Eine Website hat errechnet, wie viele Tiere für die Kunst von Damien Hirst gestorben sind

Der englische Künstler Damien Hirst ist bekannt dafür, tote Tiere auszustellen. Die Website Artnet hat nachgezählt und ist auf eine riesige Zahl gekommen.

© S. Sereda / shutterstock.com

Am bekanntesten ist wahrscheinlich der in Formaldehyd eingelegte tote Hai, den Damien Hirst schon Anfang der Neunziger ausstellte. Aber auch tote Schafe, Pferde, Fische, Schweine und Zebras hat der Künstler schon für seine Kunst benutzt und damit so viel Geld gemacht, dass er als einer der reichsten Künstler der Welt gilt. Der Preis dafür ist ungeheuer hoch: Wie die Website Artnet ausgerechnet hat, sind für Hirsts Werke insgesamt fast eine Million Tiere gestorben.

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Einige der Tiere hat Hirst laut Eigenaussage bereits tot gekauft, andere starben erst als Teil seiner Ausstellungen. So ließ er beispielsweise Fliegen um einen toten Kuhkopf schwirren, bevor er sie per Elektroschock tötete. In einer anderen Ausstellung starben 9.000 Schmetterlinge, als Hirst sie in einen fensterlosen Raum sperrte und Besucher auf sie traten oder sie achtlos von ihrer Kleidung wischten. Artnet hat die Gesamtzahl der getöteten Tiere schon im April veröffentlicht und dafür gesorgt, dass die Tierschutzorganisation RSPCA auf den Fall aufmerksam wurde, aber bis heute hat Hirst nicht auf die Vorwürfe reagiert.

Ihr wollt nicht, dass für eure Unterhaltung Tiere gequält und getötet werden? Dann achtet vor allem im Urlaub auch auf diese Touristenfallen.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Dieser Tiger wurde auf dem Transport zum Heilbronner Weihnachtscircus erschossen

Während einer Pause des Transports durch die USA wollte Suzy entkommen. Dann wurde sie von der Polizei getötet.

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Wenn ein Zirkusunternehmen dichtmacht, ist das zunächst eine gute Nachricht – aber noch kein Happy End, solange es andere Zirkusse gibt, die weitermachen. Nachdem Ringling Bros. im Mai 2017 aufhörte, sollten die Großkatzen des Dompteurs Alexander Lacey aus den USA nach Deutschland gebracht werden, um hier im Heilbronner Weihnachtscircus weiter vorgeführt zu werden. Für einen Tiger endete diese Reise tödlich.

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Vermutlich hatte ein Mitarbeiter einen Anhänger nicht korrekt verschlossen, sodass es Suzy während einer Pause des Transportunternehmens bei Atlanta gelang, zu entkommen. Sie durchstreifte ein Wohngebiet und attackierte einen Hund, bevor sie von der Polizei erschossen wurde. Dabei war der Export nach Deutschland zwar genehmigt worden, der Transport durch die US-Bundesstaaten Georgia, Tennessee und Arkansas aber nicht. Suzy hätte also überhaupt nicht in Atlanta sein dürfen.

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Leider ist dieser Fall nur einer von vielen, in denen die Zirkusindustrie direkt oder indirekt für den Tod von Tieren verantwortlich ist. Solange Deutschland eins der wenigen EU-Länder bleibt, die kein Verbot von Wildtieren im Zirkus erlassen hat, wird Suzy nicht das letzte tote Tier eines Zirkusunternehmens sein.

Ihr wollt etwas dagegen tun? So könnt ihr euch für ein kommunales Wildtierverbot im Zirkus in eurer Stadt einsetzen.