Havana Club, Lillet und Malibu sind jetzt tierversuchsfrei

Was? Für Havana Club wurden mal Tierversuche gemacht? Leider ja. Aber jetzt gibt es eine neue Firmenpolitik.

Kein Mensch denkt bei einem Glas Mojito an Tierquälerei. Schließlich ist Rum im Normalfall sogar vegan. Fakt ist aber, dass für Havana Club, Lillet, Malibu, Absolut Vodka und andere alkoholische Getränke bis 2010 Tierversuche durchgeführt wurden. Und das nicht gerade zaghaft. Über 1.000 Ratten und andere Kleinsäugetiere mussten Alkoholdampf einatmen und Fäkalien essen, bis sie aufgeschlitzt wurden.

Glücklicherweise hat der Hersteller Pernod Ricard mittlerweile eingesehen, dass Experimente an Tieren nicht nur grausam, sondern auch völlig sinnfrei sind. Deshalb hat er jetzt eine offizielle Firmenpolitik gegen Tierversuche veröffentlicht, an der PETA USA nicht ganz unbeteiligt war. Dort steht nun: „Pernod Ricard finanziert keine Tierversuche, führt keine Tierversuche durch und gibt keine Tierversuche in Auftrag, sofern diese nicht explizit gesetzlich erforderlich sind.“ 

Wir freuen uns, dass Tierversuche nun klar verboten sind und trinken darauf direkt einen Mojito... natürlich wie immer verantwortungsbewusst.

Oder wie wär's zur Abwechslung mal mit einem Gläschen veganem Baileys?

Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
Go Vegan!

Was bitte sind Blutfarmen?

Wie Pferde auf Blutfarmen zu Tode gequält werden und was jeder von uns dagegen tun kann.

Was sind Blutfarmen?

Blutfarmen sind südamerikanische Pferdefarmen, auf denen schwangere Pferde gehalten werden. Man nimmt ihnen dort Blut ab, um an das Hormon PMSG (Pregnant Mare’s Serum Gonadotropin) zu kommen. PMSG wird Sauen in der Schweinezucht verabreicht, damit sie ihre Ferkel gleichzeitig bekommen und so die Zucht leichter planbar und damit wirtschaftlicher wird. PSMG kann auch dafür sorgen, dass Sauen mehr Ferkel bekommen, und die Pubertät verkürzen, sodass junge Sauen früher besamt werden können.

Was ist so schlimm daran?

Schwangere Tiere einzusperren und ihnen immer wieder Blut abzunehmen ist schon schlimm genug. Aber Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie brutal es auf Blutfarmen wirklich zugeht. Freilebende Pferde werden gefangen, eingesperrt und geschlagen. Arbeiter nehmen ihnen ein- bis zweimal pro Woche bis zu zehn Liter Blut ab – dabei hat ein Pferd insgesamt nur etwa 45 Liter Blut. Ungefähr 30 Prozent der Pferde sterben daran. Die überlebenden dürfen ihre Babys nicht bekommen. Wenn sie nicht schon im Mutterleib sterben, werden sie brutal abgetötet, indem Arbeiter zum Beispiel die Gebärmutter von Hand einritzen. Tiere, die nicht mehr schwanger werden, landen im Schlachthof.

Was hat das mit uns zu tun?

Das PMSG, das die Blutfarmen den Pferden abnehmen, landet auch in der deutschen Schweinezucht. 2019 veröffentlichte der Deutsche Bundestag Zahlen zum Verbrauch des Hormons in Deutschland. Danach sind vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2016 rund 4 Millionen Einzeldosen PMSG eingesetzt worden. Vom 1. Februar 2016 bis zum 31. Januar 2019 sind es vermutlich ungefähr 6,4 Millionen Einzeldosen. Das Hormon stammt aus den Niederlanden, Island, Argentinien und Uruguay, also unter anderem aus genau den Ländern, aus denen die schlimmen Zustände auf den Blutfarmen bekannt sind. Dass es Schweinen in der Schweinezucht hierzulande extrem schlecht geht, wissen wir. Wer Schweinefleisch kauft, unterstützt außerdem ganz direkt Pferdequälerei.

Was können wir tun?

Solange wir Tierprodukte wie Fleisch, Milch, Eier, Leder oder Wolle kaufen, unterstützen wir damit Tierquälerei. Dabei geht es auch anders, und es ist gar nicht so schwer. Je mehr Menschen vegan leben, desto weniger Tiere werden gequält und getötet.

Probiert es wenigstens mal aus – unser Vegan Kickstart kennt jede Menge Tipps und Tricks.