Dieser Donut wird aus Hühnern gemacht

Je mehr etwas nach Tier aussieht, desto weniger wollen Menschen es essen. Deshalb setzt die Fleischindustrie jetzt auf Hühnerfleisch in Donutform.

© Lizzie_Duff / Instagram

Es gibt mal wieder eine neue Werbemasche der Fleischindustrie: Eine australische Firma presst Hühnerfleisch mal nicht in Nugget-, sondern in Donut-Form und verkauft das als neuen Foodtrend. Der „Donug“ sieht aus wie ein ganz normaler Donut mit Glasur, besteht aber aus Tieren. Und das zeigt, wo das Problem liegt.

Denn die meisten Menschen werden eher ungern daran erinnert, dass die Tiere, die sie da essen, mal kluge und lustige Lebewesen waren, bevor sie unter grausamen Bedingungen getötet wurden. Eine Studie zeigte erst kürzlich, dass viele junge Menschen sich davor ekeln, rohes Fleisch anzufassen, und auch in Sachen Optik gehen oft solche Produkte am besten, die möglichst wenig nach Tier aussehen. Nuggets sind deshalb schon lange eine ziemlich beliebte Form für zermatschtes Hühnerfleisch, so wie Kuhfleisch oft bis zur Unkenntlichkeit zerhackt auf Burgern landet und Fische in Stäbchenform gepresst und paniert werden. Dass tote Hühner jetzt auch noch in die Form eines Donuts gequetscht werden, um möglichst harmlos daherzukommen, ist der nächste Schritt.

Dann doch lieber vegane Donuts.

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Ist Hefe vegan?

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Hefe besteht aus winzigen Tierchen, die sich vermehren, und kann deshalb gar nicht vegan sein. Wir erklären, was dran ist.

Wer sich vegan ernähren möchte, stellt sich am Anfang oft dieselben Fragen oder bekommt sie gestellt: Ist Honig vegan? Was ist Karmin? Wie sieht es mit Spuren von Milch in einem ansonsten veganen Produkt aus? Noch so eine Frage: Sind Produkte, die Hefe beinhalten, vegan?

Die Vermutung, dass Hefe nicht vegan sein könnte, hängt meist damit zusammen, dass sie sich sichtbar vermehrt. Wer schon mal einen Pizzateig selbst angesetzt hat, kennt das: Man stellt den Teig an einen warmen Ort, und innerhalb kurzer Zeit geht er deutlich auf. Klingt irgendwie nach kleinen Zaubertierchen, die sich vermehren und die man lieber nicht essen sollte, wenn man vegan leben möchte. Aber mit Tieren hat Hefe nichts zu tun.

Hefe gehört zu den Mikroorganismen, genauer gesagt biologisch gesehen zu den einzelligen Pilzen, die genau wie andere Pilze keine Schmerzen fühlen können. Hefeteige gehen deshalb auf, weil darin Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid vergärt wird. Eine chemische Reaktion also, nichts mit Krabbeltierchen. Wer Champignons oder Steinpilze isst, kann auch Hefe essen – gerne auch als Nährhefeflocken, die in vielen veganen Gerichten für den käsigen Geschmack Sorgen. Hefe ist vegan.

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