Diese Tiere werden für Lederprodukte gehäutet

Nicht nur Rinder werden täglich für unsere Kleidung und Accessoires gehäutet. Welche Tiere noch ihre Haut lassen müssen, zeigen wir euch in diesem Feature.

Bild: PETA USA

Leder als Milliardengeschäft

Kühe, Kälber, Pferde, Schafe, Lämmer, Ziegen und Schweine – sie alle werden nicht nur für die „Produktion“ von Fleisch getötet, sondern auch für die Verarbeitung ihrer Häute zu Leder. Wegen fehlender oder mangelhafter Betäubung wird den Tieren häufig bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt. Schlachthäuser, Gerbereien sowie die Bekleidungs-, Auto- und Möbelindustrien in aller Welt erzielen mit Tierhäuten und Lederprodukten einen Umsatz von rund 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

 

 

Tiere, die ihrer Haut wegen gejagt werden

Hunde, Katzen, Strauße, Zebras, Bisons, Wasserbüffel, Wildschweine, Kängurus, Elefanten, Aale, Haie, Delfine, Seehunde, Walrosse, Frösche, Schildkröten, Krokodile, Eidechsen und Schlangen – sie alle werden täglich für die Produktion von Schuhen, Taschen, Handschuhen und Accessoires getötet. Die Tiere werden erschossen, erschlagen, harpuniert, von Fallen zerquetscht, geköpft oder mit Wasser aufgepumpt, damit wir ihre Häute anziehen können.

Die folgenden Videos und Bilder zeigen nur einige Beispiele aus der Lederindustrie.

Strauße

Hunde und Katzen

Alligatoren und Krokodile

Rinder

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht

Warum Marderhunde unsere Hilfe brauchen

Jedes Jahr werden allein in China fünf Millionen Marderhunde für ihr Fell getötet. Aber auch in Deutschland sind die Tiere nicht sicher.

Foto: JMcArthur / We Animals

Obwohl die meisten Menschen gegen das Tragen von Pelz sind, stammen viele Fellbesätze an Jacken und Stiefeln und viele Mützenbommeln immer noch von echten Tieren. Für die Hersteller ist das oft billiger, als Kunstpelz zu verwenden, und falsche Deklarationen sorgen dafür, dass es niemand merkt.

Allein in China werden so jedes Jahr fünf Millionen Marderhunde unterschlimmsten Bedingungen auf Pelzfarmen gehalten und anschließend mit Schlägen auf den Kopf getötet. Viele leben noch, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Auf dem Etikett stehen dann oft falsche Bezeichnungen wie „Waschbär“ (nach ihrem englischen Namen „raccoon dog“) oder sogar „Kunstpelz“. Welches Tier sich dahinter in Wahrheit versteckt, erkennt man erst beim genauen Hinsehen.

Foto: PETA Asia

Im Laufe des letzten Jahrhunderts sind Marderhunde über Asien und Osteuropa auch bis nach Deutschland eingeschleppt worden und inzwischen auch hier heimisch. Die friedlichen Tiere, die zu den Hundeartigen gehören und wie eine Mischung aus Hund und Waschbär aussehen, leben in kleinen Familien mit sechs bis sieben Kindern zusammen, sind nachaktiv und ernähren sich vor allem von Früchten und Insekten. Immer wieder wird behauptet, dass Marderhunde das hiesige Ökosystem zerstören, dafür gibt es aber keine Belege. Trotzdem nehmen Jäger solche Gerüchte zum Anlass, über 20.000 Tiere pro Jahr zu erschießen.

Foto: JMcArthur / We Animals

Dagegen hilft nur: keinen Pelz kaufen, und auch Kunstpelz nur nach ordentlicher Überprüfung. Die Jagd auf keinen Fall unterstützen. Und möglichst viele Menschen darüber aufklären, was sowohl in China als auch in Deutschland vor sich geht.