Deutsche Zoos verstümmeln Tausende Vögel, damit sie nicht wegfliegen können

Das Flugunfähigmachen ist in deutschen Zoos und Tierparks an der Tagesordnung. Dabei verstößt es gegen das Tierschutzgesetz.

Ganz schön beeindruckend, dass Zoos und Tierparks Vögel wie Flamingos einfach so auf Freiflächen halten, ohne dass sie wegfliegen? Eher nicht, denn in den meisten Fällen können die Tiere gar nicht mehr fliegen. Laut einer Schätzung von 2016 werden allein in Deutschland 10.000 flugunfähige Vögel in Zoos und Tierparks gehalten.

Verstümmelter Flamingo: Die gekürzten Schwungfederm am linken Flügel sind deutlich zu sehen

Dafür kürzt man den Vögeln wie Flamingos, Pelikanen oder Gänsevögeln entweder die Schwungfedern an den Flügeln – die nachwachsen, deshalb muss die Methode nach jeder Mauser wiederholt werden – oder man entfernt ihnen die Federfollikel chirurgisch oder zerstört sie per Laser. Teilweise werden die Flügelknochen auch teilamputiert. Sowohl die umkehrbaren als auch die dauerhaften Methoden bedeuten großen Stress für die Tiere, die sich danach nicht mehr artgerecht fortbewegen können. Einem Vogel die Flügel zu stutzen ist ungefähr so, als würde man einem Menschen Fähigkeit zum Laufen nehmen.

Deshalb heißt es im Tierschutzgesetz auch: „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“ Ausnahmen sind erlaubt – allerdings zählen 10.000 Fälle nicht als Ausnahme. Das sieht sogar die Bundesregierung ein, trotzdem geht das Flugunfähigmachen weiter. Dagegen hilft solange nur, keine Zoos und Tierparks zu besuchen.

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Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Eine Website hat errechnet, wie viele Tiere für die Kunst von Damien Hirst gestorben sind

Der englische Künstler Damien Hirst ist bekannt dafür, tote Tiere auszustellen. Die Website Artnet hat nachgezählt und ist auf eine riesige Zahl gekommen.

© S. Sereda / shutterstock.com

Am bekanntesten ist wahrscheinlich der in Formaldehyd eingelegte tote Hai, den Damien Hirst schon Anfang der Neunziger ausstellte. Aber auch tote Schafe, Pferde, Fische, Schweine und Zebras hat der Künstler schon für seine Kunst benutzt und damit so viel Geld gemacht, dass er als einer der reichsten Künstler der Welt gilt. Der Preis dafür ist ungeheuer hoch: Wie die Website Artnet ausgerechnet hat, sind für Hirsts Werke insgesamt fast eine Million Tiere gestorben.

© S. Sereda / shutterstock.com

Einige der Tiere hat Hirst laut Eigenaussage bereits tot gekauft, andere starben erst als Teil seiner Ausstellungen. So ließ er beispielsweise Fliegen um einen toten Kuhkopf schwirren, bevor er sie per Elektroschock tötete. In einer anderen Ausstellung starben 9.000 Schmetterlinge, als Hirst sie in einen fensterlosen Raum sperrte und Besucher auf sie traten oder sie achtlos von ihrer Kleidung wischten. Artnet hat die Gesamtzahl der getöteten Tiere schon im April veröffentlicht und dafür gesorgt, dass die Tierschutzorganisation RSPCA auf den Fall aufmerksam wurde, aber bis heute hat Hirst nicht auf die Vorwürfe reagiert.

Ihr wollt nicht, dass für eure Unterhaltung Tiere gequält und getötet werden? Dann achtet vor allem im Urlaub auch auf diese Touristenfallen.