Dieser Tiger wurde auf dem Transport zum Heilbronner Weihnachtscircus erschossen

Während einer Pause des Transports durch die USA wollte Suzy entkommen. Dann wurde sie von der Polizei getötet.

© Henry County Animal Control

26. Okt 2017

Wenn ein Zirkusunternehmen dichtmacht, ist das zunächst eine gute Nachricht – aber noch kein Happy End, solange es andere Zirkusse gibt, die weitermachen. Nachdem Ringling Bros. im Mai 2017 aufhörte, sollten die Großkatzen des Dompteurs Alexander Lacey aus den USA nach Deutschland gebracht werden, um hier im Heilbronner Weihnachtscircus weiter vorgeführt zu werden. Für einen Tiger endete diese Reise tödlich.

© Henry County Animal Control

Vermutlich hatte ein Mitarbeiter einen Anhänger nicht korrekt verschlossen, sodass es Suzy während einer Pause des Transportunternehmens bei Atlanta gelang, zu entkommen. Sie durchstreifte ein Wohngebiet und attackierte einen Hund, bevor sie von der Polizei erschossen wurde. Dabei war der Export nach Deutschland zwar genehmigt worden, der Transport durch die US-Bundesstaaten Georgia, Tennessee und Arkansas aber nicht. Suzy hätte also überhaupt nicht in Atlanta sein dürfen.

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Leider ist dieser Fall nur einer von vielen, in denen die Zirkusindustrie direkt oder indirekt für den Tod von Tieren verantwortlich ist. Solange Deutschland eins der wenigen EU-Länder bleibt, die kein Verbot von Wildtieren im Zirkus erlassen hat, wird Suzy nicht das letzte tote Tier eines Zirkusunternehmens sein.

Ihr wollt etwas dagegen tun? So könnt ihr euch für ein kommunales Wildtierverbot im Zirkus in eurer Stadt einsetzen.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Das „Comicpferd“ El Rey Magnum zeigt, was Qualzucht anrichten kann

Tierärzte warnen schon lange davor, Tiere per Qualzucht zu verformen und krank zu machen. Solange es um viel Geld geht, ist Züchtern das egal.

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26. Okt 2017

Mehrere Millionen Dollar soll El Rey Magnum laut seiner Züchter wert sein, die das Pferd mit dem verformten Gesicht auf den Orrion Farms in den USA halten. Sie haben dem Tier absichtlich einen nach innen gebogenen Nasenrücken angezüchtet und behaupten, damit ein „nahezu perfektes“ Wesen geschaffen zu haben. Dabei ist diese Kopfform, die aussieht wie aus einem Comic abgeschaut, aus medizinischer Sicht alles andere als perfekt. Tierärzte warnen, dass Pferde wie El Rey Magnum Atemprobleme bekommen können.

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Ähnlich kennt man das vom Mops, dem Hund mit der per Zucht verkürzten Nase, durch die viele Tiere eher röcheln als normal atmen.  Bei anderen Tieren sorgt Qualzucht für Gelenkprobleme, Fettleibigkeit und einen frühen Tod. „Haustieren“ wie Hunden oder Pferden werden oft äußerliche Merkmale angezüchtet, die sie schöner oder niedlicher machen wollen, während es bei „Nutztieren“ wie Hühnern oder Kühen um Leistungssteigerung geht. Dass die Tiere darunter oft extrem leiden, ist den Züchtern egal. Sie verdienen schließlich ihr Geld mit ihnen.

Ihr wollt etwas dagegen unternehmen? Kommt ins Streetteam und stellt Aktionen gegen Tierquälerei auf die Beine!