Diese genmanipulierten Muskelschweine in Kambodscha zeigen, wie realistisch „Okja“ ist

Wenn es um Tierhaltung in der Fleischindustrie geht, leben wir jetzt schon in der schlimmsten Dystopie. Die muskelbepackten Schweine sind real, und sie leiden.

Eventuell gibt es Leute, die den Netflix-Film „Okja“ mit seinem animierten Riesenschwein für realitätsferne Fiktion halten, aber den meisten dürfte klar sein: So unrealistisch ist das alles leider nicht. Auch im echten Leben tut die Fleischindustrie so ziemlich alles, um immer mehr Fleisch für immer weniger Geld heranzuzüchten. Jüngstes Beispiel: die Muskelschweine aus Kambodscha.

2015 züchteten Forscher zunächst 32 Schweine mit doppelt so viel Muskelmasse wie normal. Die meisten der genmanipulierten Tiere starben, laut Berichten soll nur eins annähernd gesund gewesen sein. Offenbar geht das Experiment seitdem aber weiter, denn in letzter Zeit sind Videos und Fotos von einem Betrieb in Kambodscha aufgetaucht, der die muskelbepackten Schweine hält, um sie und ihr Sperma zu verkaufen. Das Szenario erinnert tatsächlich stark an „Okja“ – nur dass es echt ist.

Dabei sind die Muskelschweine nur ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie die Fleischindustrie mit Tieren umgeht. Auch „normale“ Schweine werden unter schlimmen Bedingungen gehalten und gequält. Sie werden oft ohne Betäubung kastriert, ihnen wird der Ringelschwanz abgeschnitten und sie werden ihr Leben lang eingesperrt, bevor sie geschlachtet und zu Wurst oder Schnitzel verarbeitet werden. Solange Menschen Fleisch essen, ist das keine Dystopie, sondern die Realität.

 

Ihr wollt es ohne Fleisch versuchen, wisst aber nicht richtig, wie ihr anfangen sollt? Unser Vegan Kickstart hilft euch weiter.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Eine Doktorarbeit zeigt, warum es gut ist, wenn Stars wie Beyoncé kurz mal vegan sind

Wollen wir, dass die ganze Welt für immer vegan wird? Unbedingt. Freuen wir uns bis dahin über jeden kleinen Schritt? Sicher.

© D.Van Tine / starmaxinc.com

Die Skepsis schwingt immer mit. Okay, dann hat Kylie Jenner eben zwei Snapchat-Fotos von veganem Essen gepostet und dazugeschrieben, dass sie das mit dem Vegansein jetzt mal ausprobieren will – aber was bringt das schon, wenn sie demnächst doch wieder Burger aus Kuh isst? Gut, dann machen Beyoncé und Jay-Z eben ein großes Ding daraus, dass sie sich 22 Tage lang vegan ernähren – aber dann tragen sie währenddessen trotzdem weiter Pelz und hauen sich direkt danach die nächsten Steaks rein. Was bringen solche Aktionen also überhaupt? Schadet es der Sache nicht eher, wenn Stars das vegane Leben testen, nur um dann direkt wieder festzustellen, dass sie doch keine Lust darauf haben?

Eine Doktorarbeit zeigt jetzt, warum es trotzdem gut ist, wenn berühmte Menschen nur mal kurz vegan sind. Denn wie Outa Lundahl mit ihrer Arbeit herausgefunden hat, sorgen Prominente dafür, dass Medien anders und sehr viel positiver über das vegane Leben berichten. Statt als extreme Fanatiker werden vegane Stars eher als gesundheitsbewusste Trendsetter beschrieben, an denen man sich absolut ein Beispiel nehmen sollte – und es sieht aus, als würden die Leute das dann auch tun.

Diese Entwicklung kann man, wie Outa selbst schreibt, natürlich auch kritisch sehen. Erstens lässt sich nicht herausfinden, wie viele Menschen direkt wegen solcher Artikel vegan werden und welche andere Faktoren noch mit einfließen – schließlich sind Prominente nicht alleine dafür verantwortlich, dass vegan als cool und einfach gilt. Und zweitens sorgen solche Berichte, die vegane Ernährung vor allem in die Gesundheits- und Lifestyle-Ecke stellen, auch dafür, dass dabei andere Aspekte wie Tierrechte untergehen. Deshalb fordert Outa auch ausdrücklich, dass sich auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene Dinge ändern müssen, um langfristig etwas zu erreichen, und erwähnt zum Beispiel Krankenhäuser, die es immer noch oft nicht schaffen, veganes Essen anzubieten. Trotzdem ist es gut, wenn Stars vegane Themen aus der Nische holen. Für die Tierrechtsideen sind ja dann Kampagnen wie PETA ZWEI da.

Ihr wollt es auch mal ausprobieren, für Beyoncé, eure Gesundheit und die Tiere? Unser Vegan Kickstart ist richtig trendig, versprochen.