Das Guggenheim zeigt in einer Ausstellung Hunde, die an Laufbändern angebunden sind

Bisher haben Proteste gegen das Museum nichts gebracht. Das Video „Dogs Cannot Touch Each Other“ soll ab dem 6. Oktober gezeigt werden.

Update: Das Guggenheim hat endlich auf die Proteste reagiert und die entsprechenden Teile der Ausstellung gestrichen.

 

Die Künstler Sun Yuang und Peng Yu haben 2003 vier Pitbull-Paare auf hölzernen Laufbändern angebunden und mitgefilmt, wie die Tiere erfolglos versuchten, sich gegenseitig zu erreichen. Das Video davon soll nun unter dem Titel „Dogs That Cannot Touch Each Other“ als Teil der Ausstellung „Art and China after 1989: Theater oft he World“ im Guggenheim in New York zu sehen sein.

Tierschützer protestieren schon seit Wochen gegen die Ausstellung, die am 6. Oktober eröffnet werden soll. Denn auch wenn es „nur“ ein Video ist, wurden dafür echte Hunde benutzt. In einem offenen Brief hat PETA USA erklärt, warum es falsch ist, Hundekämpfe in einem Museum auszustellen: „PETA weiß, wie Hunde nach solchen Kämpfen aussehen – zerfleischt, blutüberströmt, urin- und speichelgetränkt, unfähig zu gehen oder auch nur zu stehen, und überzogen von Schnittwunden, Schürfwunden und Narben. Die ‚Verlierer‘ dieser Kämpfe werden von ihren Besitzern oft getötet. Hundekämpfe sind widerlich, und es liegt an jedem von uns, etwas dagegen zu unternehmen. Das Guggenheim kann seinen Teil beitragen, indem sich schlicht weigert, Stücke auszustellen, die Tierquälerei unterstützen.“

(Diese Version des Videos stammt von einer Gruppe, die zum Boykott gegen das Guggenheim aufruft, und soll zeigen, wogegen sich die Proteste richten.)

Bisher weigert sich das Guggenheim, entsprechende Stücke aus der Ausstellung zu nehmen, zu denen auch „Theater oft he World“ von Huang Yong Ping gehört, in dem lebende Insekten und Reptilien vor den Augen der Besucher gegeneinander kämpfen sollen. Die Ausstellung sei absichtlich provokant, sagt das Museum. Und die Künstler sehen nicht ein, dass sie Tierquälerei betreiben. Schon vor einigen Jahren sperrten sie einen Tiger in einer Galerie ein, und auch ihr Hundevideo verteidigen sie: „Wurden diese Hunde gequält? Nein. Diese Hunde sind von Natur aus Kampfhunde.“ Unfassbar.

Ihr wollt etwas gegen Tierquälerei in der Unterhaltungsindustrie tun? Dann unterstützt solche Ausstellungen nicht und informiert euch auch, wo euch sonst im Urlaub Tierquälerei begegnen könnte.

Unterhaltung

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Im Duisburger Zoo ist schon wieder ein Delfinbaby gestorben

Der Delfin wurde nur eine Woche alt.

Nur acht Tage nach seiner Geburt ist das jüngste Delfinbaby im Duisburger Zoo gestorben. Laut Aussage des Zoos gab es vorher keine Anzeichen dafür, dass es dem Tier nicht gut ging. Die Tierärztin schiebt den Tod auf das Immunsystem, das bei neugeborenen Delfinen besonders schwach sei.

Dabei ist das nicht der erste Fall, in dem ein sehr junges Tier im Delfinarium des Duisburger Zoos stirbt. Erst Anfang 2016 war ein Delfinbaby dort nur zwei Wochen alt geworden. Zoos geben gerne vor, etwas für den Artenschutz zu tun, aber solche Fälle zeigen, wie wenig das funktioniert. Das Delfinbaby wurde in Gefangenschaft geboren und ist in Gefangenschaft gestorben, ohne je die Freiheit zu sehen.

Mehr zum Thema: Warum Delfine nicht für Delfinarien gemacht sind.