Diese Frau hat ein „Vegan“-Gesichtstattoo

Über dem Auge von Kate Alice steht jetzt dick „Vegan“. Ist das schön und praktisch oder übertrieben?

© Kate Alice / Twitter

„Jetzt muss ich nicht mehr alle fünf Minuten erklären, dass ich Veganerin bin“, kommentiert Kate Alice ihr neues Tattoo halb im Scherz. Und alleine das ist schon irgendwie verständlich: Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, nicht aufziehpuppenmäßig ständig dasselbe sagen zu müssen: „Ja, ich bin vegan… nein, ich esse kein Fleisch… ja, mit Hafermilch dann bitte“? Das alleine wird aber kaum der Grund gewesen sein, warum sich die Engländerin das Wort „Vegan“ an die Schläfe hat stechen lassen.

© Kate Alice / Twitter

„Love em“, schreibt sie schlicht zu dem Foto, das sie auf Twitter gepostet hat. Auf ihrem Handgelenk trägt sie jetzt außerdem ein Semikolon-Tattoo, das Zeichen für Suizidprävention, aber viel präsenter ist natürlich der „Vegan“-Schriftzug über ihrem Auge. Tatsächlich ist das Wort in hübscher Schnörkelschrift gestochen und unterscheidet sich optisch gar nicht so sehr von Wörtern wie „Love“, „Faith“ oder „Trust“, die sich andere Menschen so ins Gesicht tätowieren lassen. Trotzdem haben die Hater Kate besonders ins Visier genommen. Sie wurde als „Freak“ bezeichnet, und sogar ihr Tätowierer bekam so viele negative Kommentare ab wie noch nie.

Aber Kate steht zu ihrem Tattoo: „Mir ist Vegansein sehr wichtig und ich weiß, dass ich mein Leben lang vegan sein werde“, sagt sie. Wer Gesichtstattoos grundsätzlich scheiße findet, wird mit ihrem auch nichts anfangen können (und muss es ihr ja auch nicht nachmachen), aber wie Kate selbst sagt, wird sie vor allem von Leuten angegriffen, die das Wort „Vegan“ nicht mögen – vielleicht weil es sie damit konfrontiert, dass sie ihre eigenen Werte nicht so konsequent leben?

Ähnlich übrigens: Die Leute, die ständig „Darfst du das essen?“ fragen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Rund um die olympischen Spiele wird Hundefleisch serviert

Und die Regierung von Südkorea versucht, das Problem unter den Teppich zu kehren.

© Y. Lee Harijanto / Unsplash

Laut Medienberichten bietet die südkoreanische Regierung Restaurants in der Nähe der olympischen Stadien Geld an, wenn sie während der Spiele kein Hundefleisch verkaufen. Außerdem sollen sie Werbetafeln für Hundefleisch abhängen oder verdecken. Fast alle Restaurants haben sich bisher geweigert und servieren weiter Hundefleisch.

Kein Wunder, dass die Regierung das Problem lieber nicht öffentlich machen würde: Rund 2,5 Millionen Hunde werden in Südkorea jedes Jahr für ihr Fleisch getötet, wofür es von internationaler Seite schon lange Kritik gibt. Allerdings sollten sich Menschen, die es widerlich finden, Hunde zu essen, vielleicht mal fragen, warum sie das bei Schweinen, Kühen oder Hühnern okay finden.

Es ist leicht, die Bräuche anderer Länder zu kritisieren und mit den eigenen einfach weiterzumachen. Auch Schweine sind beispielsweise kluge und verspielte Tiere, und nur weil wir sie hierzulande nicht als Haustiere halten, sollten wir sie nicht essen. Und auch hier verstecken Politiker und Lobbyisten gerne mal, was mit den Tieren passiert, bevor sie auf unseren Tellern landen.

Ihr wollt es mal ganz ohne Tiere im Essen versuchen? Unser Vegan Kickstart wartet schon auf euch.