Warum vegan gesünder ist

Wem Tierrechte als Argument nicht reichen, kann auch einfach an sich selbst denken. Vegan ist nämlich auch für die Menschen gesund.

23. Aug 2016

Studien stellen regelmäßig fest, dass Fleischesser ein höheres Risiko für Herzkrankheiten haben, öfter an Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel leiden und häufiger an Diabetes und manchen Krebsarten erkranken. Darüber hinaus haben Fleischesser im Durchschnitt einen höheren Body-Mass-Index. Schuld daran sind unter anderem die gesättigten Fette und das Cholesterin, von denen Fleischesser mehr aufnehmen als Vegetarier und vor allem Veganer, die stattdessen mehr Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Sojaprodukte, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen.

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Wer Fleisch isst, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und läuft eher Gefahr, impotent zu werden. Außerdem sorgt unter anderem die Tierindustrie dafür, dass immer mehr Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika ausbilden, indem sie jährlich knapp 1.000 Tonnen Antibiotika einsetzt. Diese antibiotikaresistenten Keime stellen dann auch ein Risiko für Menschen dar. Über die Stallluft und die Gülle, mit der Felder gedüngt werden, verbreiten sich die Keime zudem weit über die Ställe hinaus und landen schließlich auch in Fleisch, Milch und Eiern. Zwei Drittel des jährlichen Verbrauchs an Antibiotika werden für Tierfabriken aufgewendet.

Was jeder übers Essen wissen sollte
Kühe geben nicht einfach so Milch. Sondern genau wie Menschen und alle anderen Säugetiere nur dann, wenn sie schwanger waren. Damit das Kalb nicht wegtrinkt, was ihm eigentlich zusteht, wird es meist direkt nach der Geburt von seiner Mutter getrennt.
Käse ist nicht immer vegetarisch

Weil Milch eigentlich Nahrung fürs Kalb ist, haben Kälber auch ein besonderes Enzymgemisch im Magen, das ihnen dabei hilft, die Milch zu verdauen. Käseproduzenten benutzen das Lab aus den Mägen besonders jung geschlachteter Kälber, um Hart- und Schnittkäse herzustellen. Lab ist nicht deklarierungspflichtig und in den meisten Käsesorten enthalten.

Für veganen Käse muss kein Tier leiden
Fleisch kann mit Darmbakterien verunreinigt sein

Ekliger geht es kaum: Im Rahmen einer Studie wurden 200 Hackfleischproben aus dem Supermarkt untersucht, von denen 20 Prozent mit Salmonellen verseucht waren. Die stammen aus dem Kot von Tieren, der durch mangelnde Hygiene bei der Schlachtung ans Fleisch gelangt. Deshalb findet sich beispielsweise auf rohem Geflügel auch oft der Warnhinweis, das Fleisch nicht roh zu essen und alle Küchengeräte zu waschen.

Gelatine wird aus Knochen und Sehnen gewonnen
Die Eierindustrie tötet jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken

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Linsen enthalten jede Menge Eisen

Eisenmangel kommt bei Veganern nicht häufiger vor als bei Omnivoren, aber es sollten alle auf eine gute Versorgung aufpassen. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, manche Gemüsesorten und Trockenfrüchte liefern wichtiges Eisen. Da Vitamin C die Aufnahme von Eisen erhöht, sollte zu eisenhaltigen Lebensmitteln zum Beispiel ein Glas Orangensaft trinken.

Wer sich rein pflanzlich ernährt, hat ein geringeres Krebsrisiko als die Allgemeinbevölkerung.
Rund 60 Prozent der deutschen Getreideernte gehen in die Tierwirtschaft. Man benötigt rund 16 Kilo Getreide, um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren. Würden die Menschen das Getreide direkt essen, müsste niemand mehr hungern.
Das Veganstart-Programm – Vegan werden leicht gemacht mit PETA

Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Veganstart-Programm versorgt euch 30 Tage lang mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen per Mail mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Diese Dinge sind nicht immer vegan

Die Industrie schafft es immer wieder, Tierprodukte auch da unterzubringen, wo man sie nie vermuten würde. Hier solltet ihr besonders die Augen offenhalten.

Foto: Jakob Owens

23. Aug 2016

Saft

Auch 100-prozentiger Fruchtsaft ist nicht zwangsläufig vegan. Viele Säfte werden mit Gelatine geklärt, was auf der Packung nicht vermerkt sein muss. Sicher sein kann man sich nur bei ausdrücklich als vegan gekennzeichneten Säften, indem man selbst beim Hersteller nachfragt oder in unseren Einkaufsguide schaut.

Wein

Wein wird aus Traubensaft gemacht, siehe oben. Auch hier gibt es vegane Alternativen.

Chips

„Aromen“ klingt immer so harmlos, kann aber alle möglichen Tierbestandteile enthalten. Auch in Chips, die einfach nur nach Paprika oder scharfen Gewürzen schmecken sollen, können zum Beispiel Stoffe aus Schweineborsten oder Wild stecken. Ein Glück, dass es mehr als genug vegane Alternativen gibt.

Pinsel

Sich mit Tierhaaren zu schminken ist leider ziemlich verbreitet, denn sowohl günstige als auch höherpreisige Kosmetikmarken binden ihre Pinsel oft aus Naturborsten. Meist ist immerhin gekennzeichnet, woraus die Pinsel bestehen, sodass man sich für die synthetischen Haare entscheiden kann.

Foto: Alex Jones

Margarine

Pflanzenfett, sollte man meinen. Leider stecken in Margarine aber oft Milchbestandteile oder tierische Vitaminzusätze. Mit dem Veganklassiker Alsan und den anderen Alternativen im Einkaufsguide ist alles safe.

Kondome

Was an Gummi nicht vegan sein soll? Die meisten Kondome bestehen aus Latex, und das wird mithilfe des Milchbestandteils Kasein hergestellt. Wer beim Sex nicht an Babykühe denken will, findet vegane Alternativen zum Beispiel bei Einhorn und Glyde.

Analogfotos

Und schon wieder Gelatine. Der Schleim aus Tierknochen, Haut und Sehnen bringt als Kleber die Fotos aufs Fotopapier. Dann doch lieber einfach digital fotografieren.

Paintball-Kugeln

Apropos Gelatine: Die Farbkugeln, mit denen man beim Paintball aufeinander schießt, bestehen aus einer Gelatinehülle, die mit einer gefärbten Masse gefüllt sind und beim Aufprall platzen. Der Inhalt enthält meist Fischöl, und auch an veganen Hüllen arbeiten Hersteller aber noch.

Nur noch mal der Vollständigkeit halber: Das alles heißt nicht, dass es schwierig oder unmöglich ist, vegan zu sein, sondern eher, dass viele Hersteller immer noch nicht begriffen haben, was klar geht und was nicht. Am besten zeigt man ihnen das mit Produktanfragen und indem man sein Geld in vegane Alternativen steckt.