Die Helsinki Fashion Week streicht Leder aus dem Programm

2019 wird es bei der finnischen Modewoche kein Leder mehr auf den Laufstegen geben. Stattdessen sollen Designer auf pflanzliche Alternativen setzen.

„Wir positionieren uns aktiv gegen Grausamkeit gegenüber Tieren und den umweltschädigenden Einfluss, den die Nutzung von Tierleder mit sich bringt“, sagt Evelyn Mora, die Gründerin der Helsinki Fashion Week. Ab 2019 werden dort keine Designer mehr zugelassen, die Leder auf den Laufstegen zeigen.

Damit wird Finnland zum Vorbild für die internationale Modeszene, in der immer noch Leder, Wolle und Pelz verarbeitet werden. Viele Designer setzen schon auf pflanzliche Alternativen aus Mikrofaser, Ananasblättern, Pilzen oder Kork, während andere noch darauf bestehen, Tiere zu quälen und zu töten.

Diese lederfreien Schuhe gehen immer.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

Das Problem an Levi's

Die Jeansmarke beruft sich gerne auf Traditionen – und hängt dabei in einem Punkt viel zu sehr in der Vergangenheit. Was ihr dagegen unternehmen könnt.

Eigentlich gehen Levi's immer. Klassische Modelle wie die 501, Trends wie die Wedgie, und im Sommer alles auch als Shorts – die Jeansmarke hat es schon raus, im Gespräch zu bleiben, auch weil sie sich dabei immer auf ihre lange Tradition berufen kann. Allerdings setzt Levi's an einer Stelle zu sehr auf überkommene Praktiken: bei den Patches.

Anders als viele andere Marken, die vegane Patches nutzen, um ihr Logo und die Größe hinten an der Jeans unterzubringen, nimmt Levi's dafür immer noch Leder. Ein Material also, für das jedes Jahr über eine Milliarde Tiere geschlachtet werden. Die meisten von ihnen erleiden vorher alle Grausamkeiten der Intensivtierhaltung: In überfüllten Ställen wird ihnen jegliches natürliche Verhalten verwehrt. Sie werden ohne Betäubung kastriert, erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt.

Jährlich werden etwa 330.000 Kühe in deutschen Schlachthöfen nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird. Das Leder, das so entsteht, ist nicht einfach „über“. Es macht bis zu 50 Prozent des Gesamtwertes der Rindernebenprodukte aus. Auch die Häute von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet. Wer Jeans mit Lederpatches kauft, unterstützt das leider.

Deshalb helft uns jetzt, Levi's lederfrei zu machen. Unterschreibt unsere Petition – und teilt sie, damit Levi's endlich einsieht, dass niemand Lederpatches braucht.