Breuninger stoppt den Pelzverkauf

Tiere verprügeln, vergasen und ihnen das Fell abziehen, um daraus „Mode“ zu machen? Die Kaufhauskette Breuninger macht da nicht mehr mit.

Gute Nachrichten aus Stuttgart: Die Kaufhauskette Breuninger, die deutschlandweit Filialen betreibt, will ab 2020 den Pelzverkauf stoppen. Dann soll es weder im Laden noch im Onlineshop Kleidung oder Accessoires aus Tierfellen geben. Noch hat Breuninger viele solcher Produkte im Sortiment.

Seit 10 Jahren hat PETA immer wieder mit Aktionen darauf hingearbeitet, dass Breuninger Pelz aus seinen Regalen verbannt. Die Tierfreunde verkleideten sich als gehäutete Menschen, Sensenmänner, mit Fuchsmasken und stiegen in Särge, um den Konzern und Verbraucher über das Leid der Tiere in der Pelzindustrie aufzuklären. Denn Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr ganzes Leben in überfüllten, verdreckten Käfigen. Am Ende werden sie zu Tode geprügelt, vergast oder durch anale Stromstöße getötet. Einigen Tieren reißen die Arbeiter das Fell bei lebendigem Leib vom Körper. Auch in Europa werden Nerze und Füchse für Bekleidung getötet: In Deutschland ist derzeit noch eine Farm in Betrieb.

Es tut sich viel in der Modebranche: Auch die Mercedes-Benz Fashion Week wird pelzfrei.

Bekleidung

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So unterscheidet ihr echten Pelz von Kunstpelz

Ob als Kapuzenfutter, Mützenbommel oder Kragenbesatz – Produkte mit Pelz oder Pelzbesatz sind überall. So erkennt ihr, ob sie aus Tierhaaren sind.

Struktur-Probe:

Pustet leicht über den Pelz. Bei echtem Fell legt sich das dicke Deckhaar zur Seite und ihr könnt meist die leicht gekräuselte und feine Unterwolle erkennen. Kunsthaar ist starrer und weniger leicht beweglich, häufig gleichlang geschnitten und durch statische Aufladung etwas klebrig im Griff.

Leder-Check:

Echtpelz wird mitsamt der Tierhaut gewonnen und verarbeitet. Wenn ihr beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz Leder seht, handelt es sich um echtes Tierfell. Bei Kunstpelz ist stattdessen eine gewebte Textilschicht zu sehen.

Feuer-Test:

Bei Teilen, die ihr schon gekauft habt, könnt ihr einzelne Haare herausreißen und anzünden. Echtpelzhaare verbrennen genauso wie menschliches Haar mit Horngeruch, während Kunsthaar wie Plastik zu Klümpchen schmilzt und auch so riecht.

Übrigens: Gut gemachter Kunstpelz kann teurer sein als Billigpelz aus China. Der Preis ist also bei der Unterscheidung nicht unbedingt ein Anhaltspunkt. Einige große Modeketten wie H&M, Esprit, s.Oliver oder Hallhuber verkaufen aus Tierschutzgründen schon ausschließlich Kunstpelz. In anderen Läden lohnt es sich immer, den Test zu machen. Im Zweifelsfall rät PETA aber dazu, die Finger von verdächtigen Pelzen zu lassen. Denn eine 100-prozentige Identifikation liefern nur teure Laboruntersuchungen.