Warum Jäger zwingend „Bambi“ gucken sollten

Wenn Vernunft nicht hilft, dann eben Gefühle: In den USA muss ein Wilderer jetzt per Gerichtsurteil „Bambi“ schauen – vorbildlich, finden wir.

Ein ungewöhnliches Urteil: Im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri ist ein Wilderer kürzlich dazu verurteilt worden, sich während seiner einjährigen Haftstrafe jeden Monat einmal den Film „Bambi“ anzusehen. Eine gute Maßnahme, finden wir, und gehen noch einen Schritt weiter: Wer in Deutschland den Jagdschein machen will, sollte dazu verpflichtet werden, sich vorher „Bambi“ anzusehen.

Warum? Weil Jäger für sachliche Argumente oft nicht zugänglich sein wollen. Dass die Jagd nicht nur unnötig, sondern auch grausam ist, weil sich Wildbestände eigentlich selbst regulieren, wenn Jäger sind nicht absichtlich anfüttern, um sie dann abzuschießen, dass beim Jagen nicht nur Füchse, Wölfe und Marder getötet werden, sondern es auch für Katzen und Hunde und immer wieder auch für Menschen gefährlich wird – egal. Wo Vernunft nicht greift, könnte aber das Schicksal des Zeichentrick-Rehs funktionieren. Vielleicht entdecken zumindest manche Jäger so doch noch ihr Mitgefühl und denken nach, bevor sie losziehen.

Ihr wollt euch aktiv für Tierrechte einsetzen? Kommt ins Streetteam!

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Warum ihr „Mogli“ auf Netflix nicht verpassen solltet

Mit „Mogli – Legende des Dschungels“ vermittelt Netflix nicht nur eine deutliche Tierrechtsbotschaft. Auch die Machart des Films setzt ein Zeichen.

© Netflix, Inc.

Dass Andy Serkis nicht nur ein beeindruckender Schauspieler, sondern auch Tierrechtsaktivist ist, wissen wir schon länger – so hat er beispielsweise mit seiner Rolle als einer der Schimpansen in „Planet der Affen“ für Aufsehen gesorgt und dazu erklärt, dass es „untragbar und grausam“ gewesen wäre, echte Tiere für den Film zu benutzen. Als Regisseur des neuen Netflix-Films „Mogli – Legende des Dschungels“ bleibt er bei dieser Haltung und setzt auf moderne Computertechnik statt auf gequälte Hollywood-Tiere.

Die CGI-Tiere, die neben den menschlichen Schauspielern in „Mogli“ zu sehen sind, sind aber nicht nur süß, beeindruckend und faszinierend, sondern sie stehen auch für eine klare Tierrechtsbotschaft: Tiere sind eigenständige Lebewesen, die nicht dafür gemacht sind, um gejagt und eingesperrt zu werden. Am angsteinflößendsten ist auch in dieser „Dschungelbuch“-Verfilmung letztlich nicht der Tiger Shir Khan, sondern der Mensch.

Zum Weiterbingen: unsere Netflix-Empfehlungen.