Katharina aus dem Streetteam Berlin

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Katharina, 27, die das Berliner Streetteam leitet.

Seit wann bist du dabei?

Im Herbst 2014 fuhr ich mit dem Fahrrad an einer Ampel vorbei, auf der ein PETA ZWEI-Sticker klebte. Mit der Frage „Was ist eigentlich dieses PETA ZWEI“ bemühte ich eine Suchmaschine und stieß auf das Streetteam. Bald darauf bin ich dann zu meinem ersten Stammtisch gegangen und dann auch direkt zu meiner ersten Demo gegen den Circus Krone. Im Sommer 2016 habe ich die Leitung des Berliner Streetteams übernommen.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Einen richtigen Auslöser gab es nicht. Ich nahm mir das Leid der Tiere schon immer sehr zu Herzen. 2014 war ich selbst erst auf dem Weg von Vegetarierin zur Veganerin. Innerlich war ich aber immer unzufrieden, dass ich nicht mehr machen konnte als die Tiere nicht wegen meines Essens töten zu lassen. Da kam mir die große Demo vor Circus Krone gerade recht und der Schritt ins Aktivistenleben war getan.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Angefangen hat mein veganes Leben mit dem Kauf von tierversuchsfreien Produkten. Tierversuche für Produkte, die der Mensch nutzt, schienen mir schon immer mehr als sinnlos. Da ich selbst einen Hund habe und sehe, wie diese Tiere ohne Familie und Liebe leiden, finde ich es natürlich auch in meinem privaten Umfeld, sehr wichtig, auf Adoption statt Kauf aufmerksam zu machen.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Viel Spaß machen mir die Stammtische. Beim gemeinsamen Essen muss man sich endlich mal nicht für seine Ernährung rechtfertigen. Auch finde ich es immer wieder schön zu sehen, wie viele Leute Lust haben, etwas für Tiere zu tun und dafür auch mal ein freies Wochenende sausen zu lassen. Eigentlich macht mir aber jede Demo Spaß. Wir sind immer mehr Leute als zugesagt haben, und das macht mich regelmäßig sehr stolz!

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Einfach machen! Gerade in einer Stadt wie Berlin wird es einem sehr leicht gemacht, auf tierische Produkte zu verzichten. Das Wichtigste ist aber, immer ein gutes Vorbild zu sein. Lebt eurem Umfeld vor, wie einfach es sein kann, Tiere nicht zu quälen und zu töten. Redet mit den Leuten, wenn ihr das Gefühl habt, sie sind offen für eure Ideen und kommt vor allem zu Demos, die euch interessieren!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Streetteam

Mit anderen für Tiere aktiv werden.
Go Vegan!

Warum es gut ist, wenn offensichtlich vegane Produkte als vegan gekennzeichnet sind

Mineralwasser ist eigentlich immer vegan, Tiefkühlerbsen auch. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn es extra draufsteht.

Ein bisschen albern wirkt es schon, wenn auf einer Tüte Sesam, einem Sixpack Mineralwasser oder einem Beutel Tiefkühlerbsen das Wort „vegan“ oder die Veganblume aufgedruckt sind. Ist doch eh klar, dass in Erbsen keine Kuh steckt, da stiftet so ein Hinweis eher noch mehr Verwirrung, als dass er irgendwem hilft – oder?

Das Ding ist, dass eben nicht jedes „offensichtlich“ vegane Lebensmittel auch wirklich vegan ist. Apfelsaft zum Beispiel, der ja eigentlich nur aus Äpfeln bestehen sollte, ist oft mit Gelatine geklärt. Im Chipsaroma verstecken sich gerne mal Schweine oder Fische. Und sogar bei der Herstellung von Latex-Kondomen wird Kasein aus Milch eingesetzt. In der Zutatenliste taucht das nicht unbedingt auf, weil zum Beispiel Hilfsstoffe im fertigen Produkt nicht ausgewiesen sein müssen und ein Begriff wie „Aroma“ alles mögliche bedeuten kann.

Solange Hersteller darauf bestehen, alle möglichen Tierbestandteile in allen möglichen Produkten zu verstecken, ist es also gar nicht so unsinnig, wirklich vegane Produkte auch so zu kennzeichnen. Das macht nicht nur Veganern das Leben leichter, sondern sorgt vielleicht auch dafür, dass der Rest der Menschheit merkt, wie viele „normale“ Produkte vegan sind und dass man vor dem Begriff keine Angst zu haben braucht.

Ihr habt keine Lust, Packungen zu lesen? Unser Einkaufsguide listet euch vegane Produkte ganz übersichtlich auf. Den gibt es übrigens auch als App.