Kuhbonbons gibt es jetzt auch in vegan

Karamell geht auch ohne Milch. Die veganen Kuhbonbons beweisen es.

Auch wenn einfallslose Menschen das anders sehen: Für perfektes Karamell braucht man weder Butter noch Milch, sondern nur die richtigen Skills. Dann kann man aus Kakaobutter und Bio-Kokosmilch weiche Karamellbonbons machen, die der unveganen Version nicht nur in Sachen Ethik überlegen sind.

Die Hersteller von Kuhbonbon haben die Technik zur Karamellherstellung schon länger drauf und jetzt auch gemerkt, dass ein Bedarf nach einer veganen Version besteht, für die Kühe und ihre Kälber in Ruhe gelassen werden. Die veganen Kuhbonbons, die es in immer mehr Supermärkten gibt, sind nicht nur frei von Tierprodukten, sondern auch von Soja, Palmöl und Gluten. Vielleicht nicht das lebenswichtigste vegane Produkt der Welt, aber ein ziemlich gutes.

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Warum manche Veganer ein Problem mit Palmöl haben

Palmöl steckt in vielen Produkten. Zwar ist es als Inhaltsstoff vegan, seine Gewinnung ist es aber nicht unbedingt.

In Produkten wie Brotaufstrichen und veganen Würstchen sorgt Palmöl für eine feste Konsistenz und dafür, dass andere flüssige Fette sich nicht absetzen. Außerdem ist Palmöl billig, denn der Anbau ist effizient, da die Ölpalme einen sehr hohen Ertrag hat.
 
Das Problem fängt damit an, dass Ölpalmen in Urwaldgebieten wachsen und für die Plantagen Regenwald gerodet wird, oft auch illegal. So werden auch die letzten verbliebenen Lebensräume für Orang-Utans zerstört. Nach ein paar Jahren sinken die Palmöl-Erträge. Alte Flächen werden aufgegeben und für neue Flächen wird mehr Regenwald gerodet. Auch Kinderarbeit ist ein Problem bei der Gewinnung von Palmöl. Deshalb meiden manche Menschen Produkte, in denen Palmöl stecken.

Seit Dezember 2014 muss nach der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung statt „pflanzliche Öle oder Fett“ die Herkunft der Fette auf Produkten stehen. Ein Boykott der Produkte ist also möglich, aber schwierig. Denn Palmöl steckt neben Lebensmitteln auch in Kosmetika, Reinigungsmitteln, Kerzen, Farben, Lacken und Agrartreibstoffen. Siegel helfen bisher nur wenig bei der Entscheidung. Das RSPO-zertifizierte Palmöl hat zum Beispiel zwar Mindeststandards wie keine Abholzung von Primärwäldern und besonders erhaltenswerten Wäldern, die Kernarbeitsnormen und eine Bezahlung nach Mindeststandards. Die Umsetzung ist aber nur selbstverpflichtend und es gibt keine unabhängige Kontrollinstanz. Andere Siegel zeichnen nur einen winzigen Bruchteil des Palmöls aus.

Wer etwas gegen die Abholzung des Regenwaldes für Palmöl tun will, kann Lebensmittelherstellern schreiben und sie bitten, auf andere Öle umzustellen. Ihr könnt aber auch vieles selbst machen. Probiert doch mal unsere Schoko-Nuss-Creme aus. Und wir haben auch noch ein paar vegane Snacks, in denen kein Palmöl steckt.