Warum viele Mitglieder von Hardcore- und Metalbands vegan leben

Mitglieder von Bring Me The Horizon, Heaven Shall Burn, Deftones, The Misfits und Cro-Mags leben vegan – warum das im Hardcore und Metal nur logisch ist.

© Centurymedia

Die Musik von Arch Enemy würden manche Leute vielleicht nicht direkt mit Empathie und weichen Herzen verbinden. Aber für Sängerin Alissa White-Gluz hört die Aggressivität mit den Songs auf. Wenn es um Tiere geht, ist Brutalität für sie fehlt am Platz. Im Gespräch mit uns erzählt sie, wie sie in einer vegetarischen Familie aufgewachsen ist und letztendlich Veganerin wurde:

Damit ist Alissa in der Metal- und Hardcore-Szene alles andere als alleine. Auch ihr Freund Doyle Wolfgang von Frankenstein, Gitarrist bei den Misfits, lebt vegan. Genauso sieht es bei John Joseph McGowan, Sänger der New Yorker Hardcore-Band Cro Mags, und Deftones- und Quicksand-Bassist Sergio Vega aus. Sergio berichtet im Gespräch mit uns, dass er nicht nur vegan lebt, sondern sich auch in anderen Bereichen für Tiere stark macht

Eigentlich ziemlich naheliegend. Denn im Hardcore und Metal geht es oft darum, Bestehendes zu hinterfragen und eigene Wege zu gehen. Auch wenn das nach außen hin brutal und düster wirken kann, steckt dahinter meist ziemlich viel Nachdenklichkeit, die sich unter anderem in Songtexten widerspiegelt. Genau das ist es, was einige dazu bringt, sich mit diesen blutigen Wahrheiten und der Brutalität der Fleisch- oder Milchindustrie auseinanderzusetzen.  Kreator-Sänger Mille beispielsweise hat wohl schon viele Fans zum Umdenken angeregt.

Und es gibt noch viel mehr Beispiele: Oli Sykes, der Frontmann von Bring Me The Horizon, ist nicht nur vegan, sondern hat sogar einen eigenen veganen Laden in seiner Heimat Sheffield. Gitarrist Maik Weichert von Heaven Shall Burn ist bereits seit über 20 Jahren Veganer. Mit dem Song „Hunters will be Hunted“ erregte die Band viel Aufmerksamkeit. Auch die Band Napalm Death veröffentlichte einen Song über Massentierhaltung, der Sänger der Band Mark Greenway ist ebenfalls Veganer. Für Sie alle werden keine Küken vergast, Ferkel betäubungslos kastriert oder Messer in die Kehlen von Tieren gerammt – Praktiken, die viel brutaler sind, als es Musik jemals sein könnte.

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Thora beschreibt in ihrem Song „Drei“ Gedanken im Schlachthaus

Die Koblenzer Musikerin Thora nimmt uns mit in ihre Gedankenwelt der letzten Augenblicke, die jedem Tier im Schlachthof bevorstehen.

© Thora / Youtube

Sich in die Gefühle und die Gedanken der Tiere versetzen – das macht Thora in ihrem Song „Drei“. Sie fühlt sich in diesem emotionalen Song in die letzten Augenblicke eines Tieres ein, die es im Schlachthaus durchleben muss. Sie hinterfragt den Fleischkonsum der Menschen und das Recht, über den Tod von Tieren zu entscheiden: „„Geboren um zu sterben, ein Leben für Fleisch/ Doch man darf es nicht nehmen, das ginge ja gegen jede Freiheit“

Im Song streut sie aber auch Hoffnung, indem sie den Tieren gegenüber verspricht, immer für ihre Freiheit weiterzukämpfen: „Werd‘ alles tun, werde für dich kämpfen und ich weiß, bin damit nicht allein“

Ihr möchtet auch für Tierrechte kämpfen? Tretet jetzt einem Streetteam in eurer Nähe bei!