Ein neues Video zeigt, wie die Wollindustrie Schafe verprügelt und blutig schneidet

An der Wolle, die ihr tragt, klebt Blut. Wortwörtlich.

© PETA Asia

Einem Wollpullover sieht man nicht an, welche Tierquälerei dahinter steckt, aber im Jahr 2017 kann niemand mehr behaupten, nichts davon zu wissen. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Recherchen in der Wollindustrie, die zeigen, dass eine Schur nicht einfach nur ein Haarschnitt ist, sondern oft blutig, traumatisch und sogar tödlich. Erst 2014 gab es eine Enthüllung in australischen Schurställen, die dazu geführt hat, dass ein Scherer zum ersten Mal wegen Tierquälerei verurteilt wurde.Wie neue Videaufnahmen von PETA Asia zeigen, geht es trotzdem noch weiter.

Für die Aufnahmen hat ein Augenzeuge fünf verschiedene Ställe in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Victoria besucht, aus denen die meisten Wolle in Australien stammt, die dann auf der ganzen Welt verkauft wird. Im Video ist zu sehen, wie Scherer den Tieren ins Gesicht schlagen, auf sie treten und sie mit spitzen Metallscheren stechen. Sie werfen die Schafe umher und schmettern ihre Körper gegen den harten Holzboden.

© PETA Asia

Weil die Scherer meist pro Stück, nicht pro Stunde, bezahlt werden, gehen sie oft besonders rücksichtslos vor. Einige von ihnen nehmen Drogen wie Crystal Meth, um das Arbeitspensum zu schaffen. Die Tiere werden dabei immer wieder schwer verletzt und bleiben oft mit klaffenden Wunden zurück, die ohne Betäubung genäht werden.

© PETA Asia

Die Wolle ist teilweise blutgetränkt, wenn sie zur Weiterverarbeitung kommt. Ältere Schafe, die nicht mehr genug Wolle produzieren können, werden meist in den Nahen Osten verschifft, wo sie ohne Rücksicht auf Tierschutzgesetze getötet werden können. Dort wird ihnen meist ohne Betäubung die Kehle aufgeschlitzt. Dass Wolle ein Produkt vom lebenden Tier ist, ist also eine Illusion.

Ihr wollt etwas dagegen unternehmen? Kauft Klamotten aus Pflanzen- und Kunstfasern statt aus Wolle und erklärt auch eurem Umfeld, warum Wolle gar nicht geht.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

H&M nimmt nach PETA-Protesten einen Hundekampf-Hoodie aus dem Sortiment

Das Ghetto nimmt den Klamotten von H&M sowieso niemand ab. Jetzt hat die Modekette auch begriffen, dass Sprüche über Hundekämpfe nicht so cool sind.

© Change.org

Die Proteste hätte H&M eigentlich voraussehen können. Vor einigen Wochen tauchte in den Filialen der Modekette ein orangefarbener Hoodie mit dem Aufdruck „Dogfight in a random alley“ auf – und die Beschwerden von Kunden ließen nicht lange auf sich warten. Schließlich sind Hundekämpfe nicht einfach nur ein cooler Spruch, mit dem man Klamotten einen Hauch von Ghetto verpassen kann, sondern brutale Realität und echte Tierquälerei. Für Hundekämpfe werden die Tiere in winzigen Käfigen gehalten oder angekettet, bis sie in den Kämpfen gezwungen werden, sich gegenseitig zu zerfleischen.

Nicht so lustig also, deshalb gab es PETA-Proteste und eine Petition auf Change.org, um H&M davon zu überzeugen, den Hoodie wieder aus dem Sortiment zu nehmen. Und es hat funktioniert: H&M sieht seinen Fehler ein, das Teil wird nicht mehr verkauft. Das zeigt mal wieder, dass Petitionen absolut etwas bringen können und jede Stimme zählt.

In Sachen Leder braucht H&M trotzdem noch Nachhilfe. Unterschreibt jetzt die PETA-Petition und fordert die Kette auf, komplett auf veganes Leder umzusteigen.