„Game Of Thrones“-Fans kaufen sich Huskys – und kümmern sich dann nicht um sie

In den USA und Großbritannien müssen sich die Tierheime um immer mehr Huskys kümmern. Schuld daran sind Leute, die zu viel „Game Of Thrones“ gesehen haben.

Sie merke das schon an den Namen, erklärt die Mitarbeiterin einer Auffangstation in San Francisco im Interview mit der SF Gate. Plötzlich landen lauter Huskys bei ihr, die Lady, Ghost, Nymeria, Grey Wind oder Summer heißen – so wie die Schattenwölfe der Familie Stark aus „Game Of Thrones.“ Seit die neue Staffel davon angefangen hat, legen sich die Menschen wieder haufenweise Huskys zu – und geben sie dann wieder ab, weil sie damit überfordert sind. Ein anderes Tierheim in Kalifornien erklärt im Artikel beispielsweise, dass es sich aktuell um rund 45 statt wie sonst um 20 neue Hunde im Monat kümmern muss. Und auch in Großbritannien verzeichnen Tierheime in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs an Huskys, die sich Menschen zum Start der Serie als Welpen gekauft haben, um sich kurz darauf von ihnen überfordert zu fühlen.

Was bei „Game Of Thrones“ so lässig aussieht, ist im echten Leben nun mal kompliziert. Huskys sind Tiere mit komplexen Bedürfnissen, die für das Leben in einem amerikanischen, britischen oder auch deutschen Haushalt nicht gemacht sind. Das merken viele Menschen allerdings erst, nachdem sie sich einen der Hunde ins Haus geholt haben. Und ähnlich wie bei den Clownfischen, die nach „Findet Nemo“ im Klo landeten, den Eulen, die „Harry Potter“-Fans plötzlich unbedingt haben wollten, und natürlich den Dalmatinern, die nach „101 Dalmatiner“ massig unter den Weihnachtsbäumen saßen, um zu den nächsten Sommerferien im Tierheim zu landen, müssen auch bei den „Game Of Thrones“-Huskys am Ende die Tiere ausbaden, dass die Menschen sie cool oder niedlich fanden. So richtig nach Tierliebe klingt das nicht.

Update: Inzwischen hat sich auch "Game Of Thrones"-Star Peter Dinklage zum Thema geäußert und richtet sich mit einem Statement für PETA USA an seine Fans: "An alle wunderbaren Fans von 'Game Of Thrones', wir haben mitbekommen, dass die Beliebtheit der Schattenwölfe dazu führt, dass viele Menschen sich Huskys kaufen. Das schadet nicht  nur all den tollen Hunden, die in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, sondern die Tierheime vermelden auch immer mehr abgegebene Huskys, wie immer, wenn Hunde aus einem Impuls heraus und ohne ausreichendes Verständnis für ihre Bedürfnisse gekauft werden. Bitte, bitte: wenn ihr vorhabt, einen Hund in eure Familie zu holen, stellt sicher, dass ihr euch der Verantwortung bewusst seid und damit umgehen könnt, und adoptiert ein Tier IMMER aus dem Tierheim."

Überlegt euch genau, ob ihr euch um ein Tier kümmern könnt, bevor ihr euch eins ins Haus holt. Und geht dafür nie zum Züchter, sondern ins Tierheim.

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
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Kimiko Glenn von „Orange Is The New Black“ setzt sich gegen Hunde in heißen Autos ein

Wenn ein Hund in einem aufgeheizten Auto leidet, rettet man den Hund und nicht das Auto, findet Kimiko Glenn alias Soso von „Orange Is The New Black“.

Die Botschaft ist mal eindeutig: „Das Auto ist versichert. Der Hund ist unersetzlich.“ Mit Gertie in einer Hand und einem Brecheisen in der anderen steht Kimiko Glenn in der neuen PETA-Kampagne vor einem Auto mit eingeschlagener Fensterscheibe. „Macht, was nötig ist. Lasst Hunde nicht in heißen Autos sterben“, steht darunter.

Kimiko, die als Soso aus „Orange Is The New Black“ bekannt ist, kennt sich mit Höchsttemperaturen aus. Im Video zum Fotoshoot erzählt sie, dass sie in Arizona aufgewachsen ist und daher weiß, wie schnell ein Auto in der Sonne zum Backofen wird. Das gilt aber nicht nur für die USA, sondern auch für hiesige Gefilde: Im Hochsommer reichen schon wenige Minuten, um den Wagen auf bis zu 70 Grad Celsius aufzuheizen und zur Todesfalle zu machen. Da helfen auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster nicht. Selbst an lauen Frühlings- oder Herbsttagen sterben immer wieder Hunde in Autos, weil Menschen sie „nur mal schnell“ zurücklassen und die Temperaturen unterschätzen.

Lasst eure Hunde deshalb niemals im Auto zurück. Und handelt, wenn ihr einen Hund im Auto seht. Alle Infos dazu fasst unser Artikel zusammen.