Die vier nervigsten Mythen über Soja

Wer Veganer nicht mag, hat oft auch merkwürdige Vorurteile gegenüber Soja. Woher auch immer die kommen, wir räumen damit auf.

01 Alle Veganer essen Soja

Abgesehen davon, dass Soja kein exklusiv veganes Lebensmittel ist (schließlich essen auch viele Fleischesser Sojasoße), gibt es genug Veganer, die wenig oder gar kein Soja zu sich nehmen. Schließlich gibt es auch Haselnussmilch, Seitanwürstchen, Kokosjoghurt und zig andere vegane Eiweißquellen – da wäre es ja langweilig, sich auf eine festzulegen.

02 Soja ist ungesund

Klar, wer versucht, Sojabohnen roh und unverarbeitet zu essen, wird davon genauso Bauchschmerzen bekommen wie von ungekochten Kartoffeln oder rohen Weizenkörnern. Gekochte und zu Milch, Tofu oder anderen Produkten verarbeitete Sojabohnen sind aber fettarm und eiweißreich. Und solange man die darin enthaltenen Phytoöstrogene nicht in hochkonzentrierter Tablettenform zu sich nimmt, muss man sich auch keine Sorgen um den Hormonhaushalt machen.

03 Veganer machen den Regenwald kaputt

Zwar werden tatsächlich riesige Flächen Regenwald gerodet, um darauf Soja und andere Pflanzen anzubauen – aber nicht für den menschlichen Verzehr, sondern um damit Tiere in der Intensivtierhaltung zu füttern. Um aus denen Lebensmittel herzustellen, braucht man viel mehr Soja, als wenn man es den Menschen direkt geben würde. Wenn man es schon so platt sagen will, machen also die Fleischesser den Regenwald kaputt.

04 Soja ist immer genmanipuliert

Ob Tiere, deren Fleisch oder Milch man kaufen kann, mit genmanipuliertem Soja gefüttert wurden, lässt sich tatsächlich nicht immer nachvollziehen. Und auch bei Tofu aus dem Asialaden fehlt oft die nötige Kennzeichnung. Wer Gentechnik in Sojabohnen, Reis oder Mais vermeiden will, achtet am besten auf Bio-Siegel, die garantieren, dass ein Produkt nicht gentechnisch verändert wurde.

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Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Tofu zubereiten – So geht es richtig

Naturtofu schmeckt pur nach einem Schwamm aus Langeweile. Erst mit der richtigen Technik wird daraus die vielseitigste Zutat in der veganen Küche.

Vorher immer: Auspressen

Die Flüssigkeit in der Verpackung dient dazu, den Tofu bis zum Öffnen frisch zu halten, hält anschließend aber Marinaden und Gewürze davon ab, sich breitmachen zu können. Die Verpackung also öffnen und das Wasser abgießen. Danach den Tofu in Küchenpapier wickeln, zwischen zwei Teller legen und für mindestens 10 Minuten mit einem Buch, einer Packung Mehl oder anderen Gegenständen beschweren.

Marinieren

Der ausgepresste Tofu kann Marinaden viel besser aufnehmen. Eine einfache lässt sich zum Beispiel aus Olivenöl, Orangensaft, Sojasauce und Knoblauch mischen, aber auch andere Öle, Essig, Miso- oder Korianderpaste oder Zwiebeln passen super zusammen. Den Tofu am besten vorher schon in Scheiben, Würfel oder Streifen schneiden und dann mindestens eine halbe Stunde darin einlegen. Noch einfacher ist es, den Tofu über Nacht oder über mehrere Tage mitsamt Marinade in einer luftdichten Dose im Kühlschrank zu lagern und so immer marinierten Tofu zur Hand zu haben.

Panieren

Alternativ zur Marinade oder zusätzlich kann man Tofu in Sesamkörnern wälzen, klassisch mit Semmelbröseln oder Paniermehl plus Gewürzen panieren oder in Sojamilch tunken und in einer Mischung aus Mehl, Salz, Pfeffer und Paprika wälzen, bevor er in der Pfanne oder im Frittierfett landet.

Braten

Wenn es schnell gehen soll, den Naturtofu in einer Pfanne mit viel Öl und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen wie Paprika, Curry, Kurkuma oder Sojasauce anbraten. Dazu passen auch super Zwiebeln, Tomaten und grob gehackte Chilis. Der angebratene Tofu macht sich besonders gut auf Salaten oder in Currys oder Suppen. Auch bereits verarbeiteten Tofu wie Räuchtofu kann man sehr gut noch anbraten, wenn man ihn etwas knuspriger haben will.

Frittieren

Wer eine Fritteuse besitzt oder gerne mit Töpfen voll heißem Öl spielt, kann marinierten Naturtofu oder Varianten wie Räucher-, Mandel- oder Paprikatofu auch darin frittieren.

Backen

Noch eine Möglichkeit: Den Tofu in Olivenöl, Salz, Pfeffer und je nach Geschmack anderen Gewürzen und Kräutern wälzen und auf einem Backblech im Ofen bei 200 Grad ungefähr 30 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden. Auch beim Überbacken von Aufläufen macht Tofu sich sehr gut, wenn man ihn mit Kräutern, Zitronensaft, Gemüsebrühe, Pfeffer, Salz und etwas Wasser zu einer feinen Masse püriert.

Wie wäre es mit unserem Rezept für Rührtofu?