Buchtipp: Warum dauert es so lange, bis es besser wird?

In seinem neuen Buch beleuchtet Dolf Hermannstädter Hardcore, Punk und Evolution in gesellschaftspolitischen Kommentaren und Analysen.

Dolf Hermannstädter ist einigen von euch, die sich in der Punk- und/oder Hardcore-Szene herumtreiben, sicher ein Begriff. Falls nicht, dann lasst euch das hier auf keinen Fall entgehen:

Denn Dolf Hermannstädter ist nicht nur der Herausgeber des Trust-Magazins, einem Hardcore-Punk-Zine, dass es bereits seit 1986 gibt, nein, er ist auch Autor – und hat vor kurzem sein zweites Buch „Warum dauert es so lange, bis es besser wird? Hardcore, Punk, Evolution“ veröffentlicht.

Hier findet ihr Dolfs Trust-Magazin-Kolumnen gebündelt auf 200 Seiten – von 2007 bis 2020. Eine Sammlung aus Ereignissen, Eindrücken und ein Stück Geschichte der Hardcore- und Punk-Szene, aber auch über uns Menschen, unseren Konsum und unser Verhalten.

Was Musik mit sozial-gesellschaftlicher Kritik zu tun hat? Seit ihrer Entstehungsgeschichte steht die Punk- und Hardcore-Szene für das Umdenken, für das Mitdenken und das Mitfühlen. Für alle Lebewesen!

Zahlreiche Musiker aus der Hardcore- und Punk-Szene sind seit vielen Jahren vegan, engagieren sich im Tier- und Umweltschutz, darunter beispielsweise Doyle Wolfgang von Frankenstein, der Gitarrist von den Misfits. Und auch John Joseph McGowan, Sänger der Cro Mags.

In „Warum dauert es so lange, bis es besser wird?“ geht es um Arbeit, Konsum, Mitmenschen, Lifestyle und mehr – „von Dolf Hermannstädter aus einer Perspektive beleuchtet, die wie selbstverständlich Punk und Hardcore als Quintessenz der eigenen politischen Praxis immer mitdenkt“ (Quelle: Ventil Verlag).

Was Du tun kannst

Ihr wollt die vegane Ernährung ausprobieren? Dann meldet euch beim Veganstart an und erhaltet kostenlose Tipps und Tricks rund um die Themen vegane Ernährung, vegane Lebensweise, Tier- und Umweltschutz.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Traurige Jagdbilanz: Diese Tiere töten Jäger am häufigsten

In jeder Jagdsaison werden in Deutschland Millionen Tiere getötet. Alle Infos dazu gibt's hier!

Jedes Jahr im Herbst und Winter werden in Deutschland Millionen Tiere gejagt, denn in den kalten Monaten beginnt die Jagdsaison. Und auf einige Tierarten haben es Jäger ganz besonders abgesehen.

Nach jeder Jagdsaison veröffentlicht der Deutsche Jagdverband eine Statistik, die aufzeigt, wie viele Tiere von welcher Tierart in der jeweiligen Saison getötet wurden. Die Zahlen der Jagdsaison 2018/2019 sind erschreckend:

Mehr als 1,25 Millionen Rehe

Allein in Deutschland wurden in der Jagdsaison 2018/2019 über eine Million Rehe von Jägern getötet. Die scheuen Tiere sind besonders lukrativ, denn die Jäger verkaufen ihr Fleisch als Wildfleisch. Außerdem stehen sie auf der Abschussliste, weil sie angeblich für sogenannte Wildschäden in Wäldern verantwortlich sind und damit Bäumen und Trieben schaden. Ein weiterer Grund für die Jagd von Rehen: Jäger haben ihre größten natürlichen Feinde – die Wölfe – weitgehend ausgeschaltet. Paradoxerweise rechtfertigen Jäger den Abschuss von Rehen damit, dass sie die Wölfe ersetzen müssen, um der Vermehrung der Tiere entgegenzuwirken.  

Fast 600.000 Wildschweine

Außerdem töteten Jäger in der Jagdsaison 2018/2019 rund 600.000 Wildschweine. Einer der Gründe für diese hohe Zahl ist die Panikmache vor der Afrikanischen Schweinepest. Viele Landwirte haben Angst, dass sich die Seuche in Deutschland noch weiter ausbreitet und von den Wildschweinen auf die Schweine in der Mast übergeht. Das sogenannte Schwarzwild wurde daher großflächig zum Abschuss freigegeben, und es begann eine regelrechte Hetzjagd, bei der vermehrt Drückjagden durchgeführt und unzählige Wildschweine in regelrechten Massakern getötet wurden. Besonders unnötig erscheint dies vor dem Hintergrund, dass Wildschweine Studien zufolge mehr Nachwuchs bekommen, wenn sie stärker bejagt werden.

Wildschweine wühlen bei der Futtersuche den Waldboden auf und tragen so zur Verjüngung des Waldes bei. Für einen gesunden und starken Wald sind sie daher unerlässlich.

Über 420.000 Füchse

Im Jagdjahr 2018/2019 wurden in Deutschland über 420.000 Füchse von Jägern getötet. In vielen Bundesländern kommen dabei noch immer brutale Methoden wie die Fallenjagd zum Einsatz. In Totschlagfallen werden die wehrlosen Tiere bei lebendigem Leib geradezu zerquetscht und verstümmelt. Zahlreiche Füchse geraten mit ihren Pfoten oder ihrem Gesicht in die Falle und sterben einen langsamen und qualvollen Tod. Jäger begründen die Fuchsjagd mit dem längst widerlegten Argument, sie diene der Regulierung der Fuchsanzahl. Wissenschaftler sind sich mittlerweile jedoch einig, dass die Jagd zum Anstieg der Geburtenrate führt, denn die hohe Zahl getöteter Füchse wird durch Nachwuchs und Zuwanderung ausgeglichen und überkompensiert. Der wahre Grund für die Fuchsjagd liegt darin, dass viele Jäger Füchse als Konkurrenten bei der Jagd erachten.

Füchse tragen zur Gesundheit der Wälder bei: Sie erbeuten schwache und kranke Tiere, sodass sich Krankheiten unter den Tieren nicht weiter ausbreiten können.

Mehr als 400.000 Wildtauben

Wildtauben gehören zu den meistgetöteten Tieren in der Jagdstatistik. 2018/2019 wurden hunderttausende Tauben von Jägern erschossen, weil sie angeblich Schäden auf Getreidefeldern verursachen – häufig werden daher ganze Schwärme zum Abschuss freigegeben. Hinter der Taubenjagd steckt jedoch oft die reine Freude der Jäger an ihrem brutalen Hobby; so erhalten revierlose Jäger gelegentlich mit einer Sondergenehmigung für die Taubenjagden die Möglichkeit zum Töten.

Tauben verbringen ihr ganzes Leben zusammen mit ihrem Partner an einem Ort – gemeinsam ziehen die Taubeneltern ihren Nachwuchs groß.

Unzählige weitere Opfer der Jagd

Neben Rehen, Wildschweinen, Füchsen und Tauben fallen unzählige weitere Tiere der Jagd zum Opfer. In der Jagdsaison 2018/2019 waren das inklusive sogenanntem Fallwild (Tiere, die nicht von Jäger getötet wurden, sondern beispielsweise durch Krankheit oder Verkehrsunfälle starben):

  • 277.158 Wildenten und 107.604 Wildgänse
  • 191.854 Feldhasen
  • 166.554 Waschbären
  • 79.900 Dachse
  • 44.005 Steinmarder, 8.373 Iltisse, 6.306 Baummarder und 3.247 Wiesel
  • 85.832 Fasane
  • 61.953 Nutria
  • 29.110 Marderhunde

Außerdem wurden tausende Waldschnepfen, Mufflons, Gämse und Rebhühner gejagt und getötet.

Was die Jagdstatistik verschweigt

Einige Tierarten, die der Jagd ebenfalls regelmäßig zum Opfer fallen, tauchen in der offiziellen Statistik gar nicht erst auf, zum Beispiel Hunde und Katzen. In Deutschland werden jedes Jahr schätzungsweise 200.000 freilaufende Hauskatzen von Jägern getötet, weil sie angeblich eine Gefahr für die Vogelpopulation darstellen.

Auch Tiere, die bei der Jagd angeschossen oder verletzt wurden, die der Jäger anschließend aber nicht finden konnte, werden statistisch nicht erfasst. Das Gleiche gilt für illegal erschossene Tiere – wie geschützte Arten oder während der Schonzeit getötete Tiere – oder Jagdopfer, die aus Bequemlichkeit nicht erfasst wurden. Auch zahlreiche Menschen werden bei Jagdunfällen jedes Jahr von Jägern verletzt oder sogar getötet.

Ihr wollt wissen, warum die Jagd nicht nur grausam, sondern auch sinnlos ist?

Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist die Jagd nicht nur brutale Tierquälerei, sondern auch noch sinnlos, denn Wildbestände regulieren sich von selbst.