Jenny aus dem Streetteam Dortmund

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Jenny, 33, die das Dortmunder Streetteam leitet.

Seit wann bist du dabei?

Ich leite das Team Dortmund seit über drei Jahren.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Ich bin selbst durch einen PETA ZWEI-Stand auf einem Konzert darauf aufmerksam geworden, dass es nicht reicht, sich nur vegetarisch zu ernähren. Auch für Milch, Eier und so weiter werden Tiere ausgebeutet und getötet. Das war mir vorher so nicht bewusst. Jetzt stehe ich hinter dem PETA ZWEI-Stand auf Konzerten, informiere die Menschen über Tierrechte und Tierleid und kann viele Tipps zum veganen Leben geben. Das mache ich zusammen mit vielen tollen, engagierten jungen Leuten. Vor meinem Umzug hatte ich bereits Aktionen mit dem Streetteam Hannover gemacht und habe privat Demos für Tierrechte angemeldet. Als ich vor über drei Jahren nach Dortmund zog und der Posten als Streetteam-Leitung frei war, habe ich mich sofort dafür gemeldet. Ich bin immer noch sehr glücklich darüber, ein Teil der PETA ZWEI-Familie zu sein.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Ich lehne jede Tierausbeutung ab und finde es wichtig, jedem Tier eine Stimme zu geben und für die Rechte aller Tiere zu kämpfen. Dennoch liegt mir besonders das Thema Tiere in der Unterhaltung am Herzen. Kein Tier sollte für uns eingesperrt werden und für uns Kunsttücke machen müssen. Deshalb melde ich oft Demos vor dem Delfinarium an. Es gibt nur noch zwei Delfinarien in Deutschland, in Duisburg und in Nürnberg, und ich hoffe, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese endlich geschlossen werden.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Essen! Wir beginnen unsere monatlichen Streetteam-Treffen immer mit einem kleinen veganen Buffet und tauschen Rezepte aus. Danach erst gehen wir in die Planungen für Aktionen. Über leckeres veganes Essen versuchen wir auch bei unseren Vegan Bake Sales die Menschen auf Veganismus aufmerksam zu machen. Ansonsten bin ich supergern mit einem PETA ZWEI-Infostand auf Konzerten und Festivals. So kann ich meine Leidenschaft für Musik und Konzerte mit Tierrechten und PETA ZWEI verbinden.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Schließt euch einem der vielen PETA ZWEI-Streetteams an, geht zum Gruppentreffen und unterstützt bei einer der vielen Aktionen und Demos. Gemeinsam kann man so viel erreichen. Ich habe nicht nur Gleichgesinnte im Streetteam kennengelernt, sondern auch richtige tolle Freundschaften gefunden. Also traut euch!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt uns unser Streetteam!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Ist Alkohol vegan?

Kurze Antwort: Ja. Lange Antwort: Kommt darauf an, in welcher Form man ihn zu sich nimmt.

Foto: Toronto Eaters

Denn, klar, in purem Ethanol ist kein Tier drin, aber das trinkt so ja auch keiner. Es kommt also immer auf das Getränk an, in dem der Alkohol steckt. Die Hauptprobleme sind dabei Stoffe wie Gelatine oder Albumin aus Hühnerei, mit denen Getränke geklärt werden, und Farb- und Aromastoffe, die nicht vegan sein können.

Bier

Die gute Nachricht: Dank dem deutschen Reinheitsgebot ist in Deutschland gebrautes Bier immer vegan. Aufpassen gilt aber bei importierten Bieren, die beispielsweise mit Gelatine geklärt oder mit Honig aromatisiert sein können. Und auch bei Biermischgetränken wie Radler, Alster oder Berliner Weiße kommt es natürlich darauf an, ob der beigemischte Saft, die Limo oder der Sirup vegan ist.

Wein und Sekt

Wein wird aus Saft gemacht und hat dasselbe Problem: Er kann mit unveganen Mitteln geklärt worden sein. Genau wie beim Saft muss das auf dem fertigen Produkt nicht draufstehen, deshalb hilft nur, nachzufragen oder ausdrücklich vegane Weine zu kaufen. Für Schaumweine wie Sekt, Obstweine wie Cider und aromatisierten Wein wie Wermut gilt das natürlich auch. Vegane Sorten listet unser Einkaufsguide auf.

Spirituosen

Die meisten destillierten Getränke wie Gin, Whisky oder Wodka kommen ohne Tierprodukte aus. Offensichtlich unvegan wird es bei cremigen Likören wie Bailey’s oder den Kahlua-Varianten mit Sahne, bei Sorten wie Jack Daniel’s Honey und natürlich bei Eierlikör oder Met, aber auch Campari, Martini und Amaretto sind oft nicht vegan. Um sicherzugehen hilft auch hier nur, beim Hersteller nachzufragen.

Cocktails und Longdrinks

Hier wird es wie immer, wenn gemischt wird, schwierig. Am einfachsten sind Getränke, die aus möglichst wenigen Zutaten bestehen, also beispielsweise Whisky-Cola oder Gin Tonic. Wenn deren Bestandteile vegan sind, ist natürlich auch der Longdrink vegan. Bei Cocktails ist es oft unmöglich, tausendprozentig sicherzugehen, was alles drinsteckt. Am besten also selbermixen.

Ihr habt es ein kleines bisschen übertrieben? Kein Ding, Betrunkensein ist vegan nicht mehr ganz so schlimm.