Warum die Pferdeshow Cavalluna reinste Tierquälerei ist

Kann man Pferde lieben und gleichzeitig zu einer Show wie Cavalluna gehen? Was ihr dringend wissen müsst.

Von sehr weit weg könnte man fast auf die Illusion hereinfallen: wehende Mähnen, dramatische Musik, „magische“ Stimmung. Aber sobald man auch nur ein bisschen genauer hinsieht, wird klar, wie brutal Pferdeshows wie Cavalluna tatsächlich mit den Tieren umgehen. Dass zum Beispiel deren Kopf bei der sogenannten Rollkur fast bis zur Brust gezogen wird, damit sich der Hals rund biegt, tut den Pferden weh und hindert sie am Atmen. Sie werden oft mithilfe von Sporen oder Peitschen gefügig gemacht und müssen Lichtshows und Feuer ertragen – dabei sind sie schreckhafte Fluchttiere, denen so etwas leicht Angst macht. Was aufs Publikum romantisch wirken soll, ist für die Pferde in Wahrheit die Hölle.

Und wie so oft, wenn Tiere zu Unterhaltungszwecken gehalten werden, hört die Tierquälerei nach der Show nicht auf. Für die Cavalluna-Show „Welt der Fantasie“ werden ungefähr 60 Pferde in engen Transportern von einer Stadt zur nächsten gezogen und dort bis zur Show in improvisatorisch aufgestellte Boxen gesteckt. In Freiheit sind Pferde etwa 16 Stunden am Tag in Bewegung und laufen weite Strecken. Sie wollen unter Artgenossen sein, nicht alleine eingesperrt. Cavalluna nimmt ihnen alles, was sie für ein tiergerechtes Leben brauchen. Wer solche Shows besucht, unterstützt Tierquälerei.

Hier sind 10 Wege, wie jeder von uns Tieren helfen kann.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Wie realistisch ist die neue „König der Löwen“-Verfilmung?

Computergenerierte Elefanten, singende Warzenschweine und ein Löwe, der keine Zebras mehr essen will. Wie viel Echtes steckt im neuen „König der Löwen“?

Am Eröffnungswochenende waren die Kinos voll. 25 Jahre, nachdem die Zeichentrick-Version von „König der Löwen“ anlief, die schließlich zum erfolgreichsten Zeichentrick-Film aller Zeiten wurde, will Disney den Erfolg mit einer Realverfilmung wiederholen. Die Frage ist nur: Wie real ist das alles überhaupt?

CGI statt echter Tiere

Statt echte Löwen, Zebras oder Hyänen zu filmen, setzt Disney beim neuen „König der Löwen“ komplett auf CGI, also auf computergenerierte Bilder. Die Tiere sehen unfassbar echt aus und beweisen damit mal wieder, dass man für solche beeindruckenden Werke keine wirklichen Tiere quälen muss. Denn denen geht es in Hollywood meist richtig schlecht. Wenn Filme echte Tiere einsetzen, passiert das oft mithilfe von Schlägen, Futterentzug und Elektroschock. Dafür, dass Disney hier ein Zeichen gegen solche Praktiken setzt, hat PETA USA neben Regisseur Jon Favreau auch den Hauptsprechern Beyoncé, Donald Glover, John Oliver und James Earl Jones ein Dankeschön in Form veganer Löwenpralinen geschenkt.

Philosophische Fragen

Auch wenn der neue „König der Löwen“ optisch wie der beste Dokumentarfilm ever wirkt, verhalten sich die Tiere darin nicht ganz so wie in der Wirklichkeit. In Sachen Story bleibt Favreau nah am Zeichentrick-Original, wo die Tiere sprechen, singen und sich mit philosophischen Fragen auseinandersetzen. So guckt sich der junge Löwe Simba bei seinen neuen Freunden Pumbaa, dem Warzenschwein, und Timon, dem Erdmännchen, nicht nur die „Hakuna Matata“-Lebenseinstellung ab, sondern auch eine spezielle Form des Karnismus: Zebras essen ist nicht okay, Würmer essen aber schon. Ist das jetzt natürlich? Und gilt das Recht des Stärkeren, wenn wir es mit rationalen, emotionalen Tieren zu tun haben, die in einer geordneten Gesellschaft leben? Solche Fragen müssen sich echte Löwen eigentlich nicht stellen, aber der Film zeigt, wie relevant sie werden, sobald wir es mit menschlicheren Wesen zu tun haben.

Angucken?

Wenn ihr Lust auf beeindruckende Bilder und ein großes Kino-Abenteuer habt, das gar nicht so weit von der Zeichentrick-Story entfernt ist: auf jeden Fall. Und nehmt unbedingt diejenigen eurer Freunde und Familienmitglieder mit, die immer noch glauben, dass man echte Tiere quälen muss, um solche Filme zu drehen. Vergesst außerdem nicht, für die zwei Stunden ausreichend vegane Snacks einzupacken!

Und hier sind alle Infos zu veganem Kram im Kino.