Doku „The Dark Hobby“: Woher kommen Aquarienfische?

Alles, was ihr über die zerstörerische Aquaristik-Industrie wissen solltet, erfahrt ihr im neuen Dokumentarfilm "The Dark Hobby". Jetzt reinschauen!

Symbolbild

01. Juni 2021

Tiere leiden in Gefangenschaft, Fische sind keine Ausnahme. Trotzdem ist der Handel mit sogenannten Aquarium-Fischen ein riesiger Markt. Die neue Doku „The Dark Hobby“ enthüllt die grausame Wahrheit hinter dem vermeintlich harmlosen Hobby „Aquarium“ – und zeigt, woher viele der Rifffische wirklich stammen.

Wer mehr über die Zusammenhänge zwischen dem Aussterben, das genau jetzt in unseren Weltmeeren stattfindet, und der Aquaristik-Industrie erfahren möchte, sollte sich „The Dark Hobby“ (seit dem 21. Mai 2021 weltweit verfügbar) auf Vimeo ansehen.

Fische in Aquarien stammen aus dem Meer

Hauptschauplatz des Dokumentarfilms sind die hawaiianischen Inseln: Dort boomt der Aquarien-Handel wie nirgends sonst. In dem beliebten Reiseziel werden dort seit Jahrzehnten alle möglichen Fische aus ihrem natürlichen Lebensraum – den Riffen – gerissen und weiterverkauft. Hauptabnehmer sind die USA, doch die Rifffische enden in Hobby-Aquarien auf dem gesamten Globus. Fangquoten gibt es keine – auch nicht für Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind oder deren Bestände rapide und beständig sinken.

Aquarien-Industrie ist für massives Artensterben verantwortlich

In jedem Moment befinden sich 27 Millionen Rifffische in der Pipeline der Aquarien-Industrie. Schätzungen gehen davon aus, dass 95 Prozent der Salzwasserfische in Zoohandlungen aus dem offenen Meer stammen. Viele der mehr als 1.800 Arten sterben binnen eines Jahres, nachdem sie eingefangen wurden, an den Folgen von Unwissenheit und schlechter Haltung seitens der Menschen, die die Aquarien besitzen. Dieser massive Verschleiß befeuert die Nachfrage nach sogenannten „Haustier-Fischen“ aber nur noch weiter. Ein gefährlicher Teufelskreis für die natürlichen Bestände sowie für die Riffe selbst. Es wird geschätzt, dass in den USA jährlich tropische Fische im Wert von 200 bis 300 Millionen verkauft werden.

Was ihr für die Fische tun könnt

Um die Tiere, unsere Meere und die Bestände wildlebender Fischarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen, ist ein konsequentes Fischfangverbot dringend notwendig. Jeder Einzelne kann aber bereits aktiv werden und sich gegen die Haltung von Fischen in Aquarien als Hobby entscheiden. Es ist nie zu spät, Verantwortung zu übernehmen – wir sind es unserer Umwelt schuldig!

Das reicht euch noch nicht? Helft uns jetzt mit eurer Petitions-Unterschrift dabei, das geplante Hai-Gefängnis Shark City in Pfungstadt zu verhindern!

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
Go Vegan!

Was sind Pferderipper und wie können wir sie stoppen?

Es klingt wie ein schlechter Krimi, ist aber Realität: Immer wieder schlitzen Menschen nachts Pferde auf. Helft uns, die Pferderipper zu stoppen!

01. Juni 2021

Pferderipper schlitzen Pferde mit spitzen Gegenständen den Bauch, den Rücken oder die Geschlechtsteile auf und töten sie – daher kommt auch der Name, angelehnt an den englischen Serienmörder Jack the Ripper. Hier erfahrt ihr, was es mit den Pferderippern auf sich hat, warum sie so gefährlich sind, und was ihr tun könnt!

