Fühlen Pflanzen Schmerz?

Lieblingsargument gegen das Vegansein: Pflanzen haben auch Gefühle. Aber stimmt das überhaupt?

Wenn den Leuten gar nichts mehr einfällt, um gegen Veganer zu argumentieren, dann fällt ihnen immer noch das ein: „Aber Pflanzen haben doch auch Gefühle!“ Wer Pflanzen statt Tiere isst, macht es demnach nicht besser – ergo: Vegansein bringt gar nichts, Diskussion beendet, darauf ein Kuh-Burger.

Aber was steckt wirklich hinter diesem Spruch? Man hört schließlich immer von Studien, in denen festgestellt wird, dass Pflanzen zum Beispiel „hören“ können, wenn sie gefressen werden oder dass Bäume eine Art Gedächtnis haben und über ihre Wurzeln unterirdisch miteinander kommunizieren. Ist eine Pflanze zu essen also genauso grausam wie ein Tier zu essen?

Ganz grundsätzlich gilt, dass man keinem Lebewesen unnötig schaden sollte. Wir müssen essen, um zu überleben. Aber wir schaden weniger Pflanzen, wenn wir sie direkt konsumieren, als wenn wir sie erst von Tieren essen lassen und dann die essen. Um etwa ein Kilo Fleisch zu liefern, muss eine Kuh über 16 Kilo Pflanzen zu sich nehmen, das ist eine extreme Verschwendung. Wenn ausgerechnet ein Fleischesser also mit dem Pflanzengefühle-Argument kommt, ist das ziemlich lächerlich.

Aber wie steht es nun mit den Gefühlen? Sicher ist: Tiere sind auf jeden Fall fühlende Lebewesen, die Schmerz empfinden. Bei Pflanzen ist bislang noch kein Nervensystem gefunden worden, das dem des Menschen so ähnlich wäre, dass man darauf auf ein Schmerzempfinden schließen könnte. Wenn wir im Zusammenhang mit Pflanzen von „Gefühlen“ oder „Kommunikation“ sprechen, dann verwenden wir diese Begriffe eher symbolisch, weil es für das, was Pflanzen machen, noch keine eigenen gibt. Es kann sein, dass Pflanzenforscher in Zukunft feststellen, dass Pflanzen über mehr Intelligenz und Gefühle verfügen, als wir das bislang wissen (so war es beispielsweise auch bei Kraken, deren Nervensystem so speziell ist, dass Menschen sie lange für schmerzunempfindlich hielten). Aber nach bisherigem wissenschaftlichem Stand spricht alles für eine vegane Ernährung, weil so nicht nur weniger Tiere sterben, sondern auch weniger Pflanzen.

Viel besser als mit Fleischessern streiten: Zusammen vegane Waffeln essen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

In England gibt es jetzt Tee mit Würstchengeschmack

Warum eigentlich nicht.

Eine englische Supermarktkette hat sich für die Feiertage jetzt schon was ganz Besonderes ausgedacht: Tee mit Würstchengeschmack. Auf Instagram ist der Tee in der Sorte „Pigs In Blankets“ aufgetaucht, also etwa „Würstchen im Schlafrock“. Daneben gibt es außerdem eine Sorte mit Rosenkohlgeschmack.

Da fragt man sich mal wieder: Wer braucht sowas? Die Antwort: Völlig egal, denn solange dafür keine Tiere sterben, ist an Würstchengeschmack ja erst mal nichts verkehrt. Der Tee soll vegan sein, wer auf sowas steht, kann ihn sich also guten Gewissens gönnen.

Ihr mögt Würstchen lieber als Essen statt als Getränk? Hier ist unser Rezept für vegane Currywurst.