. Dass es Schweinen in der Schweinezucht hierzulande extrem schlecht geht, wissen wir. Wer Schweinefleisch kauft, unterstützt außerdem ganz direkt Pferdequälerei.

Was können wir tun?

Solange wir Tierprodukte wie Fleisch, Milch, Eier, Leder oder Wolle kaufen, unterstützen wir damit Tierquälerei. Dabei geht es auch anders, und es ist gar nicht so schwer. Je mehr Menschen vegan leben, desto weniger Tiere werden gequält und getötet.

Probiert es wenigstens mal aus – unser Vegan Kickstart kennt jede Menge Tipps und Tricks.

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Der erste Schritt
Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang per Mail mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

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Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
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Neue Bilder zeigen, wie ein Mastbetrieb in Niedersachsen Enten und Schweine quält

Die Tiere sind schwach, krank und verletzt. Ihr Fleisch landet in Supermärkten und Restaurants.

Tausende Enten in einer großen Halle, die teilweise auf ihrem eigenen Kot leben. Sie bewegen sich oft kaum noch, leiden unter Beinfehlstellungen und sind verschmutzt, weil sie keine Wasserstelle haben, um sich zu waschen. Sie sind auf unnatürliche Größe gezüchtet und leiden darunter. Einige von ihnen liegen auf dem Rücken und kommen aus eigener Kraft nicht mehr auf die Beine. Nachdem 2012 schon solche Bilder aus einem Mastbetrieb in Niedersachsen aufgetaucht waren, hatte PETA Anzeige erstattet. Neue Bilder zeigen jetzt: 2017 hat sich nichts geändert.

Der Betrieb in Melle belieferte damals unter anderem Wiesenhof, das die Zusammenarbeit nach der PETA-Recherche beendete. Inzwischen werden die toten Enten an Tomassen Duck-To B.V. geliefert, das zur Bangkok Ranch gehört, einem der weltweit größten Händler mit Entenprodukten. Um die Tiere zu töten, halten Mitarbeiter sie an den Flügeln fest, schneiden ihne ohne Betäubung die Kehle durch und werfen sie teilweise noch flatternd in eine Mülltonne, wo sie wahrscheinlich langsam verbluten oder an ihrem eigenen Blut ersticken. Ihr Fleisch landet anschließend in Supermärkten und Restaurants. So hat PETA beispielsweise Tomassen-Fleisch in der Kühltruhe bei Edeka entdeckt.

Auch in der Schweinemastanlage des Mästers sieht es schlimm aus. Verletzte Schweine liegen auf harten Spaltenböden in völlig verdreckten und engen Buchten. Einige Tiere leiden unter geschwollenen Gelenken, Abszessen oder angenagten Ohren und darunter, dass ihnen die Ringelschwänze abgeschnitten wurden. Eine solche Haltung führt zu Bissverletzungen und verstörten Tieren, die im sogenannten Hundesitz sitzen und teilweise entzündete Augen haben. PETA hat erneut Anzeige gegen den Mäster erstattet.

Ihr wollt, dass sich jetzt schon etwas tut? Probiert 30 Tage lang das vegane Leben aus, um solche Betriebe nicht mehr zu unterstützen.