Dieses Foto von brennenden Elefanten in Indien hat zu Recht einen Preis gewonnen

Das Bild von Biplab Hazra ist brutal, zeigt aber nur die Realität: In Indien werden Elefanten von Menschen angezündet.

Anschaulicher kann man kaum zeigen, was passiert, wenn Menschen glauben, sich an Elefanten rächen zu müssen: Eine Elefantenkuh und ihr Baby versuchen, vor Feuer zu fliehen, stehen aber längst selbst in Flammen. Dorfbewohner in Indien haben brennende Teerklumpen und Feuerwerkskörper auf sie geworfen. Die Füße der Mutter brennen, die Beine des Kindes sind hinter den Flammen kaum noch zu sehen. Beide schreien vor Schmerzen und Angst.

Für dieses Foto ist Biplab Hazra von Sanctuary Asia zum Wildlife Photographer of the Year ausgezeichnet worden. Zu Recht, denn es zeigt deutlich die Ausmaße eines schon lange währenden Konflikts: Die Menschen fühlen sich von den Elefanten bedroht, weil die ihre Ernte zerstören und immer wieder auch Menschen angreifen – was aber daran liegt, dass die Menschen den Elefanten ihre eigentlichen Lebensräume genommen haben und sie nicht wissen, wohin. Um sich an den Tieren zu rächen und aus Spaß vergreifen sich Menschen immer wieder an ihnen.

Der Titel des Fotos – „Hell Is Here“ – würde allerdings auch gut in hiesige Gefilde passen. Auch in Deutschland werden Tiere schließlich regelmäßig gejagt, gefangengehalten, gequält und gegessen. Auch wenn die Fotos dafür nicht immer Preise gewinnen – man muss nicht nach Indien schauen, um Tierquälerei zu finden.

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Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Deutsche Zoos verstümmeln Tausende Vögel, damit sie nicht wegfliegen können

Das Flugunfähigmachen ist in deutschen Zoos und Tierparks an der Tagesordnung. Dabei verstößt es gegen das Tierschutzgesetz.

Ganz schön beeindruckend, dass Zoos und Tierparks Vögel wie Flamingos einfach so auf Freiflächen halten, ohne dass sie wegfliegen? Eher nicht, denn in den meisten Fällen können die Tiere gar nicht mehr fliegen. Laut einer Schätzung von 2016 werden allein in Deutschland 10.000 flugunfähige Vögel in Zoos und Tierparks gehalten.

Verstümmelter Flamingo: Die gekürzten Schwungfederm am linken Flügel sind deutlich zu sehen

Dafür kürzt man den Vögeln wie Flamingos, Pelikanen oder Gänsevögeln entweder die Schwungfedern an den Flügeln – die nachwachsen, deshalb muss die Methode nach jeder Mauser wiederholt werden – oder man entfernt ihnen die Federfollikel chirurgisch oder zerstört sie per Laser. Teilweise werden die Flügelknochen auch teilamputiert. Sowohl die umkehrbaren als auch die dauerhaften Methoden bedeuten großen Stress für die Tiere, die sich danach nicht mehr artgerecht fortbewegen können. Einem Vogel die Flügel zu stutzen ist ungefähr so, als würde man einem Menschen Fähigkeit zum Laufen nehmen.

Deshalb heißt es im Tierschutzgesetz auch: „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“ Ausnahmen sind erlaubt – allerdings zählen 10.000 Fälle nicht als Ausnahme. Das sieht sogar die Bundesregierung ein, trotzdem geht das Flugunfähigmachen weiter. Dagegen hilft solange nur, keine Zoos und Tierparks zu besuchen.

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