Corona: Warum ihr euch jetzt kein Haustier kaufen solltet

Euch ist zu Hause langweilig und ihr habt im Baumarkt richtig süße Kaninchen gesehen? Lasst bloß die Finger davon!

Keine Frage, es sind schwierige Zeiten. Wenn man sich gerade keine Sorgen macht, ist einem langweilig, und so richtig knuddeln wäre auch mal wieder schön. Da kann man schon verstehen, dass viele Leute gerade beim Spaziergang zum Baumarkt, Gartencenter oder an der Zoohandlung vorbei auf die Idee kommen, eins der süßen Kaninchen oder ein paar putzige Rennmäuse zu kaufen, um sich das Leben in Isolation ein bisschen schöner zu gestalten. Allerdings solltet ihr das auf gar keinen Fall tun.

Denn erstens ist es nie gut, Tiere in Zoohandlungen, Baumärkten oder Gartencentern zu kaufen. Sie kommen meist von dubiosen Züchtern, die nur auf Profit aus sind und die Tiere deshalb richtig schlecht behandeln. Die Elterntiere werden als Gebärmaschinen gebraucht, und wenn man ihnen ihre Kinder dann weggenommen hat, werden die im Laden in kleine Käfige gesperrt und leben unter ständigem Stress. Kein Wunder, dass man das Gefühl bekommt, sie „retten“ zu müssen, indem man sie kauft. Aber leider unterstützt man damit diese Industrie nur. Außerdem sind Kaninchen sowieso keine Kuscheltiere und finden menschliche Nähe oftmals gar nicht so schön, wie wir denken.

Und zweitens wisst ihr selbst, in was für einer Ausnahmesituation wir uns alle gerade befinden. Klar, aktuell hätten viele von uns Zeit, sich den ganzen Tag lang um ein Tier zu kümmern, aber wie ist das, wenn Schule, Ausbildung oder Uni wieder losgehen? Viel zu oft passiert es, dass Leute sich spontan ein Tier zulegen und es dann entweder zu Hause vernachlässigen oder ins Tierheim bringen, weil sie eben doch nicht die nötige Zeit oder Energie dafür haben. So langweilig es euch gerade sein mag: Das wird nicht so bleiben. Und ihr wollt nicht, dass sich ein Tier dann noch viel eingesperrter und einsamer fühlt, weil ihr wieder draußen eurem normalen Leben nachgeht.

Deshalb überlegt bitte doppelt und dreifach, ob ihr euch wirklich dauerhaft um ein Tier kümmern könnt. Und wenn ihr euch sicher seid, dann geht auf jeden Fall nicht in einen Laden oder zu einem Züchter, sondern ins Tierheim. Dort warten so viele Tiere auf ein neues Zuhause.

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
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Was bedeutet es, wenn Meerschweinchen „popcornen“?

Was ist eigentlich „popcornen“ und warum machen Meerschweinchen das so gerne? Wir klären auf!

Meerschweinchenhalter wissen wahrscheinlich genau, was es bedeutet, wenn Meerschweinchen „popcornen“. Nein, es bedeutet nicht, dass Meerschweinchen sich an den Popcorn-Resten bedienen, die nach dem letzten Filmabend liegen gelassen wurden. Und auch nicht, dass ihr Fell bei Wärme auf einen Schlag besonders voluminös und fluffig wird.

 „Popcornen“ ist ein Phänomen, das nur Menschen beobachten können, die Meerschweinchen – natürlich aus dem Tierheim adoptiert – in einer artgerechten Umgebung halten. Fühlen sich die kleinen Nager wohl, springen sie nämlich unvermittelt mit allen vier Beinen in die Luft und drehen sich dabei oft unwillkürlich um. Dieses Umherhüpfen erinnert an Maiskörner, die im Topf oder in der Mikrowelle zu Popcorn aufpoppen – daher der Name. Besonders bei Jungtieren kann man dieses Verhalten beobachten, da die kleinen Meerschweinchenkinder oft besonders ausgelassen und fröhlich sind.

Wenn ihr einem Meerschweinchen ein Zuhause geben wollt, schaut euch bitte im Tierheim um. Meerschweinchen, die in Zoohandlungen verkauft werden, geht es meist alles andere als gut. Eine Studie hat sogar gezeigt, dass fast alle Meerschweinchen aus Zoohandlungen unter Hautpilz leiden. Adopt, don´t shop!