Die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin wird pelzfrei

Die Proteste haben geholfen: Ab 2019 gehen bei der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin keine Tierfelle mehr über die Laufstege.

Endlich ist es soweit: Nach jahrzehntelangen Protesten und Aufklärungskampagnen zum Thema Pelz sehen Mercedes-Benz und Veranstalter Nowadays es sein: Ab 2019 wird auf den Laufstegen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin kein Echtpelz mehr erlaubt sein. Designer, die Pelzmäntel, Fur Slides oder Fellbommel zeigen wollen, müssen in Zukunft auf Kunstpelz zurückgreifen statt auf echte Tierfelle, für die Tiere wie Füchse oder Kaninchen durch anale Elektroschocks getötet oder vergast wurden.

Damit reiht sich die MBFW neben die Londoner Fashion Week und die Helsinki Fashion Week ein. In Großbritannien waren die Laufstege 2018 zum ersten Mal komplett pelzfrei, und in Finnland wird neben Pelz auch Leder aus dem Programm verbannt. Jetzt ist es wichtig, dass nach der MBFW auch andere andere Veranstaltungen der Berliner Modewoche – wie der Berliner Salon oder die verschiedenen Messen – nachziehen und Pelz komplett streichen.

So geht Mode ohne Tierfelle: Wie die französische Vogue mal eine ganze Ausgabe veganem Pelz widmete.

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So unterscheidet ihr echten Pelz von Kunstpelz

Ob als Kapuzenfutter, Mützenbommel oder Kragenbesatz – Produkte mit Pelz oder Pelzbesatz sind überall. So erkennt ihr, ob sie aus Tierhaaren sind.

Struktur-Probe:

Pustet leicht über den Pelz. Bei echtem Fell legt sich das dicke Deckhaar zur Seite und ihr könnt meist die leicht gekräuselte und feine Unterwolle erkennen. Kunsthaar ist starrer und weniger leicht beweglich, häufig gleichlang geschnitten und durch statische Aufladung etwas klebrig im Griff.

Leder-Check:

Echtpelz wird mitsamt der Tierhaut gewonnen und verarbeitet. Wenn ihr beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz Leder seht, handelt es sich um echtes Tierfell. Bei Kunstpelz ist stattdessen eine gewebte Textilschicht zu sehen.

Feuer-Test:

Bei Teilen, die ihr schon gekauft habt, könnt ihr einzelne Haare herausreißen und anzünden. Echtpelzhaare verbrennen genauso wie menschliches Haar mit Horngeruch, während Kunsthaar wie Plastik zu Klümpchen schmilzt und auch so riecht.

Übrigens: Gut gemachter Kunstpelz kann teurer sein als Billigpelz aus China. Der Preis ist also bei der Unterscheidung nicht unbedingt ein Anhaltspunkt. Einige große Modeketten wie H&M, Esprit, s.Oliver oder Hallhuber verkaufen aus Tierschutzgründen schon ausschließlich Kunstpelz. In anderen Läden lohnt es sich immer, den Test zu machen. Im Zweifelsfall rät PETA aber dazu, die Finger von verdächtigen Pelzen zu lassen. Denn eine 100-prozentige Identifikation liefern nur teure Laboruntersuchungen.