Kann man bei Fridays for Future mitlaufen, obwohl man Fleisch isst?

Ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, aber Fleisch, Milch und Eier essen – passt das zusammen? Wir erklären, warum Klimaschutz auf dem Teller anfängt.

© Nico Roicke / Unsplash

Dass die Herstellung von tierischen Produkten alles andere als umweltfreundlich ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Nicht umsonst gehen unsere PETA ZWEI-Streetteams jede Woche in verschiedenen Städten auf die Fridays-for-Future-Demos und setzen sich für den Klimaschutz mit Botschaften wie „Fleisch ist giftig für die Welt“ ein. Welche Auswirkungen tierische Produkte auf unseren Planeten haben, zeigen wir in diesem Video:

Rinderweiden und Sojaanbau statt Regenwald

Die Zahlen der Regenwaldabholzung im Amazonasgebiet gehen steil bergauf. Auf den oft illegal gerodeten Flächen werden Rinder gemästet, die durch unter anderem ihre Ausscheidungen eine enorme Menge an Treibhausgasen verursachen. Außerdem werden die Regenwaldgebiete für den Futteranbau verwendet. So landen 98 Prozent des angebauten Sojas in den Futtertrögen der Tiere – nicht etwa auf den Tellern von Veganern.

Kann es also fleischessende Umweltschützer geben?

Natürlich zählt auch jeder noch so kleine Beitrag, wenn es darum geht, etwas für unser Klima zu tun. Ihr schaltet das Licht aus, wenn ihr einen Raum verlasst, benutzt Stoffbeutel für den Einkauf und fahrt mit der Bahn? Super! Doch warum nicht einfach einen Schritt weitergehen und tierische Produkte vom Teller streichen? Das ist ebenso leicht, wie das Licht ausschalten, denn vegane Alternativen wie leckere Pflanzendrinks oder Seitanburger gibt es inzwischen an jeder Ecke, doch die Wirkung auf unsere Umwelt ist enorm. Das Klima und die Tiere werden es euch danken!

Lauft doch bei der nächsten Fridays-for-Future-Demo bei einem unserer Streetteams mit und erzählt euren Freunden und Bekannten, wieso Fleischessen die Umwelt zerstört.

Ernährung

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Warum Fleischessen die Umwelt zerstört

Die Fleischindustrie schadet nicht nur Tieren und Menschen. Sie ist auch verantwortlich für den Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.

Klimawandel

Die Tierwirtschaft erzeugt die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in extrem großen Mengen. Das passiert einerseits direkt durch die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe in der Intensivtierhaltung und andererseits indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel.

Umweltverschmutzung

Jedes Jahr produziert die Intensivtierhaltung massenhaft Schadstoffe. Dazu gehört der Feinstaub aus den Ställen genauso wie die enormen Mengen an tierischen Ausscheidungen, die – anders als menschliche – ungeklärt in die Gewässer gelangen. Allein die Schweine in Deutschland erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung.

Landverschwendung

Tiere zum Essen aufzuziehen, ist viel weniger effizient als Gemüse, Getreide oder Hülsenfrüchte anzubauen. Um einen Veganer zu ernähren, braucht man ein Zwanzigstel der Fläche, die man für einen Fleischesser braucht.

Wasserverschwendung

Etwa 70 Prozent der erschlossenen Wasserressourcen fließen in die Landwirtschaft. Dabei schluckt die Fleischindustrie ganz besonders viel. In einem Kilo Fleisch stecken rund 15.500 Liter Wasser. Damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen.

Energieverschwendung

Die Intensivtierhaltung braucht Strom, um ihre Maschinerie am Laufen zu halten, Tiere an Fließbändern zu verarbeiten und ihre Überreste zu kühlen und zu transportieren.

Rodung

Allein in Südamerika hat die Fleischindustrie in den letzten 40 Jahren 40 Prozent des Regenwaldes für Weideflächen oder die Produktion von Futtermitteln gerodet. Damit schadet sie nicht nur dem Weltklima, sondern rottet auch viele Tier- und Pflanzenarten aus.

Tiere

Letztlich besteht die Natur nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus Tieren. Wer sich um die Umwelt sorgt, kann also die Lebewesen darin nicht außen vor lassen. Jährlich tötet die Fleischindustrie allein in Deutschland mehr als zwei Milliarden Tiere. Umweltfreundlich ist das nicht.