Warum ist Fleisch so lecker?

Stimmt halt. Aber wieso?

Zubereitung

Wer hat Lust, einer Kuh in den Rücken zu beißen? Genau, niemand. Damit wir Fleisch lecker finden, müssen wir es erst mal lecker machen – durch Kochen, Braten und jede Menge Gewürze. Wenn wir Appetit auf Fleisch haben, denken wir deshalb auch meist eher an ein verarbeitetes Produkt: einen schön fettigen Döner, den Umami-Geschmack und den Biss eines Steaks oder die krosse Panade von Fischstäbchen. Diese Eigenschaften haben aber nicht viel mit dem Fleisch selbst zu tun, sondern es gibt sie alle auch bei Pflanzenprodukten.

Gewohnheit

Und warum haben wir dann Lust auf ein Schweineschnitzel und nicht auf eine schöne Misosuppe mit Tofu? Einfache Antwort: Gewohnheit. Die meisten von uns wachsen nicht nur in dem Glauben auf, dass es normal, natürlich und notwendig sei, Fleisch zu essen – sondern bekommen auch direkt beigebracht, für wessen Fleisch das gilt. Hunde: nein. Schweine: ja. Insekten: igitt. Ist halt nur überhaupt nicht logisch. Unser Geschmack ist eben sehr geprägt durch das Essen, mit dem wir aufwachsen – aber das heißt nicht, dass er in Stein gemeißelt ist. So leckere Dinge wie Oliven, Kaffee, Mate, Pilze oder extrascharfe Soße fanden viele von uns schließlich als Kind auch noch nicht so super.

Ignoranz

Gut und schön, aber warum sollte man seinen Geschmack überhaupt umgewöhnen? Weil wir Fleisch letztendlich nur aus einem dritten Grund so lecker finden können: Wir blenden aus, was es wirklich ist. Wenn wir mal kurz aufhören, uns selbst etwas vorzulügen, kommen die wenigsten von uns auf den Gedanken klar, dass der Cheeseburger auf unserem Teller mal ein lebendiges Tier war. Wir haben Mitgefühl, wir ignorieren es nur. Sonst würde uns ganz schnell der Appetit auf Fleisch vergehen.

Lecker ohne Selbstbetrug: Unsere fleischfreien Rezepte.

Ernährung

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5 Tierprodukte, die dem Klima schaden

Klimaschutz ist euch wichtig? Dann solltet ihr diese 5 tierischen Produkte lieber vermeiden.

Fleisch

Die Tierwirtschaft spielt in der aktuellen Klimakrise eine große Rolle. Grund: Sie erzeugt die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoff, Methan und Stickoxid in extrem großen Mengen, produziert massenhaft umweltbelastende Schadstoffe wie Feinstaub und verbraucht dabei viel mehr Ressourcen wie Wasser und Energie als die pflanzliche Landwirtschaft. Deshalb gehen Fleischkonsum und Klimaschutz nicht zusammen.

Milch

Was für Fleisch gilt, gilt auch für Milch: Um Kühe zu halten, zu füttern, sie künstlich zu befruchten, ihnen die Milch abzunehmen und sie schließlich zu töten, werden extrem viele Ressourcen verbraucht. Schon richtig, dass für den Sojaanbau die Regenwälder abgeholzt werden, aber das liegt nicht an der Sojamilch, sondern an den Kühen, die mit Soja gefüttert werden. Direkt Soja- oder andere Pflanzenmilch zu trinken ist viel klimafreundlicher.

Butter

Milch ist klimaschädlich, also sind es auch Milchprodukte, soweit logisch. Eine besonders schlechte Bilanz hat aber noch mal Butter, weil sie so stark verarbeitet ist und deshalb wenig Lebensmittel für viel Aufwand liefert. Fürs Klima ist es am besten, pflanzliche Öle und Fette zu benutzen.

Honig

Dass wir die Bienen retten müssen, um die biologische Vielfalt und damit uns als Menschen zu erhalten, dürfte inzwischen klar sein. Allerdings unterstützt man das nicht, indem man Honig isst. Im Gegenteil: Bienen werden dafür in der Massentierhaltung gehalten und mit Ersatznahrung gefüttert, der für sie wichtige Nährstoffe fehlen. Bienen- und klimafreundlicher sind pflanzliche Süßungsmittel.

Leder

Der Mythos vom „Naturprodukt“ Leder hält sich immer noch hartnäckig. Dabei muss Leder erst mal gegerbt werden, damit daraus Schuhe, Taschen oder sonstige Teile entstehen können – und das passiert meist mit giftigen Laugen und Schwermetallen, die neben den Arbeitern vor Ort auch die Umwelt schwer schädigen können. Mit Klimaschutz hat das nichts zu tun.

Übrigens: Dieses Video erklärt euch in 4 Minuten alles zu veganer Kleidung.