Warum es so nervt, wenn Leute Kuhmilch „normale Milch“ nennen

„Der Cappuccino mit Hafermilch oder mit normaler Milch?“ Denkt mal kurz nach, bevor ihr sowas sagt.

Klar, das klingt jetzt unglaublich kleinlich. Aber wir wissen alle, wie wichtig Sprache ist und wie sehr sie unser Verständnis der Welt beeinflussen kann. „Kupieren“ beispielsweise klingt so viel eleganter als „einem Hund im Alter von wenigen Wochen den Schwanz amputieren“, und „Bruderhahn“ ist ein ganz schön niedliches Wort dafür, dass Küken nicht direkt nach der Geburt geschreddert werden, sondern erst neun Wochen später im Schlachthaus landen. Und genau deshalb nervt es auch so, wenn Leute „normale Milch“ sagen und damit Kuhmilch meinen.

Die Situation kennen viele. Man bestellt einen Cappuccino, einen Iced Latte oder einen Frappuccino und wird gefragt: „Mit Sojamilch oder mit normaler Milch?“ Oder es heißt fünf Minuten später bei der Ausgabe: „Ein Matcha Latte mit Hafer und ein normaler?“ Nett natürlich, dass es überhaupt die veganen Optionen gibt, und es wissen ja auch alle, was gemeint ist – aber es sorgt eben auch dafür, dass wir es weiterhin „normal“ finden, Kuhmilch zu trinken. Und das ist es nun wirklich nicht.

Schließlich sind Menschen die Einzigen, die Milch einer anderen Spezies trinken. Kühe geben – wie alle Säugetiere – nur Milch, wenn sie schwanger waren und ein Baby geboren haben, deshalb werden sie zwangsweise immer wieder künstlich befruchtet, damit man ihnen dann die Kälber wegnehmen und an ihre Milch kommen kann. Normal oder natürlich ist das nicht. Auch dass männliche Kälber in der Milchindustrie meist schon nach einigen Wochen geschlachtet werden und weibliche nach vier bis fünf Jahren, wenn sie nicht mehr genug Milch produzieren, ist nicht normal. Wir reden uns gerne ein, dass es normal sei, weil es in so riesigem Ausmaß passiert. Aber das sollte kein Kriterium sein. Normen können und müssen sich schließlich ändern. Und wenn wir anfangen, „Kuhmilch“ zu sagen, erinnert das zumindest ein bisschen an die Herkunft dieser Milch, die sonst so gerne verschleiert wird.

Vrappuccino könnt ihr übrigens auch selbst machen – ganz ohne Diskussionen über Sprache.

Ernährung

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Helft uns, Tiertransporte zu stoppen!

Tiertransporte bedeuten unfassbaren Stress und Horror. Sorgt jetzt gemeinsam mit uns dafür, dass diese Tierquälerei aufhört.

Das haben fast alle von uns schon mal gesehen: einen großen Transporter, auf dem Hühner, Kühe oder Schweine eng zusammengepfercht stehen und ängstlich durch die Gitter schauen. Tiertransporte sind Tierquälerei, das sieht man auf den ersten Blick. Und sie sind trotzdem immer noch an der Tagesordnung: Jedes Jahr werden Millionen von Tieren innerhalb von Deutschland und auch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten transportiert.

Die meisten dieser Tiere sind auf dem Weg zum Schlachthof. Doch schon bevor sie dort ankommen, bedeutet der Transport für sie extremen Stress. Sie kennen oft nur den Stall, in den sie ihr bisheriges kurzes Leben lang eingesperrt waren – und jetzt werden sie tagelang durch die Gegend gefahren, sind eng zusammengequetscht und bekommen nicht genug zu essen und zu trinken. Dazu kommen oft extreme Kälte oder Hitze, wenn sich Transporter beispielsweise im Sommer auf über 50 Grad aufheizen und für Tiere immer wieder den Tod bedeuten. Legal ist das laut Tierschutztransportverordnung nicht, aber Veterinäre erlauben solche Fahrten trotzdem immer wieder.

Helft uns deshalb jetzt, diese Tierquälerei zu stoppen. Unterschreibt unsere Petition gegen Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten, um einen Anfang zu machen. Und versucht es mal vegan, denn nur so werden Tiertransporte irgendwann komplett aufhören.