Vegane Nuggets bei Burger King: Nicht einmal vegetarisch?

Bei Burger King gibt's jetzt pflanzliche Nuggets – doch viele fragen sich, ob die Alternative überhaupt vegetarisch ist.

Instagram / Burger King

Wie viele vielleicht schon mitbekommen haben: Seit dem 1. September 2020 hat Burger King sein Angebot um pflanzliche Chicken Nuggets erweitert. Doch nach anfänglicher Begeisterung sind viele Veganer jetzt unsicher, ob das Produkt überhaupt als vegetarisch durchgeht.

Der vegetarisch-vegane Markt boomt seit Jahren – und auch Fast-Food-Ketten wie McDonald’s oder Burger King bieten ihren Kunden vermehrt tierfreundliche Optionen an. Die neuen pflanzlichen Nuggets kommen komplett ohne tierische Inhaltsstoffe aus! Die Nuggets stammen von „The Vegetarian Butcher“ und sind auf Weizen- und Sojabasis und für den knackigen Biss mit Cornflakes ummantelt. Zu den neuen Nuggets gibt’s verschiedene tierfreundliche Dips wie Ketchup, BBQ, Mild Curry, Salsa Extra Hot oder Sweet Sour – für jeden Geschmack ist das Passende dabei.

Damit die Nuggets richtig schön knusprig werden, werden sie frittiert. Doch hier sehen manche ein Problem: Wie die pflanzlichen Patties des Rebel Whoppers werden auch die neuen Nuggets im gleichen Fett wie die King Nuggets zubereitet. Aus diesem Grund deklariert Burger King die neuen Nuggets weder als vegan noch als vegetarisch.

Ist es okay, wenn veganes Essen zusammen mit Fleisch zubereitet wird?

Persönlicher Ekel ist eine Sache – aber aus ethischer Sicht sind die Produkte nicht weniger vegan, wenn pflanzliche Produkte wie Nuggets oder Burger-Patties im selben Öl wie tierische Produkte gegart werden. Bei veganen Optionen geht es nämlich nicht um die persönliche Vorstellung von Reinheit der Produkte, sondern darum, dass für das Essen keine Tiere gelitten haben. Es spielt also keine Rolle, ob der vegane Burger auf dem Grill das Fleischwürstchen berührt oder pflanzliche Nuggets im gleichen Fett frittiert werden wie Chicken Nuggets – das vegane Essen ist dann immer noch vegan!

Wenn ihr einmal dabei seid: Habt ihr bei Burger King schon den Plant-based Whopper probiert? Einfach ohne Mayo bestellen und schon habt ihr ein veganes Menü!

Ernährung

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Die 9 besten Fisch-Alternativen

Für ein bisschen Meeresfeeling muss niemand Tiere an Haken oder in Netzen fangen und ihre Schuppen abziehen. Hier kommen die besten veganen Alternativen.

Meeressalate

Frutti Di Mare in vegan? Wer braucht schon „Meeresfrüchtesalat“, wenn er Meeressalate auf Algenbasis mit pflanzlichen Proteinen haben kann! Dazu ist es sowohl inhaltlich als auch ethisch nicht richtig, Meerestiere mit Früchten gleichzusetzen, denn Tintenfische, Krebstiere und Co. fühlen nachweislich Schmerz – was für Früchte nicht gilt. Nordic Oceanfruit fanden es ebenfalls weder gesund noch cool, unsere Meere weiter auszubeuten. Für ihre innovativen Produkte haben wir ihnen den Vegan Food Award 2020 in der Kategorie „Beste Meeresfrüchtealternativen“ verliehen.

© Oceanfruit GmbH

Fischstäbchen

Wenn es sowieso nicht um die Fischigkeit geht, sondern um viel krosse Panade um eine weiche Füllung im handlichen Format, dann kann auch gleich Gemüse drin sein statt zermatschtem Tier. Bei Aldi Nord findet ihr vegane Fischstäbchen und für Tofu-Fans gibt es außerdem die Knusperstäbchen von Viana. Alle, die lieber Seitan mögen können die Vischstäbchen von Vegafi essen.

Sushi

Roher Fisch ist nicht nur wegen Antibiotika-Rückständen, Quecksilber und sonstiger Gifte eine komische Idee, sondern vor allem aus Prinzip. Schließlich fühlen auch Fische Schmerzen und wehren sich, solange sie können, dagegen, stückchenweise auf Reis zu enden. Am einfachsten ist es, stattdessen Maki mit Gurke, Rettich oder Avocado zu bestellen. Wer täuschend echte Nigiri basteln will, überbrüht dafür eine Tomate mit heißem Wasser, zieht ihr die Haut ab und schneidet sie passend in dünne Scheiben.

Fischsoße

Vor allem in der asiatischen Küche werden Gerichte oft mit Fischsoße, Austernsoße oder Shrimpspaste gewürzt, aber auch in klassischer Worcestershire-Soße stecken kleine Fische. Je nach Rezept kann man einfach Sojasoße verwenden, vegane Worcestershire-Soße wie die von Sanchon kaufen oder im asiatischen Supermarkt nach Würzsoßen auf Pilzbasis Ausschau halten.

Thunfischsalat

Das Wichtigste am Thunfischsalat ist die Mayo. Die vegane Version davon kann man entweder fertig kaufen oder selbst machen. Dann nur noch grob zermatschte Kichererbsen, fein gewürfelte Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Paprika untermischen, nach Geschmack würzen und auf dem Brot verteilen. Wer es besonders ozeanmäßig mag, kann außerdem noch essbare Algen wie Wakame oder Kombu hinzufügen.

Kaviar

Nicht unbedingt das Hauptnahrungsmittel der meisten von uns, aber auch für vegane Luxusmenschen hat die Fischalternativen-Industrie gesorgt. Die kleinen schwarzen Kügelchen sind keine ungeschlüpften Fische, sondern bestehen aus Algen und sind für ein paar Euro bei Ikea und in vielen veganen Onlineshops oder bei Kaufland zu bekommen.

© S. Schalthöfer / Think Vegan

Shrimps

Die tierleidfreie Shrimps-Version ist auch gebogen und hat ebenfalls die roten Streifen drauf. Ihr könnt sie anbraten und gut in Sommerrollen oder auf einem Sandwich verwenden.

Fischsteak

In vielen Kühltruhen in Asia-Läden liegen die Fischsteaks in der Nähe der Shrimps. Lasst euch von der imitierten Hautstruktur außenrum nicht abschrecken, denn diese Steaks schmecken gar nicht schlecht und sogar etwas nach Meer.

Tintenfischringe

Diese Teile müssen zäh sein und sind es auch. Schön in der Pfanne frittiert brauchen die Ringe nur noch durch Aioli, Mayo oder eine Soße eurer Wahl gezogen werden, bevor sie in den Mund wandern. Die veganen Tintenfischringe gibt es ebenfalls in vielen Asia-Läden.

Noch mehr vegane Produkte kennt unser Einkaufsguide, und wir haben auch jede Menge Rezepte für euch.