Wie man gute Fotos von Tierrechtsaktionen macht

Ihr veranstaltet eine Protestaktion oder nehmt an einer Demo teil? So fangt ihr sie am wirkungsvollsten auf Fotos ein.

© Fighting for Animals Photogr

Bereitet euch vor

Oft ist schon vorher klar, wo eine Aktion stattfindet. Im besten Fall könnt ihr also vorab schon mal ausprobieren, aus welchem Winkel ihr alles Wichtige aufs Foto bekommt und wo ihr stehen müsst, damit euch keine Autos durchs Bild fahren.

Macht klar, worum es geht

Wer eure Fotos sieht, sollte auf den ersten Blick erkennen können, worum es bei der Aktion geht. Achtet zum Beispiel bei einer Demo vor einem Pelzgeschäft darauf, das Firmenlogo mit ins Bild zu bekommen, oder bei einer Zirkusdemo darauf, dass man die als Elefanten verkleideten Aktivisten sieht. Auch immer super: Schilder fotografieren, die ein klares Statement setzen.

Achtet auf die Stimmung

Ist es eher eine spaßige Demo oder eine todernste Aktion? Das sollte sich in den Gesichtern der Menschen in euren Fotos spiegeln, drückt also im passenden Moment auf den Auslöser. Auch interessierte oder schockierte Passanten auf Fotos können eine wirkungsvolle Geschichte erzählen.

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Setzt auf verschiedene Einstellungen

Eine Massenaufnahme von der gesamten Democrew kann genauso einprägsam sein wie eine Nahaufnahme von einem mit Kunstblut überströmten Aktivisten am Boden. Probiert also beides auf und versucht, neben der Gesamtheit eurer Aktion auch Details einzufangen.

Bedenkt Social-Media-Formate

Wenn ihr für eure Website oder die lokale Tageszeitung fotografiert, sind vielleicht eher querformatige Fotos gefragt. Für Instagram andererseits wollt ihr eventuell lieber direkt quadratisch fotografieren – oder für die Stories hochformatige Fotos, Videos oder Boomerangs einfangen. Denkt am besten schon beim Fotografieren darüber nach, wo die Fotos später mal zu sehen sein sollen, damit ihr nachher nicht komisch schneiden müsst. Dass ihr beim Posten die passenden Hashtags und Markierungen nutzt, damit eure Bilder möglichst leicht gefunden werden, ist dann sowieso klar.

Ihr wollt sowas nicht alleine machen? Kommt ins Streetteam und startet gemeinsam Tierrechtsaktionen.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Hat euer Weihnachtsmarkt eine lebende Krippe?

Echte Schafe, Esel und andere Tiere, die auf dem Weihnachtsmarkt die Krippe darstellen sollen: Das könnt ihr gegen diese Tierquälerei in eurer Stadt tun.

Auf vielen Weihnachtsmärkten gibt es sogenannte lebende Krippen. Schafe, Esel und teilweise auch Lamas, Kamele, Kühe oder Ziegen müssen dort oft über mehrere Wochen in kleinen Verschlägen ausharren und sind dabei täglich völlig schutzlos der stressigen Atmosphäre des Marktes ausgesetzt.

Dabei schreibt das Tierschutzgesetz bestimmte Bedingungen vor, um Tiere so ausstellen zu dürfen. So darf so eine Veranstaltung nur in Ausnahmefällen mehr als einen Tag dauern bzw. nur dann als längerfristige Haltungsform gelten, wenn die Tiere genug Platz bekommen und ihren Bedürfnissen entsprechend gepflegt und ernährt werden. Dass viele Weihnachtsmärkte sich nicht an diese Regeln halten, ist deutlich.

Sollten in eurer Stadt lebende Tiere auf dem Weihnachtsmarkt ausgestellt sein, schreibt bitte an den Bürgermeister und den Veranstalter sowie das Ordnungsamt und das Veterinäramt und fordert sie auf, künftig keine Tiere zuzulassen. Dieser Protest auf lokaler Ebene ist sehr wichtig.

Ihr wollt noch mehr tun und euch gemeinsam mit anderen Leuten für die Tiere einsetzen? Dann kommt ins Streetteam!