Hinter der Tierquälerei steckt System

In den Medien tauchen seit 1993 immer wieder Fälle von Pferderippern in ganz Deutschland auf – [1] seit einigen Jahren auch verstärkt in Frankreich und Osterreich. [2, 3] Die Tierquäler suchen sich Pferde als Opfer aus und gehen dabei nach System vor: Sie beobachten die Ställe, machen sich mit der Umgebung vertraut und nutzen dann ihre Chance, wenn sich eine Chance bietet und die Pferdehalter zum Beispiel vergessen, ein Tor zu verriegeln. [4] Die meisten Täter haben offenbar Übung im Umgang mit Pferden. In mehr als 70 Prozent der bisherigen Fälle suchten sie gezielt weibliche Tiere aus, die zahm waren und keine Angst vor Fremden hatten –  [5] das nutzen die Kriminellen aus. Viele Pferde sind nach den Attacken oft so schwer verletzt, dass den traumatisierten Haltern meist nichts anderes übrig bleibt, als das Tier von seinem Leid zu erlösen.

Kranke Internet-Challenges im Darknet?

Immer häufiger nehmen Pferderipper auch „Trophäen“ mit, also Ohren, Augen und andere abgeschnittene Körperteile. [6] Die Polizei vermutet hinter dem Vorgehen einen schockierenden Internettrend, bzw. eine verstörende Tierquäler-Challenge im Darknet, bei dem die Täter ihre „Beute“ mit anderen Personen auf gut verschlüsselten Plattformen teilen. [7] Warum Menschen so etwas tun, lässt sich nur schwer nachvollziehen. Aber wir können zusammen etwas dagegen unternehmen.

Das könnt ihr gegen Pferderipper tun!

Wenn ihr in einer Gegend wohnt, in der Pferde gehalten werden: Haltet die Augen auf. Wenn ihr selbst Pferdehalter seid oder welche kennt: Bittet sie, die Tiere falls möglich, nachts nicht auf der Koppel stehen zu lassen, sondern in einer sicheren Stallung unterzubringen, am besten mit Videokameras und Bewegungsmeldern. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zusätzlich helfen Kontrollgänge zu unregelmäßigen Zeiten, am besten zu zweit und mit einem Handy in der Tasche, damit man im Notfall direkt die Polizei rufen kann. Bittet Pferdehalter, auch vermeintlich kleinere Vorfälle anzuzeigen, damit mögliche Mehrfachtäter geschnappt werden können.

Ihr wollt noch mehr gegen Tierquälerei unternehmen?
Dann kommt in unser Streetteam, nehmt an Demonstrationen und Aktionen teil und helft dabei, Menschen über Tierquälerei aufzuklären!

[1] Pferderipper.de (2021): Nachrichten, https://www.pferderipper.de/nachrichten/, (eingesehen am 21.04.2021)

[2] Euronews (04.09.2020): Pferderipper: 30 zu Tode gequälte Tiere erschüttern Frankreich, https://de.euronews.com/2020/09/04/pferderipper-30-zu-tode-gequalte-tiere-erschuttern-frankreich, (eingesehen am 21.04.2021)

[3] (13.02.2005): „Pferderipper“ aus Österreich ohne Behandlung „Zeitbombe“: Ein Jahr Haft, https://www.derstandard.at/story/1948093/pferderipper-aus-oberoesterreich-ohne-behandlung-zeitbombe-ein-jahr-haft, (eingesehen am 21.04.2021)

[4] RTL (30.09.2020): Stute in Dorsten zu Tode gefoltert: Steckt eine Internet-Challenge dahinter?, https://www.rtl.de/cms/stute-in-dorsten-zu-tode-gefoltert-steckt-eine-internet-challenge-dahinter-4622541.html, (eingesehen am 20.04.2021)

[5] Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V. (01.07.2019): Pferde als Opfer von Gewalt – Ein Überblick, https://www.pferdesport-bw.de/pressedienst.html?file=files/Redaktion/pressedienst/2019/PD-06-2019.pdf, (eingesehen am 19.04.2021)

[6] CAVALLO (28.02.2017): Tierquäler steht vor Gericht: Geht eine ganze Serie auf sein Konto?, https://www.cavallo.de/reitsportszene/tierquaeler-steht-vor-gericht-geht-eine-ganze-serie-auf-sein-konto/, (eingesehen am 21.04.2021)

[7] Das Erste (29.08.2020): Pferde-Ripper – was treibt die Täter an?, https://www.mdr.de/brisant/pferde-ripper-challenge-taeter-100.html, (eingesehen am 20.04.2021)