Der Dackeltrend muss aufhören

Gerade waren Französische Bulldoggen noch der It-Hund, jetzt laufen alle mit Dackeln herum. Warum das gefährlich ist.

Man sollte es nicht glauben, aber auch bei Tieren gibt es Trends. Wenn Hollywood-Stars von ihren Minischweinen erzählen, wollen plötzlich alle ein Minischwein in der Wohnung haben. Wenn animierte Clownfische an den Kinokassen ziehen, werden mit einem Mal massenhaft echte Clownfische verkauft – und bald im Klo heruntergespült. Und selbst bei „normalen“ Haustieren wie Hunden sind immer wieder andere Rassen im Trend. Nachdem zuletzt sämtliche Modeblogger und Privathipster mit Französischen Bulldoggen herumliefen, sieht man inzwischen immer mehr Dackel. Und das ist ein Problem.

Denn wenn bestimmte Rassen besonders gefragt sind, werden diese Rassen gezielt nachgezüchtet. Dabei steht meist nicht die Gesundheit der Tiere im Vordergrund, sondern dass sie merkwürdigen rein optischen „Rassezielen“ entsprechen – bei Dackeln also zum Beispiel die kurzen Beine zum langen Körper. Das führt dazu, dass viele Dackel unter Wirbelsäulenproblemen leiden, Bandscheibenvorfälle bekommen und sich teilweise nicht mal mehr bewegen können. Den Züchtern ist das egal, solange sie damit Geld verdienen.

Deshalb ist es wichtig, solche Trends nicht mitzumachen. Klar sind Dackel niedlich – so wie Französische Bulldoggen, Möpse, Sphinx-Katzen und andere Qualzuchten auch. Aber wer ein Tier aufgrund der Rasse kauft, fördert damit immer die Nachfrage und die Nachzucht. Viel besser ist es immer, ins Tierheim zu gehen und dort einen Hund zu finden, dessen Persönlichkeit zu einem passt. Instagramtauglich ist sowieso jedes Tier.

Immer noch unsere liebste Adoptionsgeschichte: Krysten Ritter und Mikey.

Krysten Ritter & Mikey

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
Go Vegan!

Wir brauchen endlich den Hundeführerschein

Immer wieder werden Tiere und Menschen verletzt, wenn Hunde aus Angst zubeißen. Deshalb muss es endlich einen Hundeführerschein für alle Hundehalter geben.

Die Meldungen gibt es immer wieder: Ein Hund hat einen anderen Hund oder einen Menschen gebissen und dabei verletzt. Das klingt oft so, als wären Hunde von Natur aus aggressiv, dabei steckt hinter solchen Beißvorfällen meist eine Fehleinschätzung ihres Verhaltens oder eine falsche Erziehung. Damit so etwas nicht mehr passiert, brauchen wir den Hundeführerschein. Der sieht vor, dass zukünftige Hundehalter schon vorab einen Theoriekurs abschließen und dann gemeinsam mit ihrem Hund an einem Praxiskurs in einer Hundeschule teilnehmen. Denn wer die Signale seines Hundes richtig lesen und ihn in stressigen Situationen beruhigen kann, verhindert möglicherweise Schlimmes.

Einige Bundesländer gehen schon mit gutem Beispiel voran. In Niedersachsen muss man seit Juli 2013 seine Hunde-Kenntnisse in Theorie und Praxis nachweisen, bevor man einen Hund bei sich aufnimmt. In München wird man seit Mai 2014 ein Jahr von der Hundesteuer befreit, wenn man einen Hundeführerschein macht, und in Mannheim seit 2016 sogar zwei Jahre. Und auch in Berlin gilt seit 2017: Wer einen Hund neu aufnimmt, soll sich die notwendige Sachkunde aneignen. Ein wichtiger Schritt, um solche Maßnahmen auszuweiten und zu vereinheitlichen, ist das Heimtierschutzgesetz, das PETA fordert. Das soll neben dem Hundeführerschein beispielsweise auch ein Verbot von Qualzuchten und ein Verbot des Haustier-Abschusses durch Jäger beinhalten.

Unterschreibt jetzt die PETA-Petition für ein Heimtierschutzgesetz.