Warum Firmen, die nach China verkaufen, nie tierversuchsfrei sind

In der EU sind Tierversuche für Kosmetika und deren Inhaltsstoffe verboten. Trotzdem sind viele Produkte, die hier verkauft werden, nicht tierversuchsfrei.

Foto: PETA USA

Seit März 2013 dürfen in Deutschland keine Kosmetika mehr verkauft werden, deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum an Tieren getestet wurden. Dennoch sind viele der hier erhältlichen Marken nicht tierversuchsfrei. Wie kann das sein? Abgesehen davon, dass wegen der REACH-Verordnung trotzdem Inhaltsstoffe in Tierversuchen getestet werden, bleibt noch ein anderes großes Problem: In China sind Tierversuche für Kosmetikprodukte, die aus dem Ausland kommen, in den meisten Fällen vorgeschrieben.

Selbst wenn die Sicherheit eines Produkts also mit tierfreien Methoden getestet und damit für den Verkauf in der EU freigegeben wurde, müssen die Unternehmen in der Regel trotzdem Tierversuche in Kauf nehmen, falls sie auch nach China exportieren wollen. Und weil China ein riesiger Markt ist, wollen das immer noch viele.

Foto: PETA USA

Manche Unternehmen haben sich komplett vom chinesischen Markt zurückgezogen, weil sie konsequent keine Tierversuche dulden wollen. Andere verkaufen ihre Produkte in der EU als „tierversuchsfrei“, obwohl in China gleichzeitig Tierversuche für die Vermarktung ihrer Produkte verlangt und durchgeführt  werden. Wir finden: Ein Hersteller ist nur dann tierversuchsfrei, wenn er nirgendwo auf der Welt Tierversuche durchführt, in Auftrag gibt oder in Kauf nimmt. Schließlich ist es den Tieren völlig egal, in welchem Land sie gequält und getötet werden.

Unter bestimmten Umständen ist es inzwischen möglich, dass Unternehmen auf dem chinesischen Festland vertreten sind und trotzdem von PETA als tierversuchsfrei zertifiziert werden können. So ist es uns durch enge Zusammenarbeit zwischen PETA USA, den chinesischen Behörden und den betroffenen Unternehmen gelungen, die bekannten Kosmetikmarken Herbal Essences und Dove in unsere Liste tierversuchsfreier Kosmetik aufzunehmen. Nach wie vor ist jedoch Vorsicht geboten, wenn ein Unternehmen auf dem chinesischen Markt vertreten ist – solange die genauen Produktions- und Handelsbedingungen nicht bekannt sind, können Tierversuche nicht ausgeschlossen werden.

Auf unserer Kosmetik-Liste findet ihr in Deutschland erhältliche Unternehmen und Marken, die weder in der EU noch irgendwo sonst Tierversuche dulden – und zwar weder für einzelne Inhaltsstoffe noch für fertige Produkte.

Und was ist jetzt das Problem mit den Inhaltsstoffen? Informiert euch über die REACH-Verordnung.

Go Vegan!

Tierversuche

Weil jedes Experiment einen Ausgang hat.

Die Bundeswehr hat letztes Jahr über 600 Tiere getötet

Einige davon haben die Soldaten gegessen. Die allermeisten wurden für Tierversuche gequält und getötet.

Allein im Jahr 2015 hat die Bundeswehr laut Medienberichten 414 Ratten, 52 Meerschweinchen, 70 Schafe sowie 27 Pferde und Maultiere in Tierversuchen gequält und getötet. Zusammen mit Forellen und Kaninchen, die zum Essen getötet wurden, macht das über 600 tote Tiere in einem Jahr.

Dabei ist längst klar, dass Tierversuche nicht nur grausam sind, sondern auch sinnlos. Die Ergebnisse daraus lassen sich nicht auf die Menschen übertragen und werfen die Forschung oft eher zurück als sie weiterzubringen. Und dass beispielsweise die Organophosphate, mit denen die Bundeswehr Ratten und Meerschweinchen vergiftet hat, schädlich sind, ist längst bekannt. Es gibt also überhaupt keinen Grund, weiter Tierversuche durchzuführen.

Ihr seht eure Zukunft eher in einer tierfreundlichen Karriere? Wir haben die besten Studiengänge und Jobs für euch zusammengestellt.