4 Tierprodukte, die dem Klima schaden

Klimaschutz ist euch wichtig? Dann solltet ihr diese 4 tierischen Produkte lieber vermeiden.

1. Fleisch

Die Tierwirtschaft spielt in der aktuellen Klimakrise eine große Rolle. Grund: Sie erzeugt die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoff, Methan und Lachgas in extrem großen Mengen, produziert massenhaft umweltbelastende Schadstoffe wie Feinstaub und verbraucht dabei viel mehr Ressourcen wie Wasser und Energie als die pflanzliche Landwirtschaft. Deshalb gehen Fleischkonsum und Klimaschutz nicht zusammen.

2. Milch

Was für Fleisch gilt, gilt auch für Milch: Um Kühe zu halten, zu ernähren, künstlich zu befruchten, ihnen die Milch wegzunehmen und sie schließlich zu töten, werden extrem viele Ressourcen verbraucht. Für den Sojaanbau werden die Regenwälder abgeholzt – und zwar hauptsächlich, um damit Kühe zu ernähren oder neue Weideflächen zu schaffen. Direkt Soja- oder andere Pflanzenmilch zu trinken, ist viel klimafreundlicher.

3. Butter

Milch ist klimaschädlich, also sind es auch Milchprodukte, soweit logisch. Eine besonders schlechte Bilanz hat aber Butter, weil sie so konzentriert ist und deshalb wenig Lebensmittel für viel Aufwand liefert. Fürs Klima ist es am besten, pflanzliche Öle und Fette zu benutzen.

4. Leder

Auch Leder trägt dazu bei, dass Wälder für den Futtermittelanbau gerodet werden und über die Ausscheidungen der Tiere Methan freigesetzt wird. Außerdem muss Leder erst mal gegerbt werden, damit daraus Schuhe, Taschen oder sonstige Teile entstehen können – und das passiert mit einer enormen Vielzahl an Chemikalien, darunter Chrom III, aus dem das krebserregende Chrom IV entstehen kann. Dieses wurde bereits in vielen Lederprodukten nachgewiesen – sogar in Kinderschuhen. Mit Umweltschutz hat das nichts zu tun.

Übrigens: Dieses Video erklärt euch in 4 Minuten alles zu veganer Kleidung.

Ernährung

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Warum Fleischessen die Umwelt zerstört

Die Fleischindustrie schadet nicht nur Tieren und Menschen. Sie ist auch verantwortlich für den Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.

Die Fleischindustrie schadet nicht nur Tieren und Menschen, sondern ist auch mitverantwortlich für massive Probleme wie Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.

Klimawandel

Die Tierwirtschaft erzeugt extrem große Mengen der drei klimaschädlichsten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan und Lachgas. Die Emissionen entstehen einerseits direkt durch die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe in der Intensivtierhaltung und andererseits indirekt durch die Produktionsprozesse der Tierwirtschaft sowie die Abholzung von Wäldern für Weideflächen und Futtermittelanbau.

Umweltverschmutzung

Die Intensivtierhaltung verursacht Jahr für Jahr riesige Mengen an Schadstoffen. Dazu gehören der Feinstaub aus den Tierställen, der in Deutschland jährlich zu 50.000 Todesfällen führt, sowie enorme Mengen an tierischen Ausscheidungen, die unter anderem als Gülle auf den Feldern ausgebracht werden und dann ungeklärt in unser Grundwasser gelangen können. Die den Tieren verabreichten Antibiotika werden oftmals unverändert ausgeschieden. Sie werden mit der Gülle auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht und können so ungeklärt ins Grundwasser gelangen und zu Antibiotikaresistenzen führen.

Landverschwendung

50 Prozent der weltweiten Ernten werden als Tierfutter verschwendet. 83 Prozent der Landflächen werden ineffizient genutzt, um darauf neue Weideflächen zu erschließen oder Getreide und Soja für Tiere anzubauen, die anschließend getötet werden. Auf diese Weise werden allerdings nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent der Proteine des menschlichen Bedarfs erzeugt. Wenn Feldfrüchte wie Weizen oder Soja nicht einen Umweg über den Tiermagen machen und landwirtschaftliche Flächen nicht zu Weiden umfunktioniert würden, könnten mit einer geringeren Landfläche wesentlich mehr Menschen versorgt werden. Zusätzlich benötigt die Herstellung von tierischen Produkten im Vergleich zu pflanzlichen Produkten ein Vielfaches an Energie und Fläche.

Wasserverschwendung

Etwa 86 Prozent des weltweit genutzten Wassers fließen in den Anbau von Futtermitteln. Die Hälfte dieser Lebensmittel – und damit der größte Teil des Wassers – landet in den Tiertrögen. Dabei schluckt die Fleischindustrie ganz besonders viel. In einem Kilo Fleisch stecken rund 15.500 Liter Wasser. Damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen.

Energieverschwendung

Die Intensivtierhaltung braucht großen Mengen an Energie, um ihre Maschinerie am Laufen zu halten: Dazu gehört Strom für die Futtermittelherstellung, um Tiere an Fließbändern zu verarbeiten und um ihre Überreste zu kühlen, zu verarbeiten, zu verpacken und zu transportieren.

Rodung

Um Platz für Weideflächen oder zum Anbau von Futterpflanzen zu schaffen, wurden allein in Südamerika in vier Jahrzehnten fast 40 Prozent des Regenwaldes gerodet. 70 Prozent der Zerstörung des Amazonasgebietes gehen auf das Konto der Tierwirtschaft. Damit schadet die Tierwirtschaft nicht nur dem Weltklima, sondern rottet auch viele Tier- und Pflanzenarten aus.