Der Reitverband FEI will es erlauben, Pferde mit Sporen zum Bluten zu bringen

Der internationale Reitverband FEI will die sogenannte Blood Rule kippen. Damit wären „ein bisschen“ Blut und Schmerzen beim Reiten erlaubt.

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Tieren Schmerzen zuzufügen. Aber die Reitverbände haben sich ein eigenes Regelwerk geschaffen, das ein bestimmtes Maß an Schlägen und Peitscheneinsatz erlaubt. Bei fast jedem Rennen sehen Zuschauer, wie Jockeys auf der Ziellinie auf ihre Pferde eindreschen. Wegen des großen Lobby-Einflusses der Pferdesportverbände akzeptieren sogar Gerichte und Staatsanwaltschaften diese Tierquälerei – Strafanzeigen werden eingestellt.

Jetzt will der internationale Reitverband Fédération Èquestre Internationale (FEI) auch noch die sogenannte Blood Rule kippen. Diese Regel besagt, dass Springreiter disqualifiziert werden, wenn unmittelbar nach dem Wettbewerb Blut an den Flanken des Pferdes gefunden wird. Ein neuer FEI-Entwurf besagt nun, dass lediglich „exzessiver Sporengebrauch“ geahndet werden soll. Damit wäre es erlaubt, Pferden mit Sporen „ein bisschen“ zum Bluten zu bringen. 2018 soll die Regeländerung in Kraft treten.

Solange die Verbände und die Gerichte sich nicht um den Tierschutz kümmern, muss es jeder selbst tun. Ihr könnt helfen, indem ihr keine Pferdesportveranstaltungen besucht und auch euren Freunden und eurer Familie erklärt, warum Pferdesport nicht klargeht.

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Weil es gar nicht so lustig ist.
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Wie „Planet der Affen“ sich für echte Tiere einsetzt

Auch in „Planet der Affen: Survival“ spielen keine echten Affen mit. Das ist das Beste, was ihnen passieren konnte.

© Fox Movies

„Wenn wir das Menschliche in den Gesichtern dieser Tiere sehen, erinnert es uns daran, dass wir alle Tiere sind“, hat Regisseur Matt Reeves mal gesagt, um zu erklären, warum die „Planet der Affen“-Reihe auch lange nach den Originalfilmen aus den 70ern noch so viele Menschen fasziniert. Der Filmemacher sagt das nicht einfach nur so, sondern er lebt es auch. Denn auch im neuen Teil „Planet der Affen: Survival“ spielt kein einziger echter Affe mit.

Damit setzt Reeves gleich ein doppeltes Statement. Erstens zeigt er, dass die technischen Möglichkeiten inzwischen so ausgefeilt sind, dass man CGI-Affen überhaupt nicht mehr von echten unterscheiden kann – nur dass es den digitalen Affen nichts ausmacht, vor der Kamera zu stehen, während die Arbeit in Hollywood für echte Tiere viel Leid bedeutet. Und zweitens erinnert die Handlung des Films daran, wie nah uns Affen sind, die genau wie wir Freude, Leid und Angst empfinden können. Daran können sich andere Filmemacher ein Beispiel nehmen.

Ihr seid nicht so die Kinomenschen? Kein Problem, diese tierfreundlichen Filme gibt es auf Netflix.