Das kann jeder von uns gegen Tierversuche für Zigaretten tun

Kurze Antwort: mit dem Rauchen aufhören. Längere Antwort: informieren, auswählen, protestieren.

Mit der eigenen Lunge kann jeder machen, was er will. Aber spätestens, wenn die Zigarettenindustrie systematisch Tiere tötet, wird es Zeit, sich über die Hintergründe zu informieren.

Der wichtigste: Tierversuche für Zigaretten sind genauso sinnlos und irreführend wie alle anderen. Die Tabakindustrie konnte nur deshalb jahrzehntelang den kausalen Zusammenhang von Rauchen und Lungenkrebs bestreiten, weil er im Tierversuch mit Mäusen nicht zu erkennen war. Beim Menschen ist dieser Zusammenhang mittlerweile wissenschaftlich belegt und anerkannt.

Dass überhaupt noch Tierversuche für Zigaretten durchgeführt werden, liegt daran, dass die Hersteller immer wieder neue Rezepturen ausprobieren, um ihre Produkte besser verkaufen zu können. Vor 40 Jahren bestand eine Zigarette fast nur aus Tabak, heute beinhaltet sie meist hunderte weitere Zusatzstoffe wie Zucker, Glykol oder Kakao. Viele davon verändern sich durch den Verglimmungsprozess beim Rauchen zu giftigen und krebserregenden Substanzen. Dass das schädlich ist, wissen wir aber längst auch ohne Experimente, bei denen jedes Jahr Zehntausende Tiere getötet werden.

In Deutschland sind solche Tierversuche für Tabakprodukte immerhin verboten. Das hält große Hersteller aber nicht davon ab, ihre Versuche im Ausland durchzuführen.

Und jetzt?

Am besten ist es natürlich, komplett auf Zigaretten zu verzichten. Wenn schon nicht für die eigene Gesundheit, dann um andere Leben zu retten.

Wer das Rauchen nicht aufgeben will, kann sich gegen Hersteller wie R.J. Reynolds Tobacco Company, Philip Morris (u.a. Marlboro, L&M, Chesterfield) oder British American Tobacco (Lucky Strike, Pall Mall, Fair Play, Westpoint, HB) entscheiden, die an Tieren testen, und stattdessen Produkte von tierversuchsfreien Tabakunternehmen kaufen. Unser Einkaufsguide hat eine Liste.

Ob Raucher oder nicht: Jeder von uns kann Tabakkonzerne anschreiben und sie auffordern, mit den Tierversuchen aufzuhören. Jeder kann Petitionen dagegen starten oder unterschreiben. Und jeder kann andere darüber aufklären, was hinter den Kulissen der Zigarettenindustrie passiert.

Go Vegan!

Tierversuche

Weil jedes Experiment einen Ausgang hat.

Das könnt ihr gegen Tierversuche im Studium tun

Tierversuche sind grausam und bringen weder Forschung noch Lehre voran. Mit unseren 7 Tipps sorgt ihr dafür, dass sich das endlich an den Unis herumspricht.

Foto: PETA USA

1. Checkt die Unis

An welcher Uni ihr euch bewerbt und einschreibt, hat natürlich mit allen möglichen Faktoren zu tun. Einer davon könnte sein, ob die Uni oder euer Studiengang Tierversuche macht. Mithilfe unserer Liste seht ihr direkt, welche Unis am tierfreundlichsten sind.

2. Macht den ersten Schritt

Wenn sich alle darauf verlassen, dass ein Anderer den Mund aufmacht, sagt am Ende niemand was. Sprecht die Problematik also unter euren Kommilitonen an. Wahrscheinlich sind viele genau wie ihr gegen Tierversuche, und gemeinsam seid ihr gleich viel stärker. Vielleicht habt ihr sogar Lust, zusammen eine Studentengruppe zu gründen, die sich für Tierrechte und gegen Tierversuche stark macht?

3. Wer die Wahl hat …

Wählt bewusst Kurse, in denen die Lerninhalte ohne Tierversuche vermittelt werden. Fordert eure Kommilitonen auf, sich euch anzuschließen. So macht ihr deutlich, dass ihr gegen Tiere in der Lehre seid. Habt ihr diese Wahl nicht, dann sucht das offene Gespräch mit dem entsprechenden Dozenten und findet gemeinsam eine Alternative, wie die Lernziele für die Gruppe ohne Tierleid umzusetzen sind.

4. Aktionstag gegen Tierversuche

Fragt beim AStA nach, ob er euch hilft, einen Aktionstag gegen Tierversuche durchzuführen. Wenn die Formalien geklärt sind, könnt ihr lokale Tierschutzgruppen anschreiben und fragen, ob sie Gastredner zum Thema zur Verfügung stellen würden. Damit habt ihr Fachleute vor Ort, die auf die – sicher auch kritischen – Fragen kompetent eingehen können.

5. Infomaterial

Fordert Infomaterial an und verteilt es auf dem Campus oder legt es in eurer Mensa aus. Geeignetes Material gibt es unter anderem im PETA Store.

Ihr könnt das Plakat ausdrucken und an eurer Uni aushängen.

6. Seid kreativ

Wenn ihr offen zeigt, wie ihr zu Tierversuchen steht, werden andere aufs Thema aufmerksam. Gestaltet zum Beispiel einen Jutebeutel mit der Aufschrift „Nein zu Tierversuchen – Ja zu medizinischem Fortschritt“ und tragt darin eure Bücher über den Campus oder beklebt eure Laptops mit passenden Stickern.

7. And the winner is …!

Wie wäre es, wenn ihr auf eurem Abschlussball dem Dozenten mit der tierfreundlichsten Lehre die „Goldene Ratte“ oder einen anderen Titel verleiht? Oder ihr reserviert eine Doppelseite in der Abschlusszeitung dafür und macht so Dozenten, Kommilitonen, wissenschaftliche Mitarbeiter, Freunde und Familie aufs Thema aufmerksam?

8. Nicht den Mut verlieren

Auch wenn nicht alles so läuft, wie ihr euch das für die Tiere wünscht, lasst euch nicht unterkriegen. Solltet ihr mitbekommen, dass es an eurer Uni Tierquälerei gibt, oder gezwungen werden, an „tierverbrauchenden Übungen“ teilzunehmen, werdet zu Whistleblowern, damit wir aktiv dagegen vorgehen können.

Informationen zum Thema Tierversuche findet ihr auf unserer Übersichtsseite zum Thema. Und warum das Studium ein super Zeitpunkt ist, vegan zu werden, erklären wir euch auch.