Dieser Harry-Potter-Star setzt sich gegen Versuche an Eulen ein

Tierversuche an Eulen müssen aus dem amerikanischen Gesetz verbannt werden! Wie PETA und Harry Potter-Star Evanna Lynch dafür kämpfen, lest ihr hier!

09. Apr 2021

Eine bahnbrechende Klage von PETA USA stuft es als verfassungswidrig ein, dass Vögel in Tierversuchen benutzt werden dürfen – was eine skurrile Ausnahme im geltenden US-amerikanischen Tierschutzgesetz ist. Dagegen gehen PETA USA und Evanna Lynch jetzt vor!

Eulen in steuerfinanzierten Experimenten aufgeschnitten und getötet

Die Harry Potter-Darstellerin Evanna Lynch unterstützt PETA USA bei einer nie dagewesenen Klage gegen ein amerikanisches Bundesgesetz. Das Gesetz erlaubt es der Johns Hopkins Universität (JHU), tödliche Experimente am Gehirn von Eulen durchzuführen. Gemeinsam mit einem leitenden Universitätsmitarbeiter und einem ehemaligen Gesundheitsminister von Maryland klagen PETA und Lynch stellvertretend für alle Vögel, die bei den durch Steuergelder finanzierten Experimenten aufgeschnitten und getötet werden. Seit 2002 fallen die Tiere nicht mehr unter den Schutz des Tierschutzgesetzes. Das lag an einem Zusatzartikel, den der Senator Jesse Helms – ein berüchtigter Gegner von Bürger- und Tierrechten – zu diesem Zeitpunkt durch ein Schlupfloch geltend machen konnte.

PETAs Klage richtet sich gegen zwei Beamte des US-Landwirtschaftsministeriums, die für die Durchsetzung des Tierschutzgesetzes zuständig sind. PETAs Ziel ist es, den Zusatzartikel abzuschaffen und verweist dafür auf Grundlagen der amerikanischen Verfassung: Darin ist es verboten, bestimmte Individuen oder Gruppen gesondert zu bestrafen – wie die durch die Gesetzesergänzung von Senator Helms durchgesetzten Todesstrafen für Vögel.

Erfolgreiche Klage könnte Millionen Tiere vor Experimenten retten

„Experimentatoren schneiden Schleiereulen den Schädel auf, setzen ihnen Elektroden ins Gehirn ein, fixieren sie, setzen ihnen Kopfhörer auf, aus denen Geräusche kommen, um dann ihre Hirnaktivität aufzuzeichnen“, schrieb Lynch in einem Brief an die JHU, in dem sie das Ende der Versuche forderte. „Schlussendlich werden sie getötet, damit man ihnen das Gehirn entnehmen und untersuchen kann. Für eine so groteske Tierquälerei kann es keine ethische Rechtfertigung geben.“

Symbolbild

Sollte die Klage von PETA und Lynch erfolgreich sein, hätte sie einen besseren Schutz für Abermillionen von Mäusen, Vögeln und anderen aus unfairen Gründen ausgeschlossenen Tieren zur Folge, die in Versuchslaboren in den ganzen USA leiden.

Was ihr gegen Tierversuche tun könnt

Eure Stimme zählt im Kampf gegen Tierversuche – auch hier in Europa! Unterschreibt dafür jetzt PETAs Research Modernisation Deal: Ein Strategiepapier, das der Regierung alle notwendigen Schritte bietet, die es zum endgültigen Ausstieg aus Tierversuchen braucht. Jetzt schnell und kostenlos für eine Zukunft ohne Tierversuche unsere Forderung für den Research Modernisation Deal unterschreiben!

Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
Go Vegan!

Thomas D für PETA: Radiospot & Fotomotiv gegen Tierversuche

Thomas D gehört zu den bekanntesten deutschen Musikern. Seit über 20 Jahren unterstützt er PETA – im Radiospot zeigt er Einsatz gegen Tierversuche.

09. Apr 2021

Thomas D gehört zu den bekanntesten Deutschrappern: Er ist nicht nur Mitglied der Hip-Hop- Band Die Fantastischen Vier, sondern ist auch als Solo-Künstler erfolgreich. Für einen Radiospot leiht der Musiker und langjährige PETA-Unterstützer uns seine Stimme für den Einsatz gegen Tierversuche.

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In dem Spot engagiert sich Thomas D für die Kampagne „Genug versucht“, die mit dem Research Modernisation Deal (RMD) einen Leitfaden für den Ausstieg aus Tierversuchen anbietet. Der Radiospot wird von einem Motiv begleitet – die Message lautet: Tierversuche haben kaum Nutzen für die Erforschung menschlicher Krankheiten, verschwenden Zeit und Geld und müssen daher durch bessere Forschungsmethoden ersetzt werden.

Passend dazu fordert Thomas D: „Lasst uns grausame und sinnlose Tierversuche endgültig abschaffen – für die Tiere und eine bessere Forschung. Jährlich sterben rund 3 Millionen Tiere allein in Deutschland in Versuchslaboren, das ist unfassbar. Ratten, Mäuse oder Kaninchen werden vergiftet, mit Elektroschocks gequält oder künstlich krank gemacht. Und für was? Dafür, dass 95 Prozent der neu entwickelten Medikamente die klinischen Tests mit Menschen nicht bestehen!“

Bereits seit über 20 Jahren ist Thomas D für PETA aktiv – seine kreativen Tierschutz-Kampagnen sorgten immer wieder für Aufsehen: 1998 engagierte der Musiker sich erstmals mit einem Motiv gegen Pelz, lief als prominentes Model über den Catwalk von PETAs Fashionshow und nahm an vielen Veranstaltungen in Deutschland und den USA teil. Thomas D ernährt sich seit vielen Jahren vegetarisch und ist ein wahrer Tierfreund: Auf seinem Hof in der Eifel lebt er zusammen mit seiner Familie, Freunden und zahlreichen Tieren: Vor einigen Jahren stand auch schon Hausschwein Erika gemeinsam mit ihm vor der Kamera, Hunde und Katzen sind feste Mitbewohner. Die Bedeutung von Tieren in seinem Leben beschreibt Thomas D so:

„Tiere sind Teil meines Lebens, und das schon wirklich lang. Tiere gehören zu unserer Familie und es ist eine große Freude, sie um sich zu haben. Sie sind authentisch, bringen uns zum Lachen, bringen Ruhe rein oder sind einfach nur als treue Freunde an unserer Seite. Mein verstorbenes Hausschwein Erika zum Beispiel war unfassbar schlau und sensibel. Als Ferkel lebte sie damals erst im Haus zusammen mit uns und unseren Hunden. Als Sie sie groß war bekam Sie sie eine Freundin und ein großes Gehege bei uns auf dem Hof. Sie ging mit uns spazieren, lag mit mir im Heu, liebte es am Bauch gekrault zu werden, wusste was ‚nein‘ bedeutet und aber auch genau, was Sie sie wollte und was nicht. Ich bin dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten. Sie war eine Bereicherung in meinem Leben und mein Glücksschwein.“

Zeit für echte Wissenschaft – der Research Modernisation Deal

Ergebnisse aus Tierversuchen sind in den wenigsten Fällen auf den Menschen übertragbar -  das zeigt sich beispielsweise in der Medikamentenentwicklung: So versagen 95 von 100 neuen Medikamenten in klinischen Tests beim Menschen, die zuvor im Tierversuch wirksam und sicher waren. Bei einigen Krankheiten ist die Durchfallquote von Medikamenten besonders hoch; etwa bei Krebs mit 96,6 Prozent, bei Alzheimer mit 99,6 Prozent und bei Schlaganfall mit 100 Prozent bei mehr als 1000 Wirkstoffen und über 100 klinischen Studien. [1, 2, 3] Der Grund für diese Misserfolge ist meist derselbe: Genetik, Stoffwechsel und Anatomie sind bei verschiedenen Tierarten unterschiedlich und unterscheiden sich in entscheidenden Punkten von der menschlichen Genetik. Deshalb ist es wichtig, Zeit und Gelder nicht länger zu verschwenden – und stattdessen die Entwicklung von tierfreien, effektiveren Forschungs- und Testmethoden zu fördern.

Der RMD zeigt als Strategiepapier für eine modernere und effektivere Forschung konkret auf, wie der Ausstieg aus Tierversuchen möglich ist. Der Research Modernisation Deal ist ein Hilfsmittel für die Bundesregierung, um einen verbindlichen Ausstiegsplan zu entwickeln.

Ihr wollt euch auch gegen Tierversuche engagieren? Dann unterstützt PETAs Leitfaden zum Ausstieg aus Tierversuchen mit eurer Unterschrift!

 

1] Wong, C. H./Siah, K. W./Lo, A. W. (2019): Estimation of clinical trial success rates and related parameters. Biostatistics. 2019;20(2):273-286. Online abrufbar unter: https://academic.oup.com/biostatistics/article/20/2/273/4817524. (29.04.2020).
[2] Pistollato, F./Ohayon, E. L./Lam, A./et al. (2016): Alzheimer disease research in the 21st century: Past and current failures, new perspectives and funding opportunities. Oncotarget. 2016;7(26):38999-39016.
[3] Roth, S./Liesz, A. (2016): Stroke research at the crossroads – where are we heading? Swiss Medical Weekly. 2016 July 11. 146:w14329.