Corona-Lockdown: Wie Tiere sich die Städte zurückerobern

Tiere erobern sich im Zuge der Corona-Pandemie die Städte zurück. Doch viele leiden auch ganz besonders unter der Situation.

In den letzten Tagen sorgten spektakuläre Bilder aus Ländern rund um den Globus für Schlagzeilen: Wildtiere tummeln sich in menschenleeren Städten. In Santiago de Chile ging ein junger Puma in einem Wohngebiet auf Nahrungssuche; durch San Francisco ziehen Kojoten; in Tel Aviv sieht man Schakalfamilien; durch Paris streifen Hirsche; und in den Straßen Barcelonas nutzen Wildschweine die Ruhe. Doch nicht nur in Großstädten sind solche Veränderungen zu wahrzunehmen: Im walisischen Llandudno erfreuen sich wilde Kaschmirziegen seit Tagen an den köstlichen Hecken der Stadt. Und in deutschen Gärten machen es sich Füchse schon mal auf Gartenliegen gemütlich.

Natur- und Tierschützer aus verschiedenen Ländern berichten, dass sich in städtischen wie auch ländlichen Gegenden mehr Vogelpaare zusammenfinden. Dies betrifft teilweise auch vom Aussterben bedrohte Tiere, deren Population sich nun stark erhöhen könnte. Diese Nachrichten geben uns ein gutes Gefühl. Warum? Weil sie Hoffnung machen. Hoffnung darauf, dass sich die Natur erholen und sich Räume zurückerobern kann, wenn Mensch sie lässt. In normalen Zeiten tun viele Städte alles in ihrer Macht Stehende, um Tiere möglichst fernzuhalten. Denn Wildtiere, ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse vertragen sich meist nicht mit dem Leben der Menschen und ihren Vorstellungen davon, wie Städte aussehen sollten.

In vielen Städten sind Affen auf Nahrungsreste angewiesen.
© PETA India

Doch so schön und mutmachend die Bilder sein mögen: Corona und menschenleere Städte sind für viele Tiere auch ein Problem. Einige Wildtierarten wie auch obdachlose „Heimtiere“ wie Hunde und Katzen leben von dem, was Menschen auf die Straße werfen oder Restaurants in Tonnen entsorgen. Aus vielen Städten wird bereits von hungernden Straßentieren berichtet. Die Affen, die in diesem Video zu sehen sind, leiden offenbar darunter, dass sie keine Nahrung mehr von Passanten und Touristen bekommen. Auch andere Wildtiere wie Aasgeier, die sonst die Städte von allerhand Überresten säubern, leiden unter Nahrungsmangel. Und weltweit suchen zigtausende Hunde und Katzen, die kein Zuhause haben, auf den Straßen nach etwas Essbarem. Ebenfalls besonders betroffen sind Tauben, weshalb wir uns aktuell gegen das Fütterungsverbot stark machen.

Tauben finden aktuell noch weniger Nahrung.

Viele Tierschutzorganisationen haben bereits damit begonnen, die hungernden Tiere so gut wie möglich zu versorgen – so auch die von PETA unterstützte indische Organisation Animal Rahat. In Rumänien kümmern wir uns zusammen mit unseren Partnern vor Ort um heimatlose Tiere und helfen mittellosen Familien, denen es in diesen Zeiten noch dringender an allem fehlt, bei der Versorgung ihrer Vierbeiner. Denn schon jetzt macht sich bemerkbar, dass mehr Tiere als zuvor ausgesetzt werden.

Und jetzt?

Die Tiere brauchen in diesen schweren Zeiten unsere Hilfe besonders stark. Und auch, wenn die Rückkehr von Wildtieren in unsere Städte Mut macht – die Frage lautet: Was passiert, wenn die Corona-Maßnahmen aufgehoben werden und nach und nach alles wieder läuft wie vorher? Wir müssen uns deshalb dauerhaft für den Schutz von Lebensräumen stark machen und auch in Städten Rückzugsräume für Tiere ungenutzt lassen.

So könnt ihr auch während der Corona-Krise Tieren helfen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Marina Hoermanseder hat vegane Buffalos designt

Fans der Designerin und Influencer reißen sich um die Bonbon-Schuhe. Die erste Lieferung war direkt ausverkauft.

© Marina Hoermanseder

Klobig, rosa und mit ganz viel Glitzer: Wenn irgendwer es schafft, den klassischen Buffalos noch mehr 90s-Gefühl zu verpassen, dann wohl Marina Hoermanseder. Die Designerin hat ihre Kollaboration mit der Schuhmarke schon an den Füßen der Models präsentiert, die sie bei der letzten Fashion Week in Berlin neben einem Rock aus Ananasleder und Schildern mit Nachhaltigkeitsmessage über die Laufstege schickte. Jetzt gibt es die Modelle auch zu kaufen. Und das Beste daran: Sie sind vegan.

© Buffalo Boots GmbH

Kein Wunder, dass sich Influencer und Fans der Designerin um die Stücke reißen. Der Shop meldete schon nach kurzer Zeit: ausverkauft. Nachschub soll es in knapp acht Wochen geben, dann sind neben den klobigen Plateau-Sneakern auch die spitzen Pumps mit den klassischen Hoermanseder-Schnallen wieder zu bekommen. Der Erfolg zeigt mal wieder, dass Schuhe aus Tierhäuten absolut unnötig sind und die Zukunft der veganen Mode gehört.

Buffalos sind euch ein bisschen zu krass? Hier findet ihr schlichtere vegane Sneaker.