Happy #februdairy, Milchindustrie!

Das ging nach hinten los: Die Milchlobby will nach dem #veganuary den Umsatz wieder ankurbeln – und bekommt im #februdairy den Spiegel vorgehalten.

Es geht nichts über ein gutes Wortspiel, deshalb feiern Veganer und alle, die es werden wollen, schon seit Jahren den Januar unter dem Hashtag #veganuary. Die Idee soll Leute ermutigen, das mit dem veganen Leben zum Jahresstart einfach mal auszuprobieren – und im besten Fall dabeizubleiben. Das funktioniert so gut, dass die Milchindustrie jetzt Angst bekommen hat und mit eigenem Hashtag gegenzusteuern versucht.

Denn auch wenn es sicher nicht nur am Hashtag liegt, wird die Nachfrage nach veganen Alternativen zur Kuhmilch immer größer. Längst gibt es in den meisten Supermärkten nicht nur Sojamilch, Hafermilch, Reismilch und andere Pflanzenmilchsorten, sondern auch veganen Joghurt, veganen Quark, veganen Käse und veganes Eis. Käufer geben ihr Geld lieber für Produkte aus, für die keine Tiere gequält werden, und die Milchindustrie bekommt das zu spüren. Deshalb hat sich die Milchlobby etwas einfallen lassen und will unter dem Hashtag #februdairy zeigen, wie super es den Kühen in der Industrie geht. Glückliche Tiere auf grünen Wiesen sind da zu sehen, also das Bild, das Bauern sowieso gerne von sich vermitteln.

Dumm nur für sie, dass viele Menschen den Hashtag für sich übernommen haben, um zu zeigen, wie es hinter solchen Bildern wirklich aussieht. Sie posten Fotos von Tieren in Gefangenschaft, die gequält werden und denen man ihre Kinder wegnimmt. Glücklich sehen die Kühe auf diesen Bildern nicht aus, aber sie sind um Einiges ehrlicher als die Werbefotos, die die Milchindustrie eigentlich zeigen wollte.

#februdairy #dairy #milk #cheese #milk #dairyindustry #dairyisscary Meet your milk.

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Ernährung

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Ist Kaugummi vegan?

Klar ist Kaugummi vegan… oder nicht? Auf diese Inhaltsstoffe solltet ihr für tierfrei frischen Atem achten.

© Quinten de Graaf / Unsplash

Gelatine

Ähnlich wie bei Gummibärchen und sonstigem Weingummi kann auch Kaugummi seine Gummikonsistenz von Gelatine haben. Wer lieber keine ausgekochten Knochen, Haut und Sehnen im Mund hat, kauft lieber Sorten ohne Gelatine.

Stearinsäure

Stearinsäure – auf Zutatenlisten auch als Stearic Acid aufgeführt – kann tierisch oder pflanzlich sein, wobei das tierische meist aus dem Magen von Schweinen stammt. Auf der Kaugummipackung steht meist nicht dabei, woher die Stearinsäure stammt, deshalb hilft nur die Nachfrage beim Hersteller oder der Check im Einkaufsguide.

Glyzerin

Auch Glyzerin kann pflanzlich oder tierisch sein. Um sicherzugehen, dass die Substanz nicht aus Tierfett stammt, lohnt es sich auch hier, im Einkaufsguide nachzugucken oder beim Hersteller nachzufragen.

Klingt jetzt alles kompliziert, aber zum Glück setzen viele große Kaugummi-Hersteller auf komplett pflanzliche Zutaten. Eine aktuelle Liste findet ihr im Einkaufsguide, den es auch als kostenlose App gibt.