Die besten Studiengänge für alle, die Tiere lieben

Ihr wollt mit Tieren arbeiten, ohne sie auszubeuten? Wir haben die besten Studiengänge für euch zusammengestellt.

Foto: Dariusz Sankowski

Food Management studieren (Bachelor of Arts)

Vegane Restaurants und Cafés schießen wie Pilze aus dem Boden, und die Regale in den Supermärkten füllen sich mehr und mehr mit veganen Alternativen zu tierischen Produkten. Steigt da ein und mischt mit! Im Studium zum Vegan Food Manager erlangt ihr betriebswirtschaftliches Know-how gepaart mit einer ernährungswissenschaftlichen Ausbildung.

Tierschutz studieren

Wer seinen Bachelor schon in der Tasche hat, sich auf Englisch gut verständigen kann und gern noch einen Master in Tierschutz machen möchte, kann in Großbritannien Tierschutz (animal welfare) studieren. Viele Universitäten bieten dort mittlerweile Tierschutz-Studiengänge an.

Tierarzt

Dafür müsst ihr natürlich auch erst studieren. Problematisch kann es werden, wenn eure Profs von euch verlangen, dass ihr Tiere seziert, die extra für die Experimente getötet wurden. Auf Studieren-Ohne-Tierversuche.de könnt ihr schauen, an welcher Uni ein tierleidfreies Studium möglich ist und welche Alternativen ihr euren Profs vorschlagen könnt. Als Tierarzt müsst ihr allerdings auch schwere Entscheidungen treffen können. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man alle Tiere retten und zu einem schönen Leben verhelfen kann – das muss euch unbedingt klar sein.

Jura studieren

Trotz des großen Interesses der Öffentlichkeit werden Tiere in unserem Rechtssystem leider viel zu wenig berücksichtigt. Studiert Jura und bewerbt euch für ein Praktikum oder euer Referendariat bei PETA. Wir brauchen eure Hilfe. PETA organisiert übrigens auch jedes Jahr eine Tierrechtskonferenz, bei der wichtige und aktuelle Themen diskutiert werden.

Animal Law And Society studieren (Master)

Wer sich mit Hilfe des Gesetzes für Tiere einsetzen will, kann das in Barcelona lernen. Der Masterstudiengang Animal Law And Society richtet sich an Jurastudenten, die einen Schwerpunkt auf das Thema Tierrechte setzen möchten.

Tierfachjournalist

Das wird man natürlich nicht mal eben so. Um Tierfachjournalist zu werden, müsst ihr schon eine Menge von den Tieren, über die ihr schreibt, verstehen, Talent zum Schreiben haben und wissen, wo ihr fehlende Informationen herbekommt. Ein journalistisches Studium und/oder ein Volontariat lohnen sich in jedem Fall.

Tierrechtler/Tierschützer in einer NGO

NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) wie PETA leben von der Arbeit ihrer ehrenamtlichen Mitglieder. Wer aber seinen Lebensunterhalt damit verdienen möchte, Tieren durch Öffentlichkeitsarbeit zu helfen, der hat verschiedene Möglichkeiten. Ein abgeschlossenes Studium in Bereichen wie Journalismus, Biologie, Zoologie, Psychologie oder Tiermedizin sind auf jeden Fall hilfreich, allerdings ist am wichtigsten, dass man euch anmerkt, dass ihr mit Herz und Seele bei der Sache seid.

Und um euch die Wartezeit auf eine Festanstellung in einer NGO zu versüßen, engagiert euch doch in einem unserer Streetteams oder macht ein ÖBFD-Jahr bei uns!

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.

Die besten Jobs für alle, die Tiere lieben

Ihr wollt mit Tieren arbeiten, ohne sie auszubeuten? Wir haben die besten Nebenjobs und Ausbildungsberufe für euch zusammengestellt.

Foto: Jesse Schoff

Tiersitter oder Gassigeher

Keiner lässt seinen tierischen Mitbewohner gern allein zuhause, sei es tagsüber oder in der Urlaubszeit. Es gibt bestimmt auch in eurer Nähe Hundehalter, die euch dankbar wären, wenn ihr die Hunde ausführt oder auf sie aufpasst. Oder auf Katzen. Oder Kaninchen. Oder Vögel.

Hilfskraft auf Lebenshöfen

Ihr habt genug von den schlimmen Bildern mit Tieren, die für Tierprodukte ausgenutzt und getötet werden? Nichts lässt einen besser runterkommen, als Tiere auf einem Hof zu sehen, die keine Angst vor dem Bolzenschussgerät oder dem Elektrobad haben müssen. Lebenshöfe können immer wieder mal Hilfskräfte gebrauchen. Also bietet euch gern an.

Hundetrainer

Rettet die Hunde vor den Cesar Millans dieser Welt! Werdet Hundetrainer und trainiert Hunde mit der sehr viel hundefreundlicheren Methode der positiven Verstärkung. Einem Hund etwas beibringen zu wollen, indem ihr ihm Angst macht, bzw. euch als „Rudelführer“ aufspielt, kann sich negativ auf euer Vertrauensverhältnis auswirken. Wenn ihr also Hundetrainer werden möchtet, sucht euch die richtige Ausbildungsstätte dafür aus.

Tierarzthelfer

Dafür müsst ihr eine dreijährige Ausbildung in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik machen und am Ende eine Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer bestehen. Neben einer riesigen Portion Tierliebe, Geduld und Einfühlsamkeit für die Halter der Tiere braucht ihr auch eine gewisse Ekelresistenz. Denn ihr müsst die Behandlungsräume auch wieder sauber machen. Und wir alle wissen, was Tiere gern mal machen, wenn sie Angst haben …

Tierpfleger im Tierheim oder in einer Tierpension

Leider landen immer noch viel zu viele Tiere im Tierheim. Da sind gute Fachkräfte wichtig, damit die Tiere optimal versorgt werden und auch mal jemanden haben, der mit ihnen spielt und ihnen die Zuneigung gibt, die sie so dringend brauchen. Auch wenn Tiere nur vorübergehend in einer Tierpension abgegeben werden, brauchen sie Menschen um sich herum, die ihnen die Zeit ohne ihre Halter etwas angenehmer gestalten. Um Tierpfleger zu werden, müsst ihr eine dreijährige Ausbildung machen.

Tierheilpraktiker

Als Tierheilpraktiker wendet ihr alternative Heilmethoden wie Homöopathie oder Pflanzenheilkunde bei Tieren an. Eine geregelte Ausbildung gibt es dafür noch nicht, daher können die Tierheilpraktiken je nach Ausbildung variieren.

Tierfotograf

Wenn ihr Talent habt, lässt sich auf Instagram schon eine kleine Karriere als Tierfotograf starten. Und wenn es nur der eigene Vierbeiner vor der Linse ist. Wem das nicht reicht, der kann eine Ausbildung zum Fotografen machen oder Fotodesign studieren. Ihr solltet euch als Tierfotograf auch mit den Tieren auskennen, damit ihr wisst, wie ihr sie unbemerkt zum richtigen Zeitpunkt fotografieren könnt, ohne ihnen zu schaden.

Hundefriseur/Groomer

Damit meinen wir natürlich nicht, dass ihr den Hunden die Haare färben oder flechten sollt. Aber auch viele Hunde brauchen mal einen Haarschnitt. Sonst kann es den Vierbeinern etwa im Sommer schnell mal viel zu heiß werden. Dabei solltet ihr keine Angst vor großen Hunden haben und auch mit schwierigen Hunden umgehen können. Da ein Hundegroomer nicht staatlich anerkannt ist, muss man sich sein Fachwissen aus Büchern oder in privaten Schulen aneignen.

Ihr wollt direkt bei PETA arbeiten? Diese Jobs sind momentan offen. Oder doch lieber studieren? Wir haben auch die besten Studiengänge, für alle, die Tiere lieben.