Ist Brot vegan?

Kurze Antwort: meistens ja. Lange Antwort: Es gibt ein paar Inhaltsstoffe, auf die man achten sollte.

Beim Bäcker

Oldschool-Bäcker brauchen keine Zusatzstoffe, um Brot lecker und locker zu bekommen. Basiszutaten wie Mehl, daraus hergestellter Sauerteig, Hefe, Schrot, Salz und Wasser sind natürlich alle vegan. Aufpassen sollte man bei Backferment, das mit Honig angesetzt worden sein kann, und bei weicheren Brotsorten wie Brioche, in denen Milch und Eier stecken können. Billigbäcker sparen außerdem manchmal Geld, indem sie L-Cystein (E 920) einsetzen, das zum Beispiel aus Schweineborsten gewonnen wird. Ansonsten gilt das Offensichtliche: Käsebrötchen, Buttercroissants und Milchbrötchen sind nicht vegan, sowas wie Dinkelvollkornbrot meist schon. Bäckereien sind dazu verpflichtet, vor Ort Infos zu Inhaltsstoffen und Allergenen bereitzustellen, also fragt einfach nach. Meistens liegen solche Infos schon aus oder die Produkte sind entsprechend gelabelt.

Im Supermarkt

Bei Aufbackbrötchen, Dosenbrötchen und abgepacktem Brot gilt dasselbe wie in der Bäckerei, nur dass im Zweifel ein paar Zusatzstoffe mehr drinstecken. Viele Vollkornbrote, Baguettebrötchen, Bagels, Körnerbrötchen und sonstige Fertigsachen sind aber vegan. Wenn die Zutatenliste nicht genau erklärt, welche Aromen beispielsweise verwendet wurden, hilft unser Einkaufsguide oder eine Produktanfrage beim Hersteller.

Unterwegs

Auch bei Burgerbrötchen, Pita und Wraps stellt sich manchmal die Frage, ob das darin verbaute Brot vegan ist. In den allermeisten Fällen kann man davon ausgehen, dass in Fladenbrot nichts Tierisches steckt und man sich deshalb zum Beispiel um Falafelsandwiches mit veganer Soße keine Sorgen machen muss. Burgerbrötchen und Bagel können unvegane Zusatzstoffe enthalten, deshalb lohnt es sich bei nicht ausdrücklich vegan gekennzeichneten Gerichten immer, nachzufragen und den Cafés und Imbissen so zu zeigen, dass es Interesse an veganen Produkten gibt.

Apropos Burger und Wraps: Diese veganen Gerichte gibt es bei Fast-Food-Ketten.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Veganfreundlichste Mensa 2016: Das sind die Gewinner

Die Uni ist stressig genug, da will man sich nicht auch noch um Tiere im Essen sorgen. Diese Mensen machen Veganer glücklich.

Es soll tatsächlich noch Unis geben, an denen Veganer nichts außer Dosenerbsen und schwarzem Kaffee bekommen. Zum Glück sieht es in den meisten Städten aber inzwischen viel besser aus. Das jährliche PETA-Ranking der veganfreundlichsten Mensen zeigt, welche Studentenwerke besonders viel Plan von veganem Essen haben.

Bewertet wird danach, ob es täglich mindestens ein warmes veganes Gericht gibt, ob das Studentenwerk vielleicht sogar eine komplett vegetarische oder vegane Mensa betreibt, wie es mit veganen Snacks und Pflanzenmilch aussieht und ob das Küchenpersonal in veganer Ernährung geschult ist, damit die Quinoa-Bratlinge am Ende nicht allem guten Willen zum Trotz nach Holzwolle schmecken. Punkte gab es außerdem für vegane Aktionswochen und Veggietage.

Ganz vorne liegen unter anderem die Studentenwerke Augsburg, Berlin, Bochum, Mainz und Leipzig, die zum Beispiel mit veganen Burgern oder indischen Gemüsetöpfen zeigen, dass Veganer nicht an der Salattheke versumpfen müssen. Gute zweite Plätze gab es unter anderem für Köln und Aachen, und einen Anerkennungsstern unter anderem für Münster und Frankfurt am Main.

Ihr wollt wissen, wie eure Mensa abgeschnitten habt? Das komplette Ranking gibt es drüben bei PETA. Und mit unseren Tipps könnt ihr für mehr vegane Gerichte an eurer Uni sorgen.