Darum ist es keine gute Idee, Wildfleisch zu essen

Ein Rehbraten zu Weihnachten, eine Wildschweinkeule als Sonntagsessen? Warum ihr Wildfleisch lieber am Leben lasst.

Jagd ist grausam und sinnlos

Jäger erzählen gerne, dass die Jagd wichtig für die Natur oder sogar die Tiere ist. Das ist Unsinn. Wer jagt, tötet nicht nur Tiere auf brutalste Art, sondern bringt auch das natürliche Gleichgewicht durcheinander und bringt ganz nebenbei auch Menschen in Gefahr.

Wildfleisch kann gefährlich sein

Außer bei Wildschweinen, wo eine Trichinenuntersuchung vorgeschrieben ist, kann jeder Jäger selbst entscheiden, ob er eine amtliche Fleischuntersuchung anmeldet. Immer wieder weisen Überprüfungen in Wildfleisch Keime, Dauergifte wie Dioxine oder Bleirückstände durch die Jagdmunition nach. Gesund ist das nicht, dabei wird einem Wildfleisch oft als „natürlicher“ verkauft als Fleisch von Schweinen oder Kühen aus tierischer Landwirtschaft.

Wildtiere sind Lebewesen

Keine große Überraschung: Wir finden es genauso falsch, Wildschweine, Rehe oder Hirsche zu essen, wie jedes andere Tier. Wildtiere sind Lebewesen, die soziale Kontakte pflegen, Familien haben, Schmerz und Angst empfinden können und an ihrem Leben hängen. Es gibt keinen Grund, sie zu töten und zu essen.

Und übrigens bekommt ihr das perfekte Festtagsessen auch locker ohne Tiere hin.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Was die Tierhaltung mit dem Hunger auf der Welt zu tun hat

Je mehr Menschen vegan werden, desto mehr Menschen können wir ernähren. Denn die agrarindustrielle Tierhaltung verschwendet massenhaft Nahrungsmittel.

Foto: Dominik Martin

Fast 800 Millionen Menschen weltweit haben nicht genug zu essen. Das heißt, dass einer von neuen Menschen abends hungrig zu Bett geht. Laut der World Health Organization sterben zudem mehr Menschen jährlich an Hunger als an Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Und trotzdem wird ein großer Teil der Landflächen ineffizient genutzt, um darauf Getreide und Soja für Tiere anzubauen, die anschließend getötet werden. Nur damit jeder Deutsche pro Woche über ein Kilo Fleisch und Wursterzeugnisse konsumieren kann. Damit sind für eine Ernährung mit tierischen Produkten immer mehr Landflächen notwendig als für eine vegane Ernährung – Landflächen, die dann nicht mehr zur Stillung des Welthungers zur Verfügung stehen.

Ein durchschnittlicher Erwachsener verbrennt im alltäglichen Leben etwa 2.000 Kalorien pro Tag durch Bewegung, Verdauung und die Aufrechterhaltung des Organismus. Dasselbe Prinzip gilt auch für Tiere. Von jedem Kilo Nahrung, das Tiere aufnehmen, setzen sie nur einen Bruchteil der Kalorien an; man spricht von sogenannten Veredelungsverlusten. Darum müssen Tiere, die für Nahrung gezüchtet und später getötet werden, bis zu 16 Kilo Getreide essen, um ein Kilo Fleisch aufzubauen.

In der EU werden so große Mengen an Fleisch produziert und konsumiert, dass die benötigten Futtermittel, wie Soja oder Getreide, nicht nur in der EU angebaut sondern zum großen Teil importiert werden müssen – auch aus Regionen, in denen Menschen Hunger leiden. Hinzu kommt, dass neue Flächen erschlossen werden, um Platz für den Anbau der Futtermittel bereitzustellen. Dies geschieht oft zu Lasten der Regenwälder und damit unseres Weltklimas und Artenreichtums.

Wenn der gegenwärtige Pflanzenanbau für Tierfutter stattdessen direkt für den menschlichen Verzehr eingesetzt würde, würden rund 70 Prozent mehr Kalorien zur Verfügung stehen. Das würde die Grundbedürfnisse von zusätzlich vier Milliarden Menschen decken.

Ihr wollt bei euch selbst anfangen? Unser Vegan Kickstart hilft beim Einstieg.