Dieses Bild wollen euch Jäger lieber nicht sehen lassen

Ein Fuchs wird von zwei Hunden zerfleischt und die Jäger sind stolz darauf – bis das Bild plötzlich aus dem Internet verschwindet.

22. Jan 2018

Im Facebook-Post, der am Wochenende die Runde machte, klingt das alles fast seriös: Ein „kranker“ Fuchs, der „gesprengt“ wurde – wie passt das zu einem so brutalen Bild?

© Facebook / Jagdh. i. Einsatz

Übersetzt heißt das Jägerlatein in Wahrheit: Ein Jäger hat einen Dackel in einen (für die Jagd angelegten) Bau rennen lassen. Dort befand sich ein Fuchs, den der Dackel aus dem Versteck jagte. Der draußen wartende Jäger schoss auf den flüchtenden Fuchs, traf ihn aber wohl nicht richtig, denn der Fuchs rannte weiter um sein Leben und versteckte sich in einem anderen Bau, in dem sich auch ein Waschbär versteckt hatte. Dann musste der Jäger „zu einem Termin” und zwei andere Jäger hetzten ihre abgerichteten Hunde in den zweiten Bau. Dort biss sich einer der Hunde in den Waschbären, woraufhin dieser von den Jägern getötet wurde. Anschließend jagte einer der Hunde auch noch den angeschossenen Fuchs aus der Röhre, wo der zweite Hund bereits wartete und sich auf den Fuchs stürzte. Das Foto zeigt, wie sich beide Hunde in den Fuchs verbeißen. Es ist anzunehmen, dass sie den verletzte Fuchs letztendlich töteten.

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Bleibt die Frage: Wenn die Jäger so stolz auf ihren Fang waren, warum haben sie das Bild dann inzwischen wieder gelöscht? War ihnen die Aufmerksamkeit für ihre Methoden am Ende doch nicht recht? Oder haben sie sogar selbst eingesehen, dass die Jagd nichts ist, mit dem man angeben sollte?

Noch mal zur Erinnerung: 9 Gründe, warum Jagd grausam und sinnlos ist.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Wie „Greatest Showman“ Tierquälerei verschweigt

Im Film ist Phineas Taylor Barnum ein Visionär und Menschenfreund. Im wahren Leben war er Tierquäler und Rassist.

© Twentieth Century Fox

22. Jan 2018

Auf der Leinwand sieht das alles phänomenal aus: Hugh Jackman als P.T. Barnum, der seinen Job verliert und sich daraufhin etwas ganz Neues ausdenkt: einen bunten Wanderzirkus mit Zac Efron, Zendaya und wilden Tieren, der nach und nach die USA erobert.

Immerhin sind die Elefanten und anderen Tiere in „Greatest Showman“ nicht echt, sondern computeranimiert. Aber abgesehen davon macht es sich der Film in Sachen Tierquälerei und Menschenrechte ganz schön leicht und verschweigt einfach, wie Barnum in Wirklichkeit war.

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Der Zirkusgründer, der vor rund 200 Jahren durch die USA zog, ließ dafür neun Elefanten per Schiff von Sri Lanka nach Nordamerika transportieren, um sie dort für seine Show zu benutzen. Vier Monate verbrachten die Tiere in einem stickigen und beengten Frachtraum ohne Licht; einer der Elefanten starb. Laut seiner Autobiografie wurden während der Jagd auf Sri Lanka viele weitere „große Bestien“ getötet. Barnum brach den Willen der Tiere mit Gewalt und traktierte sie außerdem mit dem sogenannten Elefantenhaken, der schlimme Wunden hinterlassen kann.

Und auch die Menschen in Barnums „Freakshow“ wurden von dem Zirkusmacher alles andere als gut behandelt. Er stellte beispielsweise einen geistig behinderten Schwarzen als „Bindeglied zwischen Mensch und Affen“ aus, ließ Menschen mit körperlichen Behinderungen zur Belustigung seines Publikums auftreten und fand es lustig, weißen Mitarbeiter mit schwarzer Gesichtsbemalung ein Blackface zu verpassen und sie Sklaven spielen zu lassen. Solche Diskriminierungen gegen Tiere und Menschen sind auch 2018 noch lange nicht vorbei, deshalb ist es unverantwortlich, sie in einem Film einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

Was ihr ganz konkret tun könnt: Unterschreibt unsere Petition für ein Verbot von Wildtier-Zirkussen in Berlin, damit die P.T. Barnums unserer Zeit es ein bisschen schwerer haben.