Warum vegan gesünder ist

Wem Tierrechte als Argument nicht reichen, kann auch einfach an sich selbst denken. Vegan ist nämlich auch für die Menschen gesund.

Studien stellen regelmäßig fest, dass Fleischesser ein höheres Risiko für Herzkrankheiten haben, öfter an Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel leiden und häufiger an Diabetes und manchen Krebsarten erkranken. Darüber hinaus haben Fleischesser im Durchschnitt einen höheren Body-Mass-Index. Schuld daran sind unter anderem die gesättigten Fette und das Cholesterin, von denen Fleischesser mehr aufnehmen als Vegetarier und vor allem Veganer, die stattdessen mehr Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Sojaprodukte, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen.

Wer Fleisch isst, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und läuft eher Gefahr, impotent zu werden. Außerdem sorgt unter anderem die Tierindustrie dafür, dass immer mehr Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika ausbilden, indem sie jährlich knapp 1.000 Tonnen Antibiotika einsetzt. Diese antibiotikaresistenten Keime stellen dann auch ein Risiko für Menschen dar. Über die Stallluft und die Gülle, mit der Felder gedüngt werden, verbreiten sich die Keime zudem weit über die Ställe hinaus und landen schließlich auch in Fleisch, Milch und Eiern. Zwei Drittel des jährlichen Verbrauchs an Antibiotika werden für Tierfabriken aufgewendet.

Was jeder übers Essen wissen sollte
Kühe geben nicht einfach so Milch. Sondern genau wie Menschen und alle anderen Säugetiere nur dann, wenn sie schwanger waren. Damit das Kalb nicht wegtrinkt, was ihm eigentlich zusteht, wird es meist direkt nach der Geburt von seiner Mutter getrennt.
Käse ist nicht immer vegetarisch

Weil Milch eigentlich Nahrung fürs Kalb ist, haben Kälber auch ein besonderes Enzymgemisch im Magen, das ihnen dabei hilft, die Milch zu verdauen. Käseproduzenten benutzen das Lab aus den Mägen besonders jung geschlachteter Kälber, um Hart- und Schnittkäse herzustellen. Lab ist nicht deklarierungspflichtig und in den meisten Käsesorten enthalten.

Für veganen Käse muss kein Tier leiden
Fleisch kann mit Darmbakterien verunreinigt sein

Ekliger geht es kaum: Im Rahmen einer Studie wurden 200 Hackfleischproben aus dem Supermarkt untersucht, von denen 20 Prozent mit Salmonellen verseucht waren. Die stammen aus dem Kot von Tieren, der durch mangelnde Hygiene bei der Schlachtung ans Fleisch gelangt. Deshalb findet sich beispielsweise auf rohem Geflügel auch oft der Warnhinweis, das Fleisch nicht roh zu essen und alle Küchengeräte zu waschen.

Gelatine wird aus Knochen und Sehnen gewonnen
Die Eierindustrie tötet jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken
Linsen enthalten jede Menge Eisen

Eisenmangel kommt bei Veganern nicht häufiger vor als bei Omnivoren, aber es sollten alle auf eine gute Versorgung aufpassen. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, manche Gemüsesorten und Trockenfrüchte liefern wichtiges Eisen. Da Vitamin C die Aufnahme von Eisen erhöht, sollte zu eisenhaltigen Lebensmitteln zum Beispiel ein Glas Orangensaft trinken.

Wer sich rein pflanzlich ernährt, hat ein geringeres Krebsrisiko als die Allgemeinbevölkerung.
Rund 60 Prozent der deutschen Getreideernte gehen in die Tierwirtschaft. Man benötigt rund 16 Kilo Getreide, um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren. Würden die Menschen das Getreide direkt essen, müsste niemand mehr hungern.
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Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Auch in teurem Fisch können Fadenwürmer stecken

Egal ob Sushi, Billiglachs oder fancy gefangener Wildfisch: Man kann nie ausschließen, dass Parasiten wie Fadenwürmer darin leben und sterben.

Foto / Video: Gary Altenberg

In Dänemark haben Biologen in über 90 Prozent der Proben bestimmter Fischarten die Larven des Fadenwurms gefunden. Eine andere Studie in Alaska fand die Fadenwürmer bei sämtlichen wild gefangenen Lachsen. Es wird vermutet, dass der Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Wassertemperaturen es den Würmern immer leichter macht, sich in den Fischen einzunisten.

Dabei spielt es keine Rolle, woher die Fische stammen oder wo sie verkauft werden. Parasiten wie Fadenwürmer werden regelmäßig in abgepacktem Supermarktfisch gefunden, aber auch in teuren Restaurants.

Viele Menschen denken, dass es reicht, die Fische gründlich zu kochen oder länger einzufrieren, um die Würmer loszuwerden. Allerdings wird Fisch oft bei so niedrigen Temperaturen zubereitet, dass die Fadenwürmer dabei nicht sterben. Und um zu erfrieren, müssten die Würmer im Fisch mehrere Tage tiefgefroren werden, was auch meist nicht geschieht. Und falls die Fische doch ausreichend gekocht oder gefroren werden, um die Würmer zu töten, bleiben die trotzdem noch im Fisch und man isst sie tot mit.

Ziemlich eklig? Sagen wir ja. Dann doch lieber vegan